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Sinfonie Nr. 8 von Anton Bruckner

5. Sinfoniekonzert 2015/16 //

Dirigent: Oleg Caetani

Anton Bruckner Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

 

Seine Stellung in der Musikgeschichte verdankt Anton Bruckner heute vor allem seinen neun Sinfonien, obwohl er mit diesen zu Lebzeiten in die Schusslinie des Streits zwischen Neudeutschen und Konservativen geriet. Er war zwar ein großer Verehrer Wagners, vertrat mit seinen Sinfonien aber eigentlich das Konzept absoluter Musik, und verhalf dieser Gattung zu einer Weiterentwicklung, die vor allem von seinen Erfahrungen als Orgelmusiker ausgeht. Drei Jahre lang arbeitete Anton Bruckner an der ersten Fassung seiner 8. Sinfonie, und bekam als Reaktion des Dirigenten Hermann Levi Unverständnis zurückgespielt, so dass Bruckner sie einer umfassenden Revision unterzog. Erklärende Worte wie »Totenuhr« zur Coda des 1. Satzes, »der deutsche Michel träumt ins Land hinaus« zum Scherzo und »Dreikaisertreffen« zum Finalsatz hat Bruckner im Nachhinein hinzugefügt. Die 8. Sinfonie ist mit 80 Minuten sein monumentalstes Werk und die erste Sinfonie dieses Ausmaßes.