16 | 12 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
15 | 10 | 16
Stückdauer
2 Std. 45 Min.
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Gioachino Rossini

Die Italienerin in Algier (L’ italiana in Algeri) //

Komische Oper in zwei Akten · Text von Angelo Anelli

Mustafa, Bey von Algier, ist seiner Hauptfrau Elvira überdrüssig und wünscht sich eine italienische Frau, weil er über Italienerinnen so viel Aufregendes gehört hat. Per Zufall bekommt er die schöne Isabella an den Strand gespült. Nach ebenso komischen wie erfolglosen Balzmanövern um die mit allen Künsten der Verführung vertraute Isabella, findet er am Ende zu seiner Elvira zurück. Isabella dagegen trifft am Hof des Bey ihren geliebten Lindoro wieder. Die beiden beschließen, in ihr Heimatland zurück zu fliehen, indem sie, geschickt die Schwächen des eitlen Mustafa ausnutzend, diesem einen Streich ­bester Sorte spielen. Und dann wären noch an Taddeo, einem etwas ungeschickten Verehrer Isabellas, die Folgen notorischer Eifer­sucht zu studieren.

Das italienische Publikum genoss es zu Rossinis Zeiten, sich über die scheinbaren Vorzüge der eigenen Kultur zu verständigen. Und es teilte die Liebeserklärung des Komponisten an das Temperament der italienischen Frauen.

Für Rossini gab diese Komödie Anlass zu mitreißender, virtuoser Musik: Mal leidenschaftliche Melodie, mal auftrumpfende Hymne, mal betäubendes Feuerwerk. Verblüfft stellte er nach der stürmisch gefeierten Uraufführung fest: »Ich dachte, die Venezianer würden mich für verrückt halten, nachdem sie meine Oper gehört hatten. Es stellte sich aber heraus, dass sie noch verrückter sind als ich.«

Was macht uns Menschen trotz aller Eitelkeiten und Schwächen zum ›liebenden Tier‹? Schauen wir, ob sich diese Frage mit den Mitteln der Oper beantworten lässt …

Regisseur Tobias Kratzer inszenierte in Weimar »Lohengrin«, arbeitete in Leipzig, Bremen, Karlsruhe, Nürnberg, in der Schweiz, Frankreich, Schweden und Estland und wird 2019 den »Tannhäuser« in Bayreuth auf die Bühne bringen. 

 

Dominik Beykirch (Musikalische Leitung)
Tobias Kratzer (Regie)
Rainer Sellmaier (Bühne und Kostüme)
Bahadir Hamdemir (Video)
Hans-Georg Wegner (Dramaturgie)
Markus Oppeneiger (Choreinstudierung)


Besetzung


Uwe Schenker-Primus (Mustafa)
Caterina Maier (Elvira)
Kathrin Filip / Anna Harvey (Zulma)
Daeyoung Kim (Haly)
Milos Bulajic (Lindoro)
Tamara Gura / Sayaka Shigeshima (Isabella)
Alik Abdukayumov (Taddeo)