20 | 10 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
06 | 02 | 16
Stückdauer
2 Std. 30 Min.
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Carl Maria von Weber

Der Freischütz //

Ihre Aufführungsgeschichte machte diese Oper zu der maßgeblichen ›Nationaloper‹ Deutschlands. »Der Freischütz«, 1821 in Berlin uraufgeführt, entstand unter dem Eindruck der Befreiungskriege gegen die napoleonische Besatzung und in einem Klima, in dem der Wunsch nach kultureller Identität in Deutschland erstarkte. Doch was ist so ›deutsch‹ an dieser Oper? Sie spielt unter Jägern und Landleuten, in einem Wald; Max muss bei einem Probeschuss treffen um seine Verlobte Agathe und dazu das prestigeträchtige Forsthaus zu gewinnen. Er steht unter Druck, da er in den letzten Wochen kein Glück beim Jagen hatte. Kaspar, der selbst dem Teufel in Gestalt Samiels seine Seele vermachte, bietet einen Ausweg: Freikugeln, von denen sechs nach Wunsch des Schützen treffen, die siebente aber vom Teufel gelenkt wird.

Carl Maria von Weber und sein Librettist Friedrich Kind verlegten die Handlung in die Zeit nach dem 30-jährigen Krieg – eine Zeit, in der die christliche Religion in brutalen Machtkämpfen ihre finstersten Seiten offenbarte. Die gesellschaftlichen Verhältnisse waren instabil. Die vom Krieg traumatisierten Menschen waren die Gewalt und die dunkle Kraft des Aberglaubens als Lösung von Problemen gewohnt.

Die Regisseurin Andrea Moses versetzt zusammen mit dem Bühnenbildner Jan Pappelbaum und Kostümbildner Christian Wiehle die Handlung in eine imaginäre Zukunft, in der Menschen um ihr Überleben kämpfen und um einen Platz im privilegierten Forsthaus konkurrieren.

Andrea Moses, die in Weimar bereits mit ihren Inszenierungen von »Chowanschtschina« und »Turandot« zu erleben war, inszenierte nach ihrer Tätigkeit als Chefregisseurin am Staatstheater Stuttgart zuletzt an der Staatsoper Berlin »Die Meistersinger« in Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Daniel Barenboim.

 

Martin Hoff / Christoph Gedschold / Georg Fritzsch (Musikalische Leitung)
Andrea Moses (Regie)
Jan Pappelbaum (Bühne)
Christian Wiehle (Kostüme)
Bahadir Hamdemir (Video)
Paul Hauptmeier / Martin Recker / Sergio Valencia (Elektroakustische Klanggestaltung)
Hans-Georg Wegner / Thomas Wieck (Dramaturgie)

Besetzung

Alik Abdukayumov / Uwe Schenker-Primus (Ottokar, böhmischer Fürst)
Sebastian Campione / Andreas Koch (Cuno, fürstlicher Erbförster)
Larissa Krokhina / Heike Porstein (Agathe, seine Tochter)
Steffi Lehmann / Caterina Maier (Ännchen, eine junge Verwandte)
Uwe Schenker-Primus / Bjørn Waag (Caspar, 1. Jägerbursche)
Heiko Börner / Alexander Günther (Max, 2. Jägerbursche)
Daeyoung Kim (ein Eremit)
Chao Deng (Kilian, ein reicher Bauer)
Susann Günther / Mirjam Meinhold / Susanne Polifka / Arianna Ballotta / Silvia Schneider / Katrin Niemann (Vier Brautjungfern)
Nahuel Häfliger (Samiel, der schwarze Jäger)