25 | 02 | 18

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Studiobühne
Premiere
14 | 12 | 2016
Duration
1 h 15 min

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Jörn Klare

Melken //

Er sitzt auf gepackten Koffer in seiner Wohnung. Das Dorf im Osten der Republik soll er verlassen und zu seiner Adoptivtochter in den Westen ziehen. Aber da gehört er nicht hin, findet er. Doch auch in seinem Dorf hat sich alles verändert. Die Heimat ist ihm schon lange abhanden gekommen, spätestens seit er seine Arbeit verloren hat, weil es keine Kühe mehr zu melken gibt. Und jetzt machen sich so viele Fremde im Dorf breit. Die sind ihm nicht geheuer, genauso wenig wie die paar Jungen, die geblieben sind und von den ›guten alten Zeiten unter Adolf‹ schwafeln. 

»Melken« ist das genaue soziale Psychogramm eines Menschen, der sich widerstandlos in drei Gesellschaftssysteme gefügt hat und am Ende erstaunt und ratlos vor der eigenen Biografie steht.

 

Wir zeigen »Melken« zusammen mit »Der Hals der Giraffe« von Judith Schalansky in einer Doppelvorstellung am 10.01. sowie am 13.02.2018. Zu der Vorstellung wie auch zu den Tickets gelangen Sie HIER.

 

Pressestimme

»In spartanisch sachlichem Gestus zeigt Weber die Psychogramme zweier aus der Zeit gefallener DDR-Fossile, Menschen wie du und ich. Ihre Seelen-Sektion erzeugt weder Mitleid noch Sympathie. Aber sie wirbt um Verständnis. So entspinnt sich ein nötiger, drangvoller dreistündiger Abend, der durch seine dramatische Verdichtung besticht. […] Während Jörn Klares Melker-Monolog stark von Stereotypen durchzeichnet ist, aber durch eine leitmotivische Struktur fasziniert, besticht Schalanskys Etüde mit geistreichen Zuspitzungen – bis hin zu Zynismen, die Windmüller genüsslich exerziert.«
(Thüringische Landeszeitung, 19.11.2017, Wolfgang Hirsch)

Hasko Weber (Regie)
Oliver Helf (Bühne)
Andrea Wöllner (Kostüme)
Beate Seidel (Dramaturgie)

Cast

Sebastian Kowski