18 | 10 | 17

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Werke von Johannes Brahms

3. Sinfoniekonzert 2015/16 //

Dirigent: Marek Janowski
Solistin: Marina Prudenskaya (Mezzosopran)
MDR Rundfunkchor Leipzig

 

Johannes Brahms
Nänie op. 82 · Schicksalslied op. 54
Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Orchester op. 53
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

 

»Auch das Schöne muss sterben!« – und deswegen begleitet man es auf seinem letzten Weg am besten mit einem Trauergesang, im antiken Rom als ­Nänie bezeichnet. Johannes Brahms vertonte Friedrich Schillers »Nänie« in lichtem Dur – denn »Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich«. ­Schillers ab­strakte Beschäftigung mit dem Tod passt genau zu Brahms versöhn­lichem und tröstendem Umgang mit diesem Thema. Auch das Schicksalslied nach einem ­Gedicht aus Friedrich ­Hölderlins Briefroman ­»Hyperion« entspricht dieser Haltung. Brahms versieht Hölderlins hoffnungsloses Ende »Zu Klippe geworfen, Jahrlang ins Ungewisse hinab« mit einem positiven Orchesternachspiel, das ­Hölderlin direkt zu korrigieren scheint. Von Liebe erfüllt sind die ­»Alt-Rhapsodie«, zurückgehend auf Goethes »Harzreise im Winter«, und Brahms dritte, seine »Wiesbadener«-­Sinfonie. Aufgeladen mit Schwärmereien zu unerreichbaren Frauen im Leben des Einzelgängers Johannes Brahms ist erstere voller Gram, letztere unbeschwert und heiter.