21 | 10 | 17

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Festkonzert zum 150. Geburtstag von Richard Strauss //

 

Richard Strauss „Don Juan“. Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20
Richard Strauss Orchesterlieder „Zueignung“ op. 10/1 · „Die heiligen drei Könige aus Morgenland“ op. 56/6 · „Ich wollt ein Sträußlein binden“ op. 68/2 · „Heimkehr“ op. 15/5 · „Cäcilie“ op. 27/2 · „Befreit“ op. 39/4
Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“. Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche op. 30

Stefan Solyom (Dirigent)
Johanni van Oostrum (Sopran)

»Hinaus und fort nach immer neuen Siegen, solang der Jugend Feuerpulse fliegen!« Kein Motto hätte passender sein können als diese Zeilen aus dem frisch komponierten »Don Juan«, als Strauss sich 1889 auf den Weg zu seinem Kapellmeister-Engagement nach Weimar machte. Auf dem Terrain der ›Programmmusik‹ hatte er bereits furios die Nachfolge des großen Zauberers und Verzauberers Liszt angetreten – jetzt sollte ihm dies auch am Pult der Weimarischen Hofkapelle gelingen. Mit dem brillant instrumentierten »Don Juan« »entfesselte [Strauss] einen für Weimar ziemlich unerhörten Beifallssturm«, dem weitere Triumphe sowie lehrreiche Erfahrungen vielerlei Art folgen sollten, ehe der junge Überflieger 1894 zu neuen Ufern aufbrach. Als Strauss 1898 seinen »Zarathustra« komponierte, war er längst zum »Schöpfer von Heldengestalten« (Romain Rolland) geworden – ein Freigeist, der Nietzsche nicht nur vertonte, sondern ihn aus ureigenem Blickwinkel interpretierte. Nicht jeder fand das angemessen, doch von Gegenwind hat Strauss sich bis ins hohe Alter nicht abschrecken lassen.

Lieder – besonders solche, in denen ein Orchester klangzaubernd die Stimme umschmeichelt – komponierte er sein ganzes Leben lang. Inspiriert hat ihn dazu vor allen anderen die Sopranistin Pauline de Ahna, die ihm als Schülerin nach Weimar gefolgt war, hier den Grundstein ihrer Karriere legte und die 1894 Strauss’ Frau wurde. Die Weimarer Presse attestierte Pauline »musikalische Intelligenz, feuriges Temperament und dramatisches Talent«; Strauss’ Lieder fordern all dies mit Verve ein – und darüber hinaus eine tief verinnerlichte Gestaltungskunst.

Für die Staatskapelle Weimar ist Strauss ein purer Glücksfall – einer, der den Klangcharakter des Orchesters bis heute prägt und dessen Musik uns zu immer neuen Höhenflügen herausfordert. Vielen Dank und Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Richard Strauss!