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Daniela Dahn

Weimarer Reden 2014: Emanzipiert Euch! //

Über die Selbstermächtigung der Bürger. Vom Widerspruch zwischen Notwendigem und Machbaren

Daniela Dahn, Autorin: Über die Selbstermächtigung der Bürger. Vom Widerspruch zwischen Notwendigem und Machbaren

 

Daniela Dahn (geboren 1949) studierte Journalistik in Leipzig und war danach als Fernsehjournalistin beim Jugendfernsehen und dem Wirtschaftsmagazin Prisma tätig. Seit 1981 arbeitet sie als freie Autorin. Daniela Dahn war 1989 eine der Mitbegründerinnen der DDR-Oppositionsgruppe Demokratischer Aufbruch. Später zog sie sich nach dessen Annäherung an die CDU daraus zurück. Dahn unternahm mehrere Vortragsreisen in die USA und hielt Vorlesungen an verschiedenen Universitäten. Sie ist seit 1991 Mitglied der Schriftstellervereinigung PEN und gehört dem Beirat der Humanistischen Union an. Daneben war Dahn Mitherausgeberin der Wochenzeitung Freitag. Sie ist u.a. Trägerin des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Luise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises. Bei Rowohlt erschienen bislang zehn Essay- und Sachbücher, zuletzt »Wir sind der Staat!« (2013).

Foto von Daniela Dahn: Hermann Willers

 


 

Weimarer Reden 2014
 

Je gewaltiger die Informationsfluten über uns hereinbrechen und die permanente Beschleunigung aller gesellschaftlichen Prozesse voranschreitet, je komplexer die globale Welt zu werden scheint, desto hilfloser sieht sich der Einzelne den Herausforderungen von heute gegenüber. Die Spielräume für selbstbestimmtes Handeln schwinden und werden zunehmend im Privaten verortet. Die demokratisch verfasste Gesellschaft braucht aber den mündigen, gestaltenden Bürger, der seine Rechte kennt und Verantwortung für sich und andere übernimmt. Wovon gilt es sich zu befreien, welche Gewohnheiten und Normen sind zu befragen, wie kann ein selbstbestimmtes Leben gelingen?

Vier Rednerinnen und Redner stellen an den Märzsonntagen jeweils ihre Perspektive vor – und sprechen über mögliche Alternativen.

Der isländische Komiker, Anarchist und seit 2010 Bürgermeister von Reykjavik Jón Gnarr eröffnet am 9. März die Weimarer Reden: Er zeigt, dass eine andere, vom Establishment emanzipierte Politik möglich ist. Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, spricht am 16. März über die Emanzipation des Menschen gegenüber den scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten der modernen Medizin. Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann beleuchtet am 23. März den Selbstbetrug einer unemanzipierten Mittelschicht im Angesicht der Finanzkrise. Und die Schriftstellerin Daniela Dahn schließt die Reihe am 30. März mit einer Forderung nach mehr Teilhabe des Bürgers am politischen Prozess. 

Moderiert werden die Gespräche 2014 von der renommierten Journalistin Liane von Billerbeck. Medienpartner sind die Thüringische Landeszeitung und mdr Thüringen. Als Hauptsponsor unterstützt Thüringer Energie die Weimarer Reden.

Die Weimarer Reden sind seit 1994 ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Weimar und des DNT.

 

09. März 2014
Jón Gnarr: Eine andere Politik ist möglich!

16. März 2014
Christiane Woopen: Der ungebildete Kranke: Über Herrschaft und Beherrschung der Medizin

23. März 2014
Ulrike Herrmann: Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht

30. März 2014
Daniela Dahn: Über die Selbstermächtigung der Bürger: Vom Widerspruch zwischen Notwendigem und Machbaren