18 | 12 | 17

Spielplan

E-Werk Maschinensaal
Premiere
16 | 11 | 17
Alter
ab 13 Jahren

Termine

20 | 12 | 17 // 20.00 Uhr Karten
05 | 01 | 18 // 20.00 Uhr Karten
14 | 02 | 18 // 20.00 Uhr Karten
20 | 03 | 18 // 20.00 Uhr Karten

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Henry Purcell

Dido und Aeneas //

Oper in drei Akten von Henry Purcell · Libretto von Nahum Tate
Mit Musik von John Dowland und Robert King sowie Texten von Vergil u. a.
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Das alte »Hotel Karthago« – ein Fremder – Hexen und Geister – Dido, die karthagische Königin und Aeneas, der trojanische Prinz: eine fatale Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Denn obwohl Dido ihrem verstorbenen Ehemann Treue über den Tod hinaus geschworen hat, verliebt sie sich Hals über Kopf in den bei ihr gestrandeten, vom Schicksal und der Laune der Götter getriebenen Helden Aeneas. Und kaum ergibt sich die stolze, unnahbare Königin, wird Aeneas an seinen Auftrag erinnert: er muss weiterziehen und ein neues Reich gründen: Lavinium, das spätere Rom.
 
Die Inszenierung siedelt die Geschichte von Dido und Aeneas im geisterhaften »Hotel Karthago« an, dessen Bewohner sich in einer Art Unterwelt befinden. Gelebte Leben und uneingelöste Sehnsüchte versammeln sich in dieser Schicksalsgemeinschaft. In diese wird ein Fremder hineingeschwemmt, der »einsame Reisende der Nacht« (»The Traveler«). Getrieben von einer eigenen, unverarbeiteten Liebeskatastrophe in der Vergangenheit, erweckt er als Erzähler den Mythos von Dido und Aeneas wieder zum Leben. Wie in einem Alptraum, selbst verstrickt und doch ohnmächtig, wird er Zeuge dieser Urgeschichte aller tragischen Liebeserzählungen.

Henry Purcell galt bereits zu Lebzeiten als größter englischer Komponist. Mit »Dido and Aeneas« hat er um 1689 einen Meilenstein der barocken Oper geschaffen. Die Sage aus Vergils »Aeneis« erzählt er anhand tiefempfundener Arien, grotesker Hexengesänge und virtuoser Tanzmusiken. Am Ende steht mit Didos kühnem, leuchtendem Lamento eine der eindringlichsten musikalischen Klagen der Operngeschichte: »Remember me – but ah! forget my fate.«

Unter der musikalischen Leitung von Dominik Beykirch spielt die Staatskapelle Weimar für diese Musiktheaterproduktion erstmals auf historischen Instrumenten.

Corinna von Rad ist in Weimar bereits für ihre Inszenierungen von Händels »Alcina«, Shakespeares »Sturm« und Jura Soyfers »Astoria« bekannt.

 

Trailer: Marius Böttcher

 

Pressestimme

»Diese Produktion ist aus einem Guss. Neben dem Leitungsteam vereinen sich die herrlichen Retrokostüme (Sabine Blickenstorfer), Chorleitung (Mario Orlando, El Fakih Hernández, Sebastian Ludwig), Konzeption Schlagwerk (Ingo Wermsdorf), die musikalische Einstudierung (Dirk Sobe mit Team) und alle anderen zu einer beglückenden Feier des Ensemblegeistes. […] Apostel einer schönheitshörigen Barockästhetik kommen im E-Werk nicht auf ihre Kosten, zum Glück! Dafür gibt es intelligente Kostbarkeiten, die vom Geist echten und ehrlichen Musiktheaters durchdrungen sind. […] Das gelingt auch, weil Dominik Beykirch in Weimar auf ideale Mitakteure wie den endlich wieder präsenten Ensemblestern Heike Porstein in der heimlichen Hauptrolle der Belinda zählen kann. Eine ehrlich gefeierte Premiere!«
(NMZ - Neue Musikzeitung, 18.11.2017, Roland H. Dippel)

Dominik Beykirch (Musikalische Leitung)
Corinna von Rad (Regie)
Ralf Käselau (Bühne)
Sabine Blickenstorfer (Kostüme)
Martina Stütz / Julie Paucker (Dramaturgie)
Julie Paucker / Corinna von Rad (Textfassung)
Mario Orlando El Fakih Hernández / Sebastian Ludwig (Choreinstudierung)

Besetzung

Amira Elmadfa / Sayaka Shigeshima (Dido)
Uwe Schenker-Primus (Aeneas)
Krunoslav Šebrek (The Traveler)
Heike Porstein (Belinda / Chor (Sopran))
Friederike Beykirch (Second Woman / Chor (Sopran))
Nils Wanderer (Sorceress / Spirit / Sailor / Chor (Alt))
SuJin Bae (First Witch / Chor (Sopran))
Pihla Terttunen (Second Witch / Chor (Alt))
Jens Schmiedeke (First Sailor / Chor (Tenor))
Margarita Greiner (Chor (Alt))
Detlef Koball / Darrel Mills (Chor (Tenor))
Chong Ken Kim / Chang-Hoon Lee / Oliver Luhn (Chor (Bass))
Alexander Schuchert (Schlagwerk)