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<title>Spielplan DNT RSS Feed</title>
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    <description>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar - RSS-Feed des Spielplans</description>
    <language>de-de</language>
    <copyright>DNT 2012</copyright>
    <pubDate>Thu, 23 Feb 2012 01:56:59 +0100</pubDate>
    
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		<title>23.02.2012, 19:00 Uhr: Kurzeinführung</title>
		<description>Zu ausgewählten Terminen haben Sie die Möglichkeit eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vom produktionsbegleitenden Dramaturgen in einer Kurzeinführung nähere Hintergrundinformationen zu Stück und Inszenierung zu erhalten.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.02.2012, 19:30 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.02.2012, 20:00 Uhr: Effi Briest</title>
		<description>Baron von Innstetten stellt die 17-jährige Effi Briest vor die Wahl, den Heiratsantrag des Ex-Geliebten ihrer Mutter anzunehmen oder weiter ihre unbefangene Jugend zu leben. Mit ihrem Jawort entschließt sich Effi für den fast zwanzig Jahre älteren Mann und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Aufstieg. 

Rasch offenbart sich jedoch die Kluft zwischen dem ersehnten Eheglück und dem grauen Alltag des kleinen Provinzortes Kessin. Ihr Mann, der nach ihrer Hochzeitsreise die tägliche Arbeit wieder aufnimmt, überlässt Effi Tag für Tag sich selbst. Stets wünscht sich Effi den Abend herbei, um ihre Eintönigkeit zu vergessen. In den wenigen abendlichen Stunden ergeht sich Innstetten in steifen Liebkosungen, den einzigen Unterbrechungen ihrer Tristesse.

Der Umzug Major Crampas&amp;lsquo; nach Kessin schafft der Eintönigkeit Effis Abhilfe. Der Major füllt ihr an gesellschaftlichen Kontakten armes Leben aus. Was mit Spaziergängen zwischen ihm und Effi beginnt, entwickelt sich bald zu einem Liebesverhältnis. 

Erst einige Jahre später, Effi und Innstetten sind längst nach Berlin gezogen, kommt der Ehebetrug ans Tageslicht. Der in seinem Ehrgefühl verletzte Innstetten tötet Major Crampas im Duell und verstößt seine geliebte Frau. Diese Entscheidung treibt beide, Effi und Innstetten, in die Verzweiflung.





Vorstellungsdauer: 1 Std. 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.02.2012, 19:30 Uhr: Der Sturm</title>
		<description>Ein Sturm spült Antonio, den Herzog von Mailand, und sein Gefolge auf eine einsame Insel. Dort begegnet er seinem einst von ihm aus dem Amt vertriebenen und auf die Insel verbannten Bruder Prospero wieder. Dieser hat den Sturm inszeniert, der die Gestrandeten in seine Gewalt bringen und ihm die Rückkehr an die Macht ermöglichen soll. Prospero hat sich die Naturkräfte der Insel und deren Eingeborene untertan gemacht. Caliban, der einstige Herrscher der Insel, wie auch Ariel, Prosperos dienstbarer Geist, leiden unter dem neuen Regime. Während Ariel dem Freiheitsversprechen Prosperos glaubt, findet Caliban unter den auf der Insel Gestrandeten Verbündete, um Prospero die Macht wieder zu entreißen. Aber auch unter den Schiffbrüchigen selbst brechen Machtkämpfe auf, die nur durch Ariels Eingreifen nicht in einem Blutbad enden.

Die Liebe bringt scheinbar Versöhnung zwischen alle widerstreitenden Parteien. Miranda, Prosperos Tochter, die einst mit ihm auf die Insel verbannt wurde, und Ferdinand, der ebenfalls auf der Insel gestrandete Thronfolger von Neapel, werden auf Prosperos Anweisung hin von Ariel zusammengeführt. Prosperos Inszenierung geht auf wie erwünscht. Miranda und Ferdinand verlieben sich ineinander und stiften eine neue Dynastie, die Prospero die Macht über den Tod hinaus sichern wird. Während Prospero mit den Seinen nach Mailand zurückkehrt, bleiben Caliban und Ariel auf der Insel zurück, allein mit der Freiheit, die so lange ein herrliches Traumbild war.

Regie bei Shakespeares letztem Drama, das die ganze Magie des Theaters beschwört, führt Corinna von Rad.

