24 | 09 | 17

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Eröffnungskonzert der 2. Liszt-Biennale Thüringen //

Franz Liszt: »Les Préludes«. Sinfonische Dichtung
Richard Wagner: Vorspiel und Liebestod aus »Tristan und Isolde«
Franz Liszt: Zwei Episoden aus Lenaus »Faust« S 110
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

Vom 31. Mai bis 5. Juni 2017 geht die Liszt-Biennale in die zweite Runde, wenn unter Federführung der Deutschen Liszt-Gesellschaft die Wirkungsstätten des illustren Weltbürgers in Thüringen klingend erlebbar gemacht werden. Die Staatskapelle Weimar, die als weltweit einziges »Liszt-Orchester« durch seine Weimarer Hofkapellmeister-Jahre eine bis heute wirkende Prägung erfuhr, eröffnet die Festwoche mit einem hochkarätigen Programm.

Aus der Feder des Meisters kommen die Sinfonische Dichtung »Les Préludes« sowie zwei »Faust-Szenen« zur Aufführung, die sich mal nicht an Goethe, sondern an der rustikaleren Dramenfassung Lenaus orientieren und für das Ideal einer Sinfonik aus dem Geist der Poesie stehen. Dazwischen erklingt das Vorspiel und Liebestod aus »Tristan und Isolde« von Richard Wagners, dem Liszt in Weimar mehrfach Unterschlupf und Aufführungsmöglichkeiten bot. Beethovens 5. Klavierkonzert repräsentiert virtuose pianistische Kunst, deren eng verzahnter Dialog mit dem ­Orchester symbolisch auch für die Rolle des Individuums in der Gesellschaft steht.
 



Unsere Empfehlung für Sie:

Meine Herren, spielen Sie doch etwas blauer!
Franz Liszt in Weimar
Eine musikalisch-literarische Collage

04.06.2017, 20.00 Uhr im E-Werk  

mit Johanna Geißler, Sebastian Kowski, Max Landgrebe und dem Duo »Cello Capriccioso«


Anlässlich der 2. Thüringer Liszt-Biennale widmen wir am  04.06. unserem einstigen Hofkapellmeister Franz Liszt den Abend »Meine Herren, spielen Sie doch etwas blauer!«. Im Zentrum der musikalisch-literarischen Collage steht dabei nicht nur der Virtuose und Tonschöpfer, der die Musik seiner Zeit prägte und die kleine Residenzstadt zu einem Anziehungspunkt für Musiker aus ganz Europa gemacht hat, sondern auch dessen maßstabgebende Haltung in politischen und kulturtheoretischen Fragen. Das rückwärtsorientierte, dem engstirnigen Klassikerkult verpflichtete 'Alt-Weimar' begegnetet Franz Liszts Visionen und seiner Offenheit für das Neue jedoch mit Skepsis und vertrieb den Künstler mit seinem engherzigen Moralismus zunächst aus der Stadt, um ihn Jahre später wie eine Ikone zu verehren. Mit verschiedenen Texten beleuchtet der Abend seine Wirkungszeit in Weimar, die als »Silbernes Zeitalter« in die Geschichte der Stadt eingegangen ist. Musikalisch bereichert wird die Lesung durch das Berliner Duo »Cello Capriccioso« (Pianistin Almut Kraußer-Vistel, Klavier und Cellist Douglas Vistel) mit selten gespielten und höchst virtuosen Cello-Werken von Chopin, Liszt, Popper und Wagner.

Kahchun Wong (Dirigent)
Enrico Pace (Klavier)
Melanie Diener (Sopran)