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Harald Lesch: Mensch, Raum und Zeit

Weimarer Reden 2016 //

Zeit und Mensch.

Harald Lesch

Astrophysiker, Naturphilosoph und Wissenschaftsjournalist

Mensch, Raum und Zeit

Begrüßung: Stefan Wolf, Weimarer Oberbürgermeister
Moderation: Liane von Billerbeck

Das Universum ist geprägt von Abgründen an Raum. Selbst das Licht braucht Millionen Jahre um von einer Galaxie zur anderen zu kommen. Diese Zeit in der Natur können wir Menschen nicht beeinflussen, bei allen anderen Zeitformen sind wir allerdings sehr aktiv. Zeit wird zu Geld gemacht, wir versuchen sie zu sparen, sie wird komprimiert und verräumlicht. Die Entdeckung des Himmels als Kalender, die Entdeckung des Himmels als Geburtsstätte von Sternen und Planeten und die Rolle des Menschen im Kosmos wird der eine Teil der Rede. Der andere handelt von unserem Verhältnis zu Technik und Wissenschaft und wie Bits und Bytes mit Lichtgeschwindigkeit unser Leben verändern.

Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität München, Fachgutachter für Astrophysik bei der DFG und Mitglied der Astronomischen Gesellschaft. Und wie kein anderer erklärt er einer breiteren Öffentlichkeit die Welt in ihrer Komplexität – verständlich und vergnüglich, u.a. durch Sendereihen wie »alpha-Centauri«, »Faszination Universum«, »Leschs Kosmos« oder »Frag den Lesch« und als Moderator der ZDF-Reihe »Abenteuer Forschung«.

 


 

»Ist die Zeit aus den Fugen?« fragt die renommierte Erinnerungsforscherin Aleida Assmann in einem ihrer aktuellen Bücher. Doch was ist die ZEIT und was bedeutet sie für die menschliche Existenz? Diese Frage bewegte zu allen Zeiten nicht nur die Dichter und Denker. 

Es gab Vorstellungen von der Zeit als sich schließendem Kreis, als Spirale oder nach oben strebender Linie. Und auch in der Gegenwart ist sie ein konstant wichtiges Thema. Die Vielzahl der verfügbaren Publikationen umfasst nahezu alle Wissens- und Lebensbereiche. Literarisch wurde die Langsamkeit (wieder-)entdeckt, Themen wie Zeiterfahrung, Entschleunigung und Entfremdung spielen im gesellschaftlichen Diskurs eine große Rolle.

Die Weimarer Reden nähern sich 2016 ebenfalls diesem Thema, aber nicht unter tagespolitischem Gesichtspunkt. Vielmehr untersuchen sie das Phänomen ZEIT: Was bedeutet Zeit im Universum? Welche Zeitformen kennen wir? Wann beginnt und wann endet unser Einfluss auf Zeit? Wie messen wir sie, und wie nehmen wir sie wahr? Können wir Zeit  sparen, gewinnen, überlisten …? 

Der Astrophysiker Harald Lesch, der Dichter Thomas Rosenlöcher und die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann sind eingeladen, um ihre Perspektiven darzulegen.

Die Weimarer Reden sind seit 1994 ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Weimar und des DNT Weimar. Moderiert werden sie im dritten Jahr von der Journalistin Liane von Billerbeck.

 


 

6.3.2016 / 11 Uhr // Großes Haus

Harald Lesch: Mensch, Raum und Zeit

 

13.3.2016 // 11 Uhr // Großes Haus  

Thomas Rosenlöcher: Im Augenblick wir die Ewigkeit knapp – Warum Gedichte anders ticken

 

20.3.2016 // 11 Uhr // Großes Haus  

Aleida Assmann: Wie lange dauert die Gegenwart?