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Meine Herren, spielen Sie doch etwas blauer //

Franz Liszt in Weimar · Eine musikalisch-literarische Collage im Rahmen der 2. Liszt-Biennale Thüringen mit dem Duo »Cello Capriccioso«

Mit: Johanna Geißler, Sebastian Kowski, Max Landgrebe und dem Duo »Cello Capriccioso«
(Almuth Kraußer-Vistel: Klavier, Douglas Vistel: Violoncello)

Szenische Einrichtung: Kathrin Kondaurow, Beate Seidel

Die szenische Lesung ist ein Beitrag des DNT zur zweiten Liszt-Biennale Thüringen 2017


Es ergeht Franz Liszt in Weimar nicht anders als den Großen vor ihm und nach ihm. Sie werden bewundert, beneidet und gehasst. In unserer Collage soll die »Silberne Zeit«, die mit Liszts Wirken als Hofkapellmeister am Weimarer Theater verknüpft ist, beleuchtet werden. »Dass man nicht mehr Weimar / die Stadt der Toten heißt, / Sondern künftig Weimar / Als Stadt der Lebenden preist« (A.H.Hoffmann) – so formuliert sich die Vision des Intellektuellenkreises um Liszt. Aber höchste künstlerische Kreativität, die sich hier, im sogenannten Ilm-Athen, entfaltet, steht gegen das philiströse, bornierte Urteil des etablierten »Alt-Weimar«, das dem Neuen nur mit Skepsis zu begegnen vermag und mit seinem engherzigen Moralismus auch Franz Liszt zunächst vertreibt, um ihn dann Jahre später wie eine Ikone zu verehren. Franz Liszt, der nicht nur als Virtuose und Tonschöpfer die Musik seiner Zeit prägte, sondern dessen Haltung in politischen und kulturtheoretischen Fragen maßstabgebend war, steht im Mittelpunkt dieses Abends mit Musik und Text. 

Ein besonderes Bonbon: Das Berliner Duo »Cello Capriccioso« bereichert die Collage im Rahmen der 2. Liszt Biennale Thüringen mit selten gespieltem und höchst virtuosem Cello-Repertoire. Es erklingen Werke von Chopin, Brahms, Liszt, Popper und Wagner. 

 

 


 

Douglas Armando Vistel Columbie, Violoncello

Geboren und aufgewachsen in einer stark von Salsa- und Latinjazz geprägten Umgebung, erhielt Douglas Vistel seinen ersten Cellounterricht mit elf Jahren an der Musikschule »Esteban Salas« in seiner Heimatstadt Santiago de Cuba, später an der »Nationalen Spezialschule für Kunst« (ENA) in Havanna.

Am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium absolvierte er mit Auszeichnung sein Studium in der Klasse von Maria Tschaikowskaja, desweiteren besuchte er Meisterkurse bei Daniil Shafran (Violoncello), Menahem Pressler (Beaux Arts Trio), Dmitri Shebalin (Borodin Quartett) und Sergej Petschugin (Schostakowitsch Quartett).

Als Solist tritt Douglas Vistel mit Orchestern in Europa und Lateinamerika auf, so mit dem Philharmonischen Orchester von Samara (Kuibyschew), dem Philharmonischen Kammerorchester Astrakhan, dem Nationalen Sinfonieorchester Kubas, dem Sinfonieorchester von Matanzas, dem Orchester des Kleinen Operntheaters von Jekaterinenburg, dem Sinfonieorchester Santiago de Cuba,  dem Landeszupforchester Berlin und dem Orchester Äskulap Berlin.

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, sowie seine Tätigkeit als Juror bei den internationalen Cellowettbewerben »Gaspar Cassadó« in Spanien und »Kurt Schwaen« in Deutschland sind weitere Stationen seiner Laufbahn.

Den künstlerischen und gesellschaftlichen Lebensmittelpunkt des Cellisten bildet seit 1992 die Zusammenarbeit mit der deutschen Pianistin Almuth Krausser-Vistel, mit der er im Jahr 2007 das Duo »Cello Capriccioso« und 2009 VISTÉL’S CelloMusikSalon gründete, den ersten und einzigen Veranstaltungsort in Berlin, der sich besonders den Kompositionen für Cello und Klavier und ihrer Verbreitung widmet.

 

Almuth Krausser-Vistel, Klavier

begann mit 4 Jahren Klavier zu spielen und erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule »Leo Spies« bei Verena Stahlbaum, später an der Spezialschule für Musik bei Galina Iwanzowa und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin bei Renate Schorler sowie in der Meisterklasse von Dieter Zechlin.

Während ihrer Ausbildung gewann die Pianistin erste Preise beim Bachwettbewerb in Leipzig, dem Hanns-Eisler-Wettbewerb in Berlin, sowie dem 1. Franz-Liszt-Wettbewerb in Weimar. Weitere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben in der CSSR, Polen und Deutschland folgten.

Während eines zweijährigen Zusatzstudiums am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau widmete       sich die Berlinerin neben ihrer solistischen Ausbildung in der Klavierklasse von Gleb Axelrod auch kammermusikalischen Studien und nahm erfolgreich an internationalen Meisterkursen für Klavier solo und Kammermusik teil, u. a. bei Vera Gornostajewa (Klavier), Rudolf Kehrer (Klavier) und Menahem Pressler (Beaux Art Trio/ Kammermusik).

Die Pianistin konzertierte als Solistin mit dem Berliner Sinfonie Orchester und der Halleschen   Philharmonie und trat als Kammermusikpartnerin mit international anerkannten Ensembles wie dem Petersen Quartett, dem Trio Apollon oder der Kammersymphonie Berlin auf, an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin arbeitete sie mit Professoren wie Tabea Zimmermann, Boris Pergamenschikow, Jens-Peter Maintz und Josef Schwab zusammen.

2009 gründete die Pianistin mit ihrem Partner VISTÉL’S CelloMusikSalon, den ersten und einzigen Veranstaltungsort in Berlin, der sich besonders den Kompositionen für Cello und Klavier und ihrer Verbreitung widmet.