18 | 10 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
06 | 09 | 14
Stückdauer
2 Std. 15 Min.
Alter
ab 14 Jahren

Termine

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Fotos

Giacomo Puccini

La Bohème //

Szenen aus Henri Murgers »La vie de bohème« in vier Bildern · Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica · in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln

 

„Wer ich bin? Ich bin ein Dichter. Was ich tue? Ich schreibe. Und wie ich lebe? Ich lebe.“

 

Bei ihrer ersten Begegnung verlieben sich der Dichter Rodolfo und seine Nachbarin Mimì sofort ineinander. Gemeinsam mit Rodolfos Künstlerfreunden Marcello, Schaunard und Colline verbringen sie einen glücklichen Weihnachtsabend im Café Momus, wo schließlich auch Musetta ihren älteren Verehrer für Marcello sitzen lässt. Das Glück der beiden Paare währt nicht lange: Während Marcello ein paar Wochen später vor Eifersucht um die kokette Musetta vergeht, gibt Rodolfo die an Schwindsucht leidende Mimì an einen reichen Gönner frei, da er selbst nicht für ihre ärztliche Versorgung aufkommen kann. Als die vier Künstler in ihrer Wohnung ausgelassen und in Tagträumen schwelgend tanzen und feiern, um sich über Kälte und Hunger hinwegzuhelfen, sucht Mimì Rodolfo kurz vor ihrem Tod ein letztes Mal auf.
Puccini zeichnet in seiner zweiten großen Erfolgsoper nach »Manon Lescaut« ein ausgefeiltes Bild der Großstadt Paris, das realistische Alltagsszenerien mit dem subjektiven Blick der Künstler auf ihre Umwelt sowie impressionistischen Schilderungen eines kargen, kalten Winterambientes kunstvoll verwebt. Dabei hat die Form der Oper experimentellen Charakter: Statt einer durchgängigen Erzählung finden sich einzelne situative Bilder aneinandergereiht, die in ihrer Direktheit einen schonungslosen Blick auf die Protagonisten eröffnen. Mit »La Bohème« eröffnen wir die Spielzeit mit einem der bekanntesten Stücke der Opernliteratur, das in der Übereinstimmung des erzählten Konflikts – dem Zerbrechen einer Liebe an äußeren Umständen – mit seiner künstlerischen Ausgestaltung bis heute als wegweisend für das Musiktheater gelten kann.

Bettina Bruinier inszenierte bereits mehrfach Oper und Schauspiel, u.a. an der Semperoper Dresden, dem Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Theater Berlin. Von 2009 bis 2011 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Nach »Kabale und Liebe« ist »La Bohème« ihre zweite Arbeit am DNT.

In Zusammenarbeit mit dem Chor der schola cantorum weimar 
(Einstudierung: Cordula Fischer)

 

Massimo Zanetti, Martin Hoff, Stefan Solyom (Musikalische Leitung)
Bettina Bruinier (Regie)
Volker Thiele (Bühne)
Mareile Krettek (Kostüme)
Bahadir Hamdemir (Video)
Martina Stütz (Dramaturgie)
Markus Oppeneiger, Tobias Kruse (Choreinstudierung)

Besetzung

Artjom Korotkov, Jaesig Lee (Rodolfo)
Sebastian Campione, Bjørn Waag (Schaunard)
Alik Abdukayumov, Uwe Schenker-Primus (Marcello)
Sebastian Campione, Daeyoung Kim (Colline)
Günter Moderegger, Chang-Hoon Lee (Benoit)
Heike Porstein, Johanni van Oostrum (Mimi)
Steffi Lehmann, Elisabeth Wimmer (Musetta)
Marko Kürsten, Jong-Kwueol Lee (Parpignol)
Andreas Koch (Alcindoro)
Nicolai Barowski, Andreas Koch (Sergeant)
Chang-Hoon Lee, Oliver Luhn (Zöllner)