17 | 12 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
07 | 11 | 15
Stückdauer
1 Std. 50 Min.

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Friedrich Dürrenmatt

Romulus der Große //

Eine ungeschichtliche historische Komödie in vier Akten

»Die Gerechtigkeit ist etwas Fürchterliches«

Dass die Verweigerung, Politik zu machen, durchaus wirkungsvolle Politik sein kann – diesen Beweis will der römische Kaiser Romulus antreten. Indem er sich seinen Hühnern und ihrer Legekapazität widmet und alle scheinbar dringend anstehenden Entscheidungen entweder aussitzt oder unterläuft, hofft er, ein System abzuschaffen, an dessen Zukunftsfähigkeit er schon lange nicht mehr glaubt. Stattdessen will er Rom den anrückenden Germanen überantworten und ist immun gegen jede Form vaterländisch-kriegerischer Argumentation, egal wer sich darin versucht. Doch als dann zu guter Letzt der teutonische Erzfeind Odoaker eintrifft, sieht sich Romulus vor gänzlich neue Entscheidungen gestellt.

Dürrenmatt erschafft eine Endzeitkomödie, in der Romulus ein weiser Narr von Shakespearschem Format ist. ­Obwohl schon 1949 geschrieben, nach einer Jahrhundertkatastrophe und im ­Angesicht der sich neu zuspitzenden Situa­tion zwischen den politischen ­Lagern, hat sein Entwurf auch 66 Jahre später keine Patina angesetzt. Im Gegenteil: Auf die Frage, wie und wohin wir unsere ­Geschicke wenden wollen, gibt ­Dürrenmatt eine erstaunliche Antwort.

Regie führt Thomas Dannemann, dessen Inszenierung von Dostojewskis »Schuld und Sühne« zu den wichtigen Arbeiten der Spielzeit 2013 / 2014 zählte.

 

Thomas Dannemann (Regie)
Heike Vollmer (Bühne)
Jana Findeklee (Kostüme)
Vincent Hammel (Musik)
Bahadir Hamdemir (Video)
Beate Seidel (Dramaturgie)

Besetzung


Ingolf Müller-Beck (Romulus)
Nadja Stübiger (Julia, seine Frau)
Nora Quest (Rhea, seine Tochter)
Elke Wieditz (Achilles, Diener)
Christoph Heckel (Pyramus, Diener / Cäsar Rupf, Hosenfabrikant)
Julius Kuhn (Spurius Mamma)
Krunoslav Šebrek (Apollyon / Ämilian)
Dascha Trautwein (Mares)
Fridolin Sandmeyer (Tullius Rotundus)
Max Landgrebe (Zeno)
Sebastian Kowski (Odoaker)
Vincent Hammel (Live-Musik)