Die Regisseurin hat sich mit Inszenierungen in Musiktheater und Schauspiel einen Namen gemacht. Neben ihrer Regiearbeit ist Corinna von Rad auch als Dozentin an verschiedenen künstlerischen Hochschulen tätig; zurzeit hat sie eine Professur an der Musikhochschule &amp;bdquo;Hanns Eisler&amp;ldquo; Berlin im Fach Musiktheaterregie inne.

Der Sturm ist nach Die Grille von Richard Ayres ihre zweite Inszenierung am DNT in der Spielzeit 2008/09.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.02.2012, 19:30 Uhr: Faust (Margarethe)</title>
		<description>Gounods Faust ist französische Oper pur. Goethes deutscher Gelehrter verwandelt sich unter den Händen des begnadeten französi-

schen Melodikers in einen Greis, den nicht mehr Welterkenntnis, sondern die Sehn-

sucht nach einem nie gelebten Leben um-

treibt. Eifersüchtig auf die Jugend anderer lässt er sich auf einen Paktmit demTeufel ein und stürzt sich &amp;ndash; von diesem in einen jugendlichen Liebhaber verwandelt &amp;ndash; in das erste Liebesabenteuer seines Lebens. Das kann natürlich nicht gut ausgehen: Vom Teufel angestiftet, schwängert er die unschuldige Marguerite, verlässt sie und das Kind, besucht die zum Tode Verurteilte aber schließlich doch im Gefängnis. Die fest in ihremGlauben verankerte Geliebte zieht einer Flucht unter Mithilfe des Teufels jedoch den Tod vor. Der Chor erklärt ihre Seele gerührt für gerettet. 

Das Werk verbindet Elemente der Opéra lyrique mit denen der Grand opéra, kombiniert groß angelegte dramatische Szenen mit rührenden intimen Begegnungen und effektvollen Chorszenen, aber auch populären Formen wie Couplets, Märschen, Chorälen und Walzern. Ihrer zwingenden Wirkung ist ebenso wenig zu entkommen wie der Tragik der Liebesge-

schichte.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.02.2012, 20:00 Uhr: Quartett</title>
		<description>Heiner Müller hat Quartett 1981 veröffentlicht. Auch mehr als zwanzig Jahre später hat dieser Theatertext, der schlagartig die Bühnen der Welt eroberte, nichts von seiner Faszination verloren. Quartett ist das bis heute wohl meistgespielte Werk des Autors. Das Material für sein Stück fand Müller in dem berühmten, wie ebenso lange Zeit skandalumwitterten Briefroman Gefährliche Liebschaften  von Choderlos de Laclos. Der 1782 in Paris erschienene Roman beschreibt in mehr als einhundertfünfzig Briefen raffiniert eingefädelte Liebesintrigen. Angestiftet  von der Marquise Merteuil, seiner ehemaligen Geliebten, verführt der Vicomte Valmont zwei Frauen: die junge, ungeduldig-sinnliche Volanges und die reife Präsidentengattin Tourvel. Beide treibt er in den Tod. Aus Angst vor einem Ansturm der Entrüstung schrieb der als Herausgeber getarnte Autor damals im Vorwort: &amp;bdquo;Einige der handelnden Personen sind in der Tat so sittenlos und verderbt, dass sie unmöglich in unserem Jahrhundert gelebt haben können, in diesem unseren Jahrhundert der Philosophie und der Aufklärung, das alle Männer, wie man weiß, so ehrenhaft und alle Frauen so bescheiden und sittsam gemacht hat.&amp;ldquo; Müller verwendet zwar Figuren und Motive dieses Romans, unter seinem radikalen Zugriff aber verdichtet sich das ausschweifende Geschehen zu einem erbarmungslosen Zweikampf zwischen Mann und Frau von verstörender Brutalität. Im ständigen Rollenwechsel - als Spiel im Spiel - treiben sich die beiden Hauptfiguren, Merteuil und Valmont, in der Spirale von Macht, Liebe und Gewalt immer weiter in den Tod. Doch selbst der scheint ihnen nur eine weitere Steigerung ihrer perversen Lust zu bedeuten.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 15 Min
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.02.2012, 11:00 Uhr: Vorgestellt:</title>
		<description>In loser Folge lädt das DNT zu Sonntagsmatineen in das foyer I. Hier  werden Stückeinführungen zu aktuellen Inszenierungen gegeben für alle,  die ausführlicher über Ideen und Hintergründe von Stück oder  Regiekonzept Bescheid wissen wollen. Ergänzend dazu finden Lesungen  statt, die die jeweiligen Stoffe vertiefen und Lust auf mehr machen  möchten.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.02.2012, 11:00 Uhr: Generalprobe zum 7. Sinfoniekonzert</title>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.02.2012, 19:30 Uhr: 7. Sinfoniekonzert</title>
		<description>Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.



