20 | 10 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
31 | 01 | 15
Stückdauer
2 Std. 30 Min.
Alter
ab 14 Jahren

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Texte

Giuseppe Verdi

Die Räuber (I Masnadieri) //

Oper in vier Akten nach Schillers Drama

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung rechten Gedankenguts und zunehmender Ge­walt gegen Flüchtlinge und Asylbewerber haben wir uns entschlossen, Volker Löschs viel beachtete Inszenierung der Verdi-Oper »I Masnadieri« nach Schillers Stück »Die Räuber« wieder aufzunehmen.

In der Inszenierung begleiten Texte und Bilder aus einer brisanten Recherche die Opernhandlung wie eine zweite Spur: Wir gingen der Frage nach, wie Hass und Gewalt inmitten unserer demokratischen Gesellschaft entstehen und unterhielten uns mit Vertretern eines gemäßigten bis radikalen und gewaltbereiten rechten Spektrums in Thüringen. 

 

Franz will die absolute Macht und er will sie alleine – zu diesem Zweck diskreditiert er seinen Bruder Karl beim Vater Moor. Karl, dem damit die Heimkehr unmöglich wird, gründet eine Räuberbande und überzieht das Land mit Gewalt. Seine Verlobte Amalia ist nun Franz ausgeliefert. Als Karl entdeckt, dass Franz auch noch den Vater ins Grab bringen will, kehrt er voller Rachegedanken zurück, die blutdürstigen Räuber hinter sich.

Verdi und sein Librettist Andrea Maffei liefern eine eigenständige Interpretation des berühmten Schiller-Dramas. Schon zur Entstehungszeit des Stückes warfen angepasstere Geister Schiller vor, in seinen »Räubern« monströse Charaktere erschaffen zu haben. Verdi geht noch weiter und vergrößert das Typenhafte der Figuren: Bosheit, Hass, Trauer und eruptive Gewalt erwachsen aus einer mit präziser musikalischer Geste ausformulierten Einsamkeit. Fragt man nach der Quelle von Gewalt, so gibt Verdi eine mögliche Antwort: Wo Menschen unfähig sind, sich einander mitzuteilen, entsteht eine Leere und Sinnlosigkeit, die mit körperlicher und seelischer Grausamkeit ausgefüllt wird.

Das Programmheft zum Download finden Sie hier
 

 

Die Räuber (I Masnadieri)

 

Live-Mitschnitt der Matinee »Freiheit ist bei der Macht allein« am 18.01.2015 mit Volker Lösch, Hellmut Seemann und Hasko Weber, Moderation Dirk Pilz

 

Volker Lösch (Regie)
Carola Reuther (Bühne)
Cary Gayler (Kostüme)
Markus Oppeneiger (Chor)
Bahadir Hamdemir (Video)
Hans-Georg Wegner / Julie Paucker (Dramaturgie)

Besetzung

Daeyoung Kim / Sebastian Campione (Maximilian)
Jaesig Lee / Hector Lopez (Karl)
Alik Abdukayumov (Franz)
Heike Porstein (Amalia)
Artjom Korotkov / Jörn Eichler (Hermann)
Alexander Günther / Jörn Eichler (Roller)