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Ensemble

Enrico Stolzenburg

Enrico Stolzenburg

Enrico Stolzenburg wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. Er inszenierte zunächst mit freien Theatergruppen, studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität und war als Regieassistent bis 1998 Mitglied des Berliner Ensemble. Anschließend absolvierte er ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst ERNST BUSCH.

Seitdem inszeniert er vor allem zeitgenössische Dramatik. Zu seinen Produktionen gehören mehrere deutschsprachige Erst- und Uraufführungen an verschiedenen Theatern. Unter anderem arbeitete er an der Schaubühne und am Deutschen Theater in Berlin, am Theater Freiburg, am Theater Konstanz und am Theater Magdeburg.

Seine Inszenierungen gastierten auf Festivals wie »Premières« am Théâtre National de Strasbourg, »Festival Internationale Neue Dramatik« an der Schaubühne Berlin, »Miryang Summer Performing Arts Festival« in Südkorea, »Autorentheatertage« am Thalia Theater in Hamburg, »AUAWIRLEBEN« Zeitgenössisches Theatertreffen Bern, »Hangö Teaterträff« in Finnland.

Zu seiner Arbeit außerhalb Deutschlands zählen zwei Uraufführungen in Helsinki und eine japanische Erstaufführung in Osaka.

Enrico Stolzenburg beschäftigt sich neben dem Schauspiel mit Neuer Musik und experimentellem Musiktheater. Mit dem Komponisten Daniel Ott verwirklichte er in diesem Bereich bisher mehrere Uraufführungen, unter anderem für die »Sommerlichen Musiktage in Hitzacker« und wiederholt für die »Wittener Tage für neue Kammermusik« sowie für das »Festival Rümlingen«.

Seit 2009 widmet er sich insbesondere der Entwicklung eigener Stücke. Dabei verbindet ihn eine enge Beziehung mit dem Autor Kai-Ivo Baulitz. Darüber hinaus entwickelte er unter dem Titel »A Game of Fives« fünf Uraufführungen mit jungen Komponistinnen und Komponisten für die »13. Münchener Biennale - Internationales Festival für neues Musiktheater«. Für den Abschluss des bundesweiten Festivals »sounding D« des »Netzwerk Neue Musik« gestaltete er vier Stücke im Kollektiv mit Daniel Ott, Erwin Stache, Zoro Babel und Kirsten Reese, mit der er seither regelmäßig zusammenarbeitet. Mit ihr verwirklichte er unter anderem die Klanginstallation »Debatte« für die Donaueschinger Musiktage 2013.

Weiterhin arbeitet er kontinuierlich auch an Formaten wie Performances, Installationen, Hörparcours mit Partnern verschiedener künstlerischer Disziplinen im In- und Ausland.

In der Spielzeit 2013/14 und 2014/2015 war er fester Hausregisseur am DNT. Hier inszenierte er u.a. Adaptionen von Christoph Heins Romanen »Weiskerns Nachlass« und »Frau Paula Trousseau«, die musikalische Wirtshauskomödie »Schwarze Bären« von Kai-Ivo Baulitz und Dietrich Eichmann, »Hofmeister« von Kai-Ivo Baulitz nach J.R.M. Lenz, die Uraufführung von Dirk Lauckes »Luft nach oben« und die szenische Lesung von Christa Wolfs Erzählung »Störfall. Nachrichten eines Tages«.

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