Leonard Bernstein Candide-Suite

Erich Wolfgang Korngold Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35

Aaron Copland Sinfonie Nr. 3



Mit Baiba Skride begrüßen wir einen außergewöhnlichen Star der jungen internationalen Klassik-Szene auf der Bühne der Weimarhalle &amp;ndash; eine reife Musikerin mit unverwechselbarem Profil jedoch längst, der das BBC Music Magazine die Gabe bestätigt, &amp;bdquo;so natürlich durch ihre Geige zu sprechen, dass es die Gefühle der Hörer sofort ergreift.&amp;ldquo; Zu hören ist die junge Lettin, die eine Stradivari von 1735 als Leihgabe Gidon Kremers spielt, bei uns erstmals mit dem grenzüberschreitenden Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold, das einen genialen Brückenschlag zwischen den Traditionen des Konzertsaals und Korngolds bahnbrechenden Arbeiten für Hollywoods Filmstudios darstellt. Hier knüpfen auch die Rahmenwerke des Programms an: als unwiderstehlicher Ohrwurm Leonard Bernsteins farbensprühende Candide-Ouvertüre sowie die 3. Sinfonie von Aaron Copland, der vielleicht als erster der amerikanischen Musik eine ganz eigene Prägung verlieh, indem er die europäische romantische Tradition in lebendigen Dialog mit Elementen des Jazz, nordamerikanischer Folklore und populärer Gebrauchsmusik treten ließ. Sinfonik, so schillernd wie die Nation, für die sie auf der Konzertbühne ihre Visitenkarte abgibt.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.02.2012, 19:30 Uhr: 7. Sinfoniekonzert</title>
		<description>Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.



Leonard Bernstein Candide-Suite

Erich Wolfgang Korngold Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35

Aaron Copland Sinfonie Nr. 3



Mit Baiba Skride begrüßen wir einen außergewöhnlichen Star der jungen internationalen Klassik-Szene auf der Bühne der Weimarhalle &amp;ndash; eine reife Musikerin mit unverwechselbarem Profil jedoch längst, der das BBC Music Magazine die Gabe bestätigt, &amp;bdquo;so natürlich durch ihre Geige zu sprechen, dass es die Gefühle der Hörer sofort ergreift.&amp;ldquo; Zu hören ist die junge Lettin, die eine Stradivari von 1735 als Leihgabe Gidon Kremers spielt, bei uns erstmals mit dem grenzüberschreitenden Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold, das einen genialen Brückenschlag zwischen den Traditionen des Konzertsaals und Korngolds bahnbrechenden Arbeiten für Hollywoods Filmstudios darstellt. Hier knüpfen auch die Rahmenwerke des Programms an: als unwiderstehlicher Ohrwurm Leonard Bernsteins farbensprühende Candide-Ouvertüre sowie die 3. Sinfonie von Aaron Copland, der vielleicht als erster der amerikanischen Musik eine ganz eigene Prägung verlieh, indem er die europäische romantische Tradition in lebendigen Dialog mit Elementen des Jazz, nordamerikanischer Folklore und populärer Gebrauchsmusik treten ließ. Sinfonik, so schillernd wie die Nation, für die sie auf der Konzertbühne ihre Visitenkarte abgibt.
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		<title>28.02.2012, 09:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1486&amp;rss=3006</link>
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		<title>28.02.2012, 11:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
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		<title>28.02.2012, 20:00 Uhr: Geliehene Wörter - von Büchern die wandern</title>
		<description>In jedem Bücherschrank finden sie sich: geliehene Wörter, in Form von Büchern, die ihr &quot;Besitzer&quot; nicht selbst gekauft sondern geliehen hat. Dort finden sich aber auch Lücken, verursacht von Büchern, die man selbst verliehen hat, obwohl oder gerade weil sie einem viel bedeuteten. In einem Radiofeature erzählen Menschen ihre Geschichten über verliehene und geliehene Bücher, an denen nicht selten Freundschafts-, Liebes- und Leidensgeschichten hängen. Zu Gast an diesem Abend sind der verantwortliche Redakteur Joachim Dicks (NDR), der Regisseur Giuseppe Maio (Preisträger der Akademie der Darstellenden Künste), der Komponist Sebastian Peter und die in Weimar lebende Autorin Mareike Maage, die derzeit am Deutschen Nationaltheater das theaterpädagogische &amp;bdquo;Hörkunstlabor&amp;ldquo; leitet. Im Anschluss an das einstündige Feature steht das Produktionsteam für ein Gespräch zur Verfügung.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>29.02.2012, 20:00 Uhr: Effi Briest</title>
		<description>Baron von Innstetten stellt die 17-jährige Effi Briest vor die Wahl, den Heiratsantrag des Ex-Geliebten ihrer Mutter anzunehmen oder weiter ihre unbefangene Jugend zu leben. Mit ihrem Jawort entschließt sich Effi für den fast zwanzig Jahre älteren Mann und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Aufstieg. 

