23 | 10 | 17

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Werke von Franz Liszt und Anton Bruckner

5. Sinfoniekonzert 2013/14 //

 

Franz Liszt „Vexilla regis prodeunt“. Hymne für Orchester
Franz Liszt Zwei Franziskus-Legenden für Orchester
Anton Bruckner Sinfonie Nr. 2 c-Moll

 

Der geistvolle Konstrukteur Bruckner und der dramatische Erzähler Liszt? In der Tat offenbart sich in diesem Sinfoniekonzert die ganze Bandbreite spätromantischer Orchesterkunst. Bruckner vertiefte in seiner Zweiten – die angesichts der schluchtenartigen Einbrüche zwischen wuchtigen Klangbildern auch
»Pausensinfonie« genannt wird – jene persönlichen Errungenschaften, für die seine Sinfonik bis heute steht: das weitgespannte Wachsen der Klanggestalt aus dem Nichts, die dichte Verknüpfung der Themen und die klanggewaltige polyphone Gestaltungskunst. Keine Frage, dass die verkopfte Eigenart der Sinfonie Liszt befremdete. In seinen Franziskus-Legenden verzichtet er 1863 fast vollständig auf die Bruckner so wichtigen kompositorischen Strukturen und konzentriert sein Musizieren ganz auf die feinsinnige atmosphärische Nachempfindung der Mythen um den Heiligen Franziskus. Das »Vexilla regisprodeunt«, jenen Höhepunkt christlich-lateinischer Hymnenkomposition, bearbeitete Liszt für Klavier solo, in einer klangsinnlichen Orchesterfassung sowie schließlich als Einleitung seines monumentalen Chorwerks »Via crucis«.
 
Einführung 18.45 Uhr im Flügelsaal I (Weimarhalle)
 
Martin Haselböck (Dirigent)