18 | 10 | 17

Spielplan

Großes Haus
Premiere
29 | 05 | 14
Stückdauer
2 Std. 45 Min.

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Ernst Krenek

Jonny spielt auf //

Oper in zwei Akten · Libretto vom Komponisten

„Und denkt daran, das ganze Leben ist ein Spiel.“

 

Jazzoper als Zeitporträt: Wie kein anderes Werk gilt Ernst Kreneks vierte Oper »Jonny spielt auf«, die 1927 in Leipzig uraufgeführt wurde, als Prototyp der Zeitoper. Sie atmet das Lebensgefühl der zwanziger Jahre, den Zweifel, den Umbruch, aber gleichzeitig auch die Faszination für alles Neue, das unaufhaltsame Tempo des Maschinenzeitalters. Alles erscheint in Bewegung, die Zeit steht nie still. Auch auf Kosten der Protagonisten, die erst lernen müssen, sich in ihrer neuen Gegenwart zu orientieren. So der Komponist Max, der wie ein Relikt einer vergangenen Zeit in die Einsamkeit flüchtet. Die Sängerin Anita vermag ihn durch ihre Liebe wieder an das Leben zu binden. Doch das dünne Fundament ihrer Beziehung droht zu brechen, als Anita verspätet von einer Gastspielreise aus Paris zurückkehrt. In Paris, dem europäischen Ort der Freiheit, hat Anita den Geigenvirtuosen Daniello kennen gelernt und eine romantische Nacht mit ihm verbracht. Jonny, der farbige Jazzmusiker der Pariser Hotelband, nutzt diese Gelegenheit, um Daniellos kostbare Amati-Geige zu stehlen. Eine groteske Jagd nach der Geige beginnt, an deren Ende Jonny und sein Jazz triumphieren: Er spielt mit der Amati-Geige auf einer in eine Weltkugel verwandelten Bahnhofsuhr zum Tanz auf – zum Zeichen dafür, dass tatsächlich eine neue Zeit herangebrochen ist.


Kreneks »Jonny spielt auf« in der Inszenierung von Frank Hilbrich bildete in der Spielzeit 2013/14 den Auftakt der Musiktheater-Reihe »Oper der Zwanziger Jahre«. Frank Hilbrich lehrt an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und in Basel, er inszenierte zuletzt an der Staatsoper Hannover, am Staatstheater Mainz, am Theater Freiburg Wagners »Ring« (nominiert als Aufführung des Jahres in der Opernwelt), »Lohengrin« und »Parsifal« sowie am Theater Bremen Künnekes »Der Vetter aus Dingsda« sowie Brittens »The Turn of the Screw«.

 

Martin Hoff (Musikalische Leitung)
Frank Hilbrich (Regie)
Volker Thiele (Bühne)
Gabriele Rupprecht (Kostüme)
Kathrin Kondaurow (Dramaturgie)

Besetzung

Alexander Günther (Der Komponist Max)
Larissa Krokhina (Die Sängerin Anita)
Krister St. Hill (Der Jazzband-Geiger Jonny)
Bjørn Waag (Der Violinvirtuose Daniello)
Steffi Lehmann (Das Stubenmädchen Yvonne)
Sebastian Campione, Daeyoung Kim (Der Manager)
Artjom Korotkov (Der Hoteldirektor)
Detlef Koball, Jens Schmiedeke (Ein Bahnangestellter)
Günter Moderegger, Klaus Wegener (1. Polizist)
Chong Ken Kim, Yong Jae Moon (2. Polizist)
Oliver Luhn, Frank Uhlemann (3. Polizist)