Rasch offenbart sich jedoch die Kluft zwischen dem ersehnten Eheglück und dem grauen Alltag des kleinen Provinzortes Kessin. Ihr Mann, der nach ihrer Hochzeitsreise die tägliche Arbeit wieder aufnimmt, überlässt Effi Tag für Tag sich selbst. Stets wünscht sich Effi den Abend herbei, um ihre Eintönigkeit zu vergessen. In den wenigen abendlichen Stunden ergeht sich Innstetten in steifen Liebkosungen, den einzigen Unterbrechungen ihrer Tristesse.

Der Umzug Major Crampas&amp;lsquo; nach Kessin schafft der Eintönigkeit Effis Abhilfe. Der Major füllt ihr an gesellschaftlichen Kontakten armes Leben aus. Was mit Spaziergängen zwischen ihm und Effi beginnt, entwickelt sich bald zu einem Liebesverhältnis. 

Erst einige Jahre später, Effi und Innstetten sind längst nach Berlin gezogen, kommt der Ehebetrug ans Tageslicht. Der in seinem Ehrgefühl verletzte Innstetten tötet Major Crampas im Duell und verstößt seine geliebte Frau. Diese Entscheidung treibt beide, Effi und Innstetten, in die Verzweiflung.





Vorstellungsdauer: 1 Std. 


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		<title>01.03.2012, 10:00 Uhr: Manege frei!</title>
		<description>&amp;bdquo;Manege frei&amp;ldquo;, heißt es für die Staatskapelle Weimar auf der großen Bühne des DNT, wenn die Musiker sich ihrem Publikum mit allerlei musikalischen Tricks, Jonglagekunststücken, Seiltänzereien und Clownerien präsentieren! Dass der Zirkus ohne Musik nicht leben kann, weiß zwar jedes Kind &amp;ndash; aber ist nicht Musik überhaupt und an und für sich bereits die höchste aller Zirkuskünste? Da perlen die Noten, da wirbeln die Xylophonschlegel, da fliegen die Motive virtuos von Instrument zu Instrument, dass man nur so staunen kann! Inspiration pur sind die Klänge des Orchesters natürlich auch für die jungen Künstler des Kinder- und Jugendzirkus Tasifan, den wir bei uns im Konzert zu Gast haben. Und so ergänzen sich auf der Bühne Musik und Akrobatik, Klangkunst und clownesker Witz im spielerischen Dialog, der garantiert für alle Beteiligten so manche Überraschung bereit hält. Das musikalische Programm reicht dabei von den großen russischen Klangzauberern wie Tschaikowsky, Kabalewski und Rimsky-Korsakow über die leichtgewichtigen Wiener &amp;bdquo;Sträuße&amp;ldquo; bis hin zur fulminanten Klangpracht eines Brahms oder Smetana. Also Atem anhalten, Spot an und Trommelwirbel!</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1377&amp;rss=2798</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>01.03.2012, 19:30 Uhr: Die Zauberflöte</title>
		<description>Er ist Wiener und heißt Hans Sausakh von Wurstelfeld; oder er lebt in Neapel unter dem Namen Pulcinella; oder er ist in einem Reich der Träume geboren und heißt Papageno. Immer ist er ein Anwalt des gesunden Verstandes und hasst hochtrabende Ideale. Seine Intelligenz speist sich ausschließlich aus seinen eigenen Überlebensinteressen: Essen und Sex (oder andersherum), - aus diesen Bestandteilen konstruierte das 18. Jahrhundert eine der dramaturgisch erfolgreichsten Theaterfiguren der Geschichte. Emanuel Schikaneder (1751-1812) - Schauspieler, Autor und  Theaterleiter - war ein geborener Hanswurst-Darsteller. Seine großen Rollen waren der Anton, der Tyroler Wastl und eben der Papageno. Er zog Pointen (und Frauen) an wie Käse Fliegen: &quot;Ach kann ich denn keiner von allen den reizenden Mädchen gefallen? Helf' eine mir nur aus der Not, sonst gräm' ich mich wahrlich zu Tod. Wird keine mir Liebe gewähren, so muß mich die Flamme verzehren, doch küßt mich ein weiblicher Mund, - so bin ich schon wieder gesund.&quot; (Papageno) Die Zauberflöte, als Maschinenkomödie in zwei Akten am 30. September 1791 im Freihaustheater auf der Wieden, vor den Mauern Wiens, uraufgeführt und von Mozart selbst dirigiert, bescherte dem Komponisten Einnahmen wie nie zuvor. Wie sein Nachlassverzeichnis schließen lässt, musste er seinen Kleiderluxus ebensowenig einschränken wie seine Vorliebe für Ausritte gegen die Melancholie. Trotz der kostspieligen Kuren seiner Frau in Baden bei Wien konnte Mozart seinen Lebensstil halten. Seit dem 20. November 1791 kränkelte er; am 5. Dezember um 1 Uhr früh starb er an &quot;hitzigem Frieselfieber&quot;. Sein Hanswurst Papageno, der heimliche Held der Zauberflöte, gibt Mozarts ultimative Antwort auf die Frage des &quot;Wie lebt man?&quot;, die Papageno stellvertretend bewirkt, indem er Pamina unterrichtet, wie man richtig lebt; indem er ihr zu verstehen gibt: Vergiss Dogmen und Ideologien! Durch den einfachen und zutiefst humanen Unterricht eines Hanswursts kann Pamina erst den Satz formulieren, der das Zentrum von Wolfgang Amadé Mozarts großer Oper ist: &quot;Fühlst du nicht der Liebe Sehnen, so wird Ruh im Tode sein.&quot;



