17 | 10 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
31 | 10 | 14
Stückdauer
4 Std. 15 Min.
Alter
ab 16 Jahren

Termine

Anfahrt

Fotos

Texte

Richard Strauss

Der Rosenkavalier //

Komödie für Musik in drei Aufzügen · Libretto von Hugo von Hofmannsthal

 

»Meine Arbeit fließt wie die Loisach – ich komponiere alles mit Haut und Haar.«

 

Im Jahr des 150. Geburtstags von Richard Strauss darf in Weimar eine Neuinszenierung seines »Rosenkavaliers« nicht fehlen, einem Werk, das eben an diesem Ort in den Köpfen Hugo von Hofmannsthals und Harry Graf Kesslers entstand: »Die Gestalten waren da und agierten vor uns: der Buffo, der Alte, die Junge, die Dame, der ­Cherubin.« Tatsächlich schwebte Strauss und Hofmannsthal eine Opera buffa im Stil eines Mozartschen Singspiels vor, für beide eine erste Annäherung an das komische Genre. Es gelingt ein Zeitbild des Wien von 1740, »einer ganzen Stadt mit ihren Ständen, die sich gegeneinander abheben und miteinander mischen, mit ihrem Zeremoniell, ihrer sozialen Stufung, ihren nach den Ständen verschiedenen Sprechweisen, mit der geahnten Nähe des großen Hofes.«

Erzählt wird eine Verwechslungskomödie, in deren Zentrum die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg mit ihren Reflektionen über die Vergänglichkeit des Lebens als große moralische Instanz steht. Sie entsendet ihren jugendlichen Liebhaber Octavian, um als Brautwerber für ihren lüsternen Vetter Baron Ochs auf Lerchenau aufzutreten, in dessen Namen er der Braut Sophie eine silberne Rose überreicht. Doch die beiden verlieben sich ineinander. Erst eine Intrige vermag, das wahre Gesicht des Baron Ochs zu enttarnen und das junge Paar zu vereinen. Am Ende gibt eine großmütige Feldmarschallin ihren Liebhaber frei: »Hab mir´s gelobt, ihn lieb zu haben in der richtigen Weis´.«

Die 1911 in Dresden uraufgeführte »Komödie für Musik« erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Die Weimarer Neuinszenierung liegt in den Händen Vera Nemirovas, die mit Inszenierungen für die Staatsoper Berlin, die Oper Frankfurt (»Ring des Nibelungen«), die Wiener Staatsoper und die Salzburger Festspiele zu den erfolgreichsten Regisseurinnen der Gegenwart zählt.

 

Audiodeskriptive Vorstellung am 17.10.2015

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e.V. präsentieren das Deutsche Nationaltheater Weimar und der Verband erstmals in Thüringen eine barrierefreie Opernaufführung für blinde und sehbehinderte Menschen.

Audiodeskription vermittelt durch knappe präzise Beschreibungen das Geschehen auf der Bühne. Die Zusatzkommentare werden in ausgewählten Gesangspausen live eingesprochen, das blinde Publikum empfängt die Information mittels Audioguide oder via App (und Kopfhörern). Eine Bühnenführung ermöglicht den nicht-sehenden Besuchern vor der Aufführung einen sinnlich-taktilen »Blick« hinter die Kulissen. Die kostenlosen Führungen finden am 17.10.2015 um 16.00, 16.20, 16.40 und 17.00 Uhr mit je max. 20 Personen statt, Anmeldungen über den Blinden- und Sehbehindertenverband.

Die Erstellung der Audiodeskription und die Live-Einsprache realisiert audiodeskript A. Nicolai & A. Fichert GbR

 

Stefan Solyom (Musikalische Leitung)
Vera Nemirova (Regie)
Tom Musch (Bühne und Kostüme)
Kathrin Kondaurow (Dramaturgie)
Tobias Kruse (Choreinstudierung)

Besetzung

Larissa Krokhina (Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg)
Dirk Aleschus (Der Baron Ochs von Lerchenau)
Sayaka Shigeshima (Octavian)
Uwe Schenker-Primus / Bjørn Waag (Herr von Faninal)
Steffi Lehmann / Elisabeth Wimmer (Sophie)
Heike Porstein  (Jungfer Marianne Leitmetzerin)
Jörn Eichler / Alexander Günther (Valzacchi)
Andreas Koch / Chang-Hoon Lee (Ein Polizeikommissar / Ein Notar)
Marko Kürsten / Jens Schmiedeke (Der Haushofmeister bei Feldmarschallin)
Alexander Günther / Klaus Wegener (Ein Wirt)
Jong-Kwueol Lee (Der Haushofmeister bei Faninal)
Jaesig Lee (Ein Sänger)