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Ulrike Herrmann

Weimarer Reden 2014: Emanzipiert Euch! //

Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht

Ulrike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin: Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht

Moderation: Liane von Billerbeck

 

Ulrike Herrmann (geboren 1964) studierte nach dem Abschluss einer Lehre als Bankkauffrau Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Eine wissenschaftliche Mitarbeit bei der Körber-Stiftung und die Tätigkeit als Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungssenatorin Krista Sager schlossen sich an. Seit 2000 ist Ulrike Herrmann in Berlin Wirtschaftskorrespondentin der tageszeitung (taz). Dort war sie auch Parlamentskorrespondentin und leitete die Meinungsredaktion. Ihre Sachbuchveröffentlichungen beschäftigen sich mit grundlegenden sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen. Von Ulrike Herrmann stammen u.a. die Bücher »Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht« (Piper 2012) sowie »Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen« (Westend 2013).

Foto von Ulrike Herrmann: Herby Sachs

 


 

Weimarer Reden 2014
 

Je gewaltiger die Informationsfluten über uns hereinbrechen und die permanente Beschleunigung aller gesellschaftlichen Prozesse voranschreitet, je komplexer die globale Welt zu werden scheint, desto hilfloser sieht sich der Einzelne den Herausforderungen von heute gegenüber. Die Spielräume für selbstbestimmtes Handeln schwinden und werden zunehmend im Privaten verortet. Die demokratisch verfasste Gesellschaft braucht aber den mündigen, gestaltenden Bürger, der seine Rechte kennt und Verantwortung für sich und andere übernimmt. Wovon gilt es sich zu befreien, welche Gewohnheiten und Normen sind zu befragen, wie kann ein selbstbestimmtes Leben gelingen?

Vier Rednerinnen und Redner stellen an den Märzsonntagen jeweils ihre Perspektive vor – und sprechen über mögliche Alternativen.

Der isländische Komiker, Anarchist und seit 2010 Bürgermeister von Reykjavik Jón Gnarr eröffnet am 9. März die Weimarer Reden: Er zeigt, dass eine andere, vom Establishment emanzipierte Politik möglich ist. Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, spricht am 16. März über die Emanzipation des Menschen gegenüber den scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten der modernen Medizin. Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann beleuchtet am 23. März den Selbstbetrug einer unemanzipierten Mittelschicht im Angesicht der Finanzkrise. Und die Schriftstellerin Daniela Dahn schließt die Reihe am 30. März mit einer Forderung nach mehr Teilhabe des Bürgers am politischen Prozess.

Moderiert werden die Gespräche 2014 von der renommierten Journalistin Liane von Billerbeck. Medienpartner sind die Thüringische Landeszeitung und mdr Thüringen. Als Hauptsponsor unterstützt Thüringer Energie die Weimarer Reden.

Die Weimarer Reden sind seit 1994 ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Weimar und des DNT.

 

09. März 2014
Jón Gnarr: Eine andere Politik ist möglich!

16. März 2014
Christiane Woopen: Der ungebildete Kranke: Über Herrschaft und Beherrschung der Medizin

23. März 2014
Ulrike Herrmann: Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht

30. März 2014
Daniela Dahn: Über die Selbstermächtigung der Bürger: Vom Widerspruch zwischen Notwendigem und Machbaren