Vorstellungsdauer: 3 Std. 15 Min. inkl. einer Pause
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=165&amp;rss=2890</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
</item>
	<item>
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		<title>02.03.2012, 09:00 Uhr: Kröterich hält die Welt in Atem</title>
		<description>Der Kröterich von Krötinhall ist ein eitler, eingebildeter, chaotischer, waghalsiger und sich selbst überschätzender, unbeirrbarer Kerl, der vernarrt ist in Motorboote und Autos. Er ist maßlos, frech und hat keinerlei Anstand. Ratte,Maulwurf und Dachs sind ihm trotzdem in aufrichtiger, wenn auch kritischer, Freundschaft verbunden, und stehen ihm geduldig bei all seinen verrückten Abenteuern zur Seite, retten ihn aus der Kerkerhaft und erobern schließlich sogar das von den Hermelinen und Wieseln besetzte Krötinhall für ihn zurück. Natürlich versuchen sie bei alledem, den Kröterich von seiner Geltungssucht zu kurieren. Dieser aber macht beharrlich seinemRuf alle Ehre, und so endet dieGeschichte notwendig im schönsten Tumult.



Vorstellungsdauer: 1 Std.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>02.03.2012, 19:30 Uhr: Die Dreigroschenoper</title>
		<description>Was ist eine Moritat? Ein Gesang über eine &amp;bdquo;Mor-ed-tat&amp;ldquo;, also eine Mordtat. Der Gesang, historisch vorgetragen vom Leierkastenmann, besingt ein schauriges Verbrechen, um die Erzählung in einer moralisierenden Schlussbetrachtung münden zu lassen. Die Moritat überführt das Verbrechen wieder in die allgemeine Geschichte und errichtet das moralische Gebäude aufs Neue. Der wahrscheinlich berühmteste Song der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts ist Die Moritat von Mackie Messer. Doch diese ist der Abgesang auf die Moral, nicht ihre künstlerische Wiederauferstehung. Denn für Brecht und Weill ist klar, dass in den Zeiten des Kapitalismus die bürgerliche Moral nur noch der Schauplatz zynischer Bemäntelungen der Realität sein kann.



