20 | 08 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
03 | 10 | 14
Stückdauer
1 Std. 45 Min.
Alter
ab 14 Jahren

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Eine Tragikomödie von Kai-Ivo Baulitz nach J.M.R. Lenz

Hofmeister  //

Vorteile der Privaterziehung

»Die Schule ist unser aller gemeinsamer Garten, wir dürfen ihn nicht verwildern lassen.«

 

Lenz´ Stück »Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung« ist das scharfsinnigste Stück aller Zeiten zu Erziehungsfragen und die erste Tragikomödie der Literaturgeschichte. Kai-Ivo Baulitz hat sie sich neu vorgenommen, hat sie aktualisiert und adaptiert. Der Rest ist Lenz. Und gar nicht mehr so historisch:

Läuffer hat einen Studienabschluss, aber keinen Job, denn an der öffentlichen Schule herrscht Einstellungsstopp. Unterbezahlt und in den Arsch getreten, bereitet er als Nachhilfelehrer Auguste, die Tochter einer ehrgeizigen Oberschichtsmajorin, auf den beruflichen Wettbewerb vor. Fritz will Karriere machen, studiert, und vernachlässigt darüber die Liebe seines Lebens: Auguste. Läuffer, Angestellter zwar, aber auch Mensch, schwängert das ihm anvertraute Elitekind, haut ab ohne Alimente zu zahlen, findet Unterschlupf bei Wenzeslaus, dem letzten Lehrer aus Leidenschaft, und denkt um. Auguste taucht ab und Fritz gerät mit dem Wolfspelz tragenden Hipster Pätus auf die schiefe Bahn. Doch sie sind jung und nur etwas verzogen – noch ist nicht alles verloren.

Wer das alles nicht versteht, sind die Eltern, die vom Babyschwimmen bis zu den Extrabildungsausgaben wirklich alles richtig gemacht haben.

 

Enrico Stolzenburg (Regie)
Katrin Hieronimus (Bühne)
Julie Paucker (Dramaturgie)
Carolin Schogs (Kostüme)
Kirsten Reese (Klanggestaltung)
Bahadir Hamdemir (Video)

Besetzung

Christoph Heckel (Wenzeslaus)
Bastian Heidenreich (Pätus)
Sebastian Kowski (Herr von Berg, Geheimer Rat)
Roswitha Marks (Frau Blitzer)
Günter Moderegger (Graf Wermuth)
Nora Quest (Gustchen)
Nadja Robiné (Die Majorin)
Fridolin Sandmeyer (Läuffer, ein Hofmeister)
Tobias Schormann (Fritz von Berg)