Wittgensteins Neffe




Nach der gleichnamigen Prosa von Thomas Bernhard
„Eine Freundschaft“ – so untertitelt Thomas Bernhard seine 1982 erschiene Erzählung Wittgensteins Neffe. Er porträtiert hier seinen Freund Paul Wittgenstein, Wiener Original und Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein und dabei gleichzeitig sich selbst. Es ist die Geschichte von leidenschaftlichen Diskussionen über Musik, Theater und Kunst, von einem Leben in vollen Zügen, vom gegenseitigen Beschenken und vom Bezichtigen aller, die außerhalb dieser Freundschaft beider Männer stehen.
Die Musik ist Auslöser und ständiger Mittelpunkt der Freundschaft: Wortlos hören beide stundenlang Schallplatten von Mozart oder Beethoven unter freiem Himmel oder sie reisen, um einen Artikel über die Mozartsche Zaide in der Neuen Zürcher Zeitung zu finden, durch halb Oberösterreich, ... Die gleichzeitige Krankheit – Wittgenstein ist verrückt während Bernhard lungenkrank ist, – lässt sie ihre Freundschaft vertiefen. Doch Jahre später, als er dem vereinsamten und verarmten, sterbenskranken Freund begegnet, wechselt der Erzähler die Straßenseite...
Bernhard macht sich zum Zeugen der zwölfjährigen Sterbensgeschichte seines Freundes, mit großer Zärtlichkeit spricht er über Paul Wittgenstein, mit schonungsloser Offenheit von sich – und errichtet so dem Verratenen ein den Tod überdauerndes Denkmal.
Claudia Meyer wird diesen Prosatext Bernhards in seiner extrem musikalisierten Sprache mit zwei Schauspielern und zwei Musikern im e-werk erzählen und damit seine Technik der Spiegelung eines Menschen im Freund ins Zentrum rücken.
„Wer eine Spur Freundschaft für Bernhard empfindet, empfindet bei dieser Meyerschen Hommage an Wittgenstein ein, wie man nun weiß, irrsinniges Vergnügen.“ Wolfgang Hirsch / TLZ
Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.
Die Musik ist Auslöser und ständiger Mittelpunkt der Freundschaft: Wortlos hören beide stundenlang Schallplatten von Mozart oder Beethoven unter freiem Himmel oder sie reisen, um einen Artikel über die Mozartsche Zaide in der Neuen Zürcher Zeitung zu finden, durch halb Oberösterreich, ... Die gleichzeitige Krankheit – Wittgenstein ist verrückt während Bernhard lungenkrank ist, – lässt sie ihre Freundschaft vertiefen. Doch Jahre später, als er dem vereinsamten und verarmten, sterbenskranken Freund begegnet, wechselt der Erzähler die Straßenseite...
Bernhard macht sich zum Zeugen der zwölfjährigen Sterbensgeschichte seines Freundes, mit großer Zärtlichkeit spricht er über Paul Wittgenstein, mit schonungsloser Offenheit von sich – und errichtet so dem Verratenen ein den Tod überdauerndes Denkmal.
Claudia Meyer wird diesen Prosatext Bernhards in seiner extrem musikalisierten Sprache mit zwei Schauspielern und zwei Musikern im e-werk erzählen und damit seine Technik der Spiegelung eines Menschen im Freund ins Zentrum rücken.
„Wer eine Spur Freundschaft für Bernhard empfindet, empfindet bei dieser Meyerschen Hommage an Wittgenstein ein, wie man nun weiß, irrsinniges Vergnügen.“ Wolfgang Hirsch / TLZ
Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.