Die Dreigroschenoper erzählt das Erbärmliche im Leben: denn ins Schwarze trifft 1928 Brechts und Weills zynische Karikatur einer Welt der Armut und Doppelmoral, in der nach dem Börsencrash vom 13. Mai 1927, ganz darwinistisch nur noch der Stärkere bzw. ganz kapitalistisch der Skrupelloseste überlebt. Wahre Moral kann nur noch in der Überwindung des moralischen Standpunktes bestehen, eine Wiederauferstehung der bürgerlichen Ordnung wird es nicht geben. &amp;bdquo;Gesindel&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Die Ludenoper&amp;ldquo; wollte Brecht die Geschichte um Bettler, Zuhälter, Dirnen und Banditen eigentlich nennen, bis Lion Feuchtwanger auf einem Probenbesuch zur Uraufführung den Titel Die Dreigroschenoper vorschlug. Und so steht es im Vorspiel zum Stück: &amp;bdquo;Sie werden jetzt eine Oper für Bettler hören. Und weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie doch so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie Die Dreigroschenoper.&amp;rdquo; Wer in ihr Moral fordert, fordert die Unterdrückung, und wer Unmoral lebt, lebt unbewussten Widerstand. Diese Umkehrung ist Brechts Thema. Und er präsentiert es in einer lustvollen, antibürgerlichen Oper, die Abgesang und Aufbruchsignal in einem sein soll: allerdings ein Aufbruch nicht in eine neue, schöne Welt, sondern in die gespenstische Gegenwart der eigenen Entwertung durch die politische und ökonomische Ordnung.



&quot;Ein geschlossenes, erstklassiges Ensemble.&quot; 

Thüringer Allgemeine, 30.11.2009



&quot;Mit ihrer Travestie entlarvt Meyer Brecht als Klassiker.&quot;

Thüringische Landeszeitung, 30.11.2009





Als Musiker:

Michael Wilhelmi (Klavier, Celesta, Harmonium)

Alexander Richter, Nilas-Henrik Wepler (Trompete)

Thomas Wiegner, Jan Hoffmann (Posaune)

Felix Raddatz (Kontrabass)

Christioh Mathis (Gitarre, Banjo)

Claudia Buder (Akkordeon)

Berndt Klinke (Reed 1: Altsaxophon, Baritonsaxophon, Sopransaxophon, Flöte, Piccolo, Klarinette)

Holger Arndt, Rüdiger Trosits (Reed 2: Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Klarinette)

Timo Schmeichel, Jürgen Schneider (Schlagzeug)





Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.03.2012, 19:00 Uhr: Kurzeinführung</title>
		<description>Zu ausgewählten Terminen haben Sie die Möglichkeit eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vom produktionsbegleitenden Dramaturgen in einer Kurzeinführung nähere Hintergrundinformationen zu Stück und Inszenierung zu erhalten.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.03.2012, 19:30 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.03.2012, 20:00 Uhr: Die zweite Frau</title>
		<description>Laura ist krank und lässt ihr Leben Revue passieren. Dabei stellt sie fest, dass sie in der klassischen Trias Ehe, Kind und Haushalt stets nur der normativen Familienhierarchie gedient und dabei sich selbst  aufgegeben hat. Der erfolgreiche Ehemann geht schon längst eigene Wege und zwischen Laura und ihrer pubertierenden Tochter Agnes herrscht ein festgefahrener Stellungskrieg. Doch dann tritt Lena, die neue osteuropäische Haushaltshilfe, in das Leben der beiden Frauen und bringt die Fronten in Bewegung. Plötzlich nehmen die Dinge einen anderen Lauf&amp;hellip;



Nino Haratischwili porträtiert drei unterschiedliche Frauengenerationen mit ähnlichem Lebensentwurf. Sie alle sind auf der Suche nach ihrem Selbst, das ihnen zwischen der  Erwartungshaltung der Anderen und der eigenen Sehnsucht nach Liebe und menschlicher  Anerkennung verloren gegangen ist. 



Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien geboren. Sie studierte Film- und Theaterregie und ist Trägerin zahlreicher Preise, u.a. erhielt sie 2008 für ihr Stück Liv Stein einen der beiden Autorenpreise des Heidelberger Stückemarktes. 2010/11 war sie Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen.






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>04.03.2012, 11:00 Uhr: Weimarer Reden 2012</title>
		<description>Erhard Eppler fragt: &quot;Europa in der Sackgasse?&quot;

