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Großes Haus

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mit Musik von Aaron Copland, John Adams, Edward MacDowell, George Gershwin, Leonard Bernstein, Christopher Rouse und Leroy Anderson

»Got Rhythm?« Musik aus dem wilden Westen //

Schülerkonzert ab Klasse 9

Ende des 19. Jahrhunderts holten die Amerikaner den Böhmen Antonín Dvořák über den großen Teich, damit er ihrem Komponistennachwuchs beibringe, wie man ›national‹ komponiert. Dvořák machte sich begeistert ans Werk, sammelte Negro Spirituals und Indianergesänge, an denen sich, wie er meinte, eine echt ›amerikanische‹ Musik ein Beispiel nehmen müsse. Doch viele junge Amerikaner konnten sich mit der Musik der Schwarzen und der Indianer überhaupt nicht identifizieren – sie stammten nicht von ihnen ab und meinten ohnehin, eine Musik, die den ›american way of life‹ widerspiegle, sei keine Frage der Quellenforschung, sondern eine der Stimmung und des Lebensgefühls. Aber Dvořák hatte einen Stein ins Rollen gebracht, und nachdem sie sich an seinem Materialfundus abgearbeitet hatten, begannen die Amerikaner allmählich, ihre eigenen Melodien und Klänge zu finden. Sie komponierten wie sie fühlten, zwischen Aufbruchsstimmung und Heimweh, zwischen Vitalität und Melancholie. Sie erfanden den Blues und den Jazz, sie komponierten für den Film und die Musicalbühne und begeisterten mit ihren mitreißenden Ideen bald die ganze Welt. Amerika auf der Suche nach einer amerikanischen Musik – und wir sind dabei!

Es tanzen Kinder und Jugendliche der TANZWERKSTATT Weimar.

 

Martin Hoff (Dirigent)