17 | 10 | 17

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Werke von Franz Schreker, Karl Goldmark, Anton Webern, Morton Gould

2. Sinfoniekonzert 2014/15 //

Dirigent: Stefan Solyom
Solist: Alena Baeva, Violine

 

Morton Gould Spirituals for String Choir and Orchestra
Karl Goldmark Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 28
Anton Webern Sinfonie op. 21
Franz Schreker Vorspiel zu einem Drama (»Die Gezeichneten«) für großes Orchester

 

Entstanden in einem Zeitraum von rund 70 Jahren im Umfeld des Fin de siècle, stellen alle vier Orchesterwerke im 2.Sinfoniekonzert Pionierstücke der musikalischen Moderne dar, die gleichsam klassische Klang- und Formelemente verwenden.

Franz Schreker komponierte sein »Vorspiel« aus Teilen seiner vierten großen Oper »Die Gezeichneten«. Sie erzählt die Ereignisse um einen reichen Edelmann, der auf einer Insel einen Liebespalast unterhält. Mystik und Erotik kennzeichnen auch den luxurierenden Orchesterklang des »Vorspiels«: In schillernden Akkorden, harmonischer Fluktuation und schwebend-einfühlsamen Melodien gelingt es Schreker, ein noch der Spätromantik verhaftetes Klangbild kunstvoll zu überhöhen.

Das Konzert für Violine und Orchester des ungarischen Komponisten Karl Goldmark zeichnet sich durch eine virtuose Verbindung aus Marsch- und Polonaise-Figuren sowie Violinsoli aus, die Goldmarks Gabe der lyrischen Melodie so unmittelbar aufleuchten lassen.

Anton Webern verfolgte in seiner Sinfonie op. 21 die Vision einer »klingenden Ordnung«: Sein Tonmaterial wählte er nach dem Prinzip der »Komposition mit zwölf nur aufeinanderbezogenen Tönen«, das trotz der Komplexität durch Ruhe und Festigkeit besticht.

Seine »Spirituals« schrieb der US-amerikanische Komponist Morton Gould als Hommage an die afro-amerikanische Kultur in seinem eigenen Land. Auch wenn keine geistliche Musik aus diesem Kulturkreis direkten Eingang fand, erklingen durchweg Anspielungen auf Blues, Folklore und Tanzmusik.