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Ensemble

Nina Gühlstorff


wurde 1977 in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) geboren. Nach einem einjährigen Polenaufenthalt in Thorn und Krakau mit verschiedenen Theaterpraktika u.a. bei Andrzej Wajda studierte sie Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seit 2001 arbeitet sie als freie Regisseurin aktuell am DNT in Weimar, am Schauspiel Graz, dem Theater im Bauturm in Köln, dem Landestheater Tübingen und am Theater Rampe in Stuttgart. 2002 absolvierte Nina Gühlstorff ein Gastsemester am Moskauer Theaterinstitut GITIS.

Seit 2004 engagiert sie sich vermehrt für die Entwicklungen dokumentarischer Theaterprojekte wie »SCHWARZWEISS«, ein Stadtprojekt um den Fall des in Polizeigewahrsam verbrannten Oury Jalloh am Anhaltischen Theater Dessau, »They call me Jeckisch«, eine deutsch-israelische Koproduktion des Theater Heidelbergs mit dem Beit Lessin Tel-Aviv oder »Beute Mensch«, ein Projekt zum Thema Frauenmigration am Theater Bern. Gemeinsam mit Dorothea Schroeder inszenierte sie am Theaterhaus Jena »Der Dritte Weg – eine theatrale Demonstration«, das als exemplarisches Projekt zu HEIMSPIEL11 ans Schauspiel Köln eingeladen war. Zudem verbindet die beiden die gemeinsame Arbeit als Festivalleiterin: sie sind Mitbegründerinnen des Festivals »Spieltriebe« am Theater Osnabrück, das sie mehrere Jahre hindurch leiteten.

Seit 2004 arbeitete Nina Gühlstorff regelmäßig als Assistentin für Peter Konwitschny bei »Der Fliegende Holländer«, den sie zuletzt 2013 am Bolschoi Theater in Moskau einstudierte. 2011 inszenierte sie am Oldenburgischen Staatstheater Giuseppe Verdis »Aida« und 2012 die Uraufführung des Kindermusik-Theaters »Frau Meier, die Amsel«. Für diese Kooperation mit der Kompositionsklasse der Musikhochschule Bremen verfasste sie auch das Libretto.

Nach »Eugen Onegin« (2013/14) und »Die Zauberflöte« (2014/15) ist die Neuproduktion von Verdis »Otello« in dieser Spielzeit ihre dritte Arbeit am DNT Weimar.

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