Vorrede: Stefan Wolf, Oberbürgermeister



Dr. Erhard Eppler, 1926 geboren, &amp;bdquo;gilt als kritisches Gewissen der Bundesrepublik und der SPD. Er hielt an seinen klaren Positionen auch dann fest, als dies zu Lasten seiner politischen Karriere ging. Egon Bahr hat einmal über ihn geschrieben: &quot;Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben auch. Nach seinem Rückzug von allen politischen Ämtern und Mandaten 1982 begann seine zweite erstaunliche Karriere als Vor- und Nach- und Querdenker, auf den sich nicht nur Sozialdemokraten berufen&amp;ldquo;, so seine Biografin Renate Faerber-Husemann. Nach Reichsarbeitsdienst, Militärdienst und Abitur studierte Erhard Eppler von 1946 bis 1952 Englisch, Geschichte und Deutsch in Frankfurt/Main, Bern und Tübingen und promovierte. Von 1952 bis 1961 arbeitet er als Gymnasiallehrer. Seit 1956 ist er in der SPD und war für die Partei u.a. von 1961 bis 1976 im Deutschen Bundestag, 1968 bis 1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1970 bis 1991 im Parteivorstand, 1973 bis 1982 und 1984 bis 1989 im Präsidium, 1973 bis 1995 Mitglied der Grundwertekommission der SPD und 1976 bis 1992 deren Vorsitzender. Kirchenpolitisch aktiv war er u.a. von 1961 bis 1991 in der EKD-Kammer für öffentliche Verantwortung, 1968 bis 1984 in der Synode der EKD und 1977 bis 1997 im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags sowie als Präsident des 20. und 24. Kirchentags. Jüngste Veröffentlichung: Eine solidarische Leistungsgesellschaft: Epochenwechsel nach der Blamage der Marktradikalen (2011).
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>04.03.2012, 19:00 Uhr: Die Wahlverwandtschaften</title>
		<description>Eduard und Charlotte haben alles, um glücklich zu sein. Mit ihrer Ehe haben sie sich ihren lang ersehnten Jugendtraum erfüllt. Sie leben zurückgezogen in einem prachtvollen Haus und genießen ein sorgloses Leben. Ihre unbeschwerte Zeit widmen sie der kunstvollen Umgestaltung ihres Parks zu einem kleinen Paradies auf Erden. Die Idylle wäre perfekt, wenn nicht der befreundete Hauptmann und Charlottes Nichte Ottilie ihren Besuch angekündigt hätten. Das wohlgeordnete Leben wird einer schweren Zerreißprobe unterzogen. Eduard verliebt sich unsterblich in Ottilie, der Hauptmann im Gegenzug in Charlotte. Das Aufwallen der Gefühle gipfelt in einem Liebesverrat. Denn in einer leidenschaftlichen Liebesnacht der Eheleute denkt Eduard nur an Ottilie, während Charlottes Liebkosungen in Gedanken dem Hauptmann gelten. Die Frucht dieser Nacht wird zum Sündenmal des Betrugs, denn nur allzu deutlich trägt das in jenem Moment gezeugte Kind die Züge von Ottilie und dem Hauptmann. Das selbst geschaffene Paradies verfällt, Ehebruch und Mord ziehen im Garten Eden ein. In seinem 1809 erschienenen Roman überprüft Goethe in einem Laborversuch, ob sich Liebe und menschliche Leidenschaften durch Vernunft in eine Ordnung zwängen lassen. Anhand des Gleichnisses von den chemischen Wahlverwandtschaften, das die Paare wie die Teile in der Chemie auseinanderbringt und in neuer Konstellation wieder zusammenfügt, bricht Goethe die Denkstrukturen bürgerlicher Lebensformen auf und hinterfragt die Standfestigkeit des planerischen Ordnungsdenkens gegenüber menschlichen Begierden. Am Ende steht die tragische Einsicht von der Unkalkulierbarkeit der Welt. 

Claudia Meyer ist seit 2000 festes Ensemblemitglied am DNT und arbeitete dort u.a. mit Hartmut Wickert, Grazyna Dylag, Felix Ensslin, Stephan Märki, Julia von Sell/Karsten Wiegand und Michael Simon. Mit Die Zahl der Liebe ist Drei (2004) und der Uraufführung von Helmut Kraussers Diptychon (2005) gab Claudia Meyer am DNT ihr Regiedebüt. Als weitere Inszenierungen folgten hier 2007 Goethes Torquato Tasso und Racines Tragödie Bérénice. Nach Hamlet &amp;ndash; no roof access und der Uraufführung von Jörg-Michael Koerbls Stück Gefährliche Menschen in der Spielzeit 2008/09 folgten 2009/10 Brecht/Weills Dreigroschenoper und Wittgensteins Neffe nach der gleichnamigen Prosa von Thomas Bernhard. 



Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>06.03.2012, 10:00 Uhr: Wir alle für immer zusammen</title>
		<description>&amp;bdquo;Alles ist gut so, wie es ist, ein Fisch gehört ins Wasser, ein Vogel in die Luft, eine Hand in meine &amp;ndash; seine.&amp;ldquo; Polleke ist 11 Jahre alt, Dichterin, und sie hat einen Traum: wir alle für immer zusammen. Wir, das sind ihre Mutter Tina und ihr Vater Spiek, das sind Oma und Opa, Mimun, den sie heiß und innig liebt, ihre beste Freundin Caro und das ist nicht zuletzt sie selbst, als Kraftzentrum der Kommunikation. Doch der Traum von der harmonischen Gemeinschaft, er will zunächst nicht wahr werden.  Eine Katastrophe jagt die nächste. Pollekes geliebter Vater verspricht zwar viel, hält aber, weil er zusehends in eine Drogenkarriere abgleitet, wenig: Immer dann, wenn sie ihn braucht, ist er nicht da. Die Mutter verliebt sich ausgerechnet in ihren Lehrer Walter, und ihr marokkanischer Freund hat ihr gerade einen Abschiedsbrief geschrieben, weil er nach dem Willen seiner Eltern ein Mädchen aus seiner Heimat heiraten soll. Kurzum: Polleke ist geradezu überschwemmt von Problemen.  

Wie dann doch alles halbwegs gut wird und Polleke ihren Weg aus den Verstrickungen heraus findet, hin zu einer individuellen Identität, und welche nicht unwesentliche Rolle dabei ihre Gedichte spielen, erzählt dieses mitreißende Theaterstück über die Mühen des Erwachsenwerdens in einer multikulturellen Gesellschaft. Grundlage des Stücks bildet der Roman Wir alle für immer zusammen des international profilierten Kinderbuchautors Guus Kuijer. Für diesen ersten seiner insgesamt fünf Polleke-Bände erhielt Kuijer mehrere Preise, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis.  


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>07.03.2012, 11:00 Uhr: Maskenwerkstatt</title>
		<description>mit Maskenbildnerinnen des DNT Weimar 

für Kinder ab der 1. Klasse



Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 



Vorstellungen nach Absprache. Tel.: 0 3643 - 755 301



Maskenbildnerinnen des DNT erklären und demonstrieren Interessantes aus ihrer Arbeit: Perücken und Glatzen, Schminke und Masken werden zur Freude der Zuschauer auch an &quot;lebenden Objekten&quot; ausprobiert.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>07.03.2012, 12:15 Uhr: Maskenwerkstatt</title>
		<description>mit Maskenbildnerinnen des DNT Weimar 

für Kinder ab der 1. Klasse



Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 



Vorstellungen nach Absprache. Tel.: 0 3643 - 755 301



Maskenbildnerinnen des DNT erklären und demonstrieren Interessantes aus ihrer Arbeit: Perücken und Glatzen, Schminke und Masken werden zur Freude der Zuschauer auch an &quot;lebenden Objekten&quot; ausprobiert.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>07.03.2012, 20:00 Uhr: Der Verbrecher aus verlorener Ehre - Eine wahre Geschichte</title>
		<description>Mehrere unglückliche Umstände prallen im Leben von Christian Wolf, dem Sohn des Sonnenwirts aufeinander: der Vater gestorben, die Wirtschaft läuft nicht gut, zudem hat ihn die Natur mit einem unansehnlichen Äußeren bestraft. Als Christian sich in Johanne verliebt, diese aber seine Gefühle nicht erwidert, versucht er, sich ihre Zuneigung mit Geschenken zu erkaufen. Um das Geld dafür aufbringen zu können, wird er zum Wilddieb. Ein Kreislauf von Verbrechen und Strafe beginnt, in dem sich Christian immer tiefer verstrickt&amp;hellip;

Unter dem Titel: Verbrecher aus Infamie &amp;ndash; eine wahre Geschichte veröffentlichte Friedrich Schiller 1786 diesen Kriminalbericht anonym in seiner Zeitschrift Thalia. Er schreibt in seiner Einleitung: &quot;In der ganzen Geschichte des Menschen ist kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist als die Annalen seiner Verirrungen&quot;, doch Schiller will in dieser Studie über die Verirrungen des Menschen, die letztendlich in eine Katastrophe führen, tiefer gehen. Der Leser müsse mit dem Menschen &quot;bekannt werden, eh er handelt: An seinen Gedanken liegt uns unendlich mehr als an seinen Taten, und noch weit mehr an den Quellen seiner Gedanken als an den Folgen jener Taten.&quot; Kühl und sezierend arbeitet Schiller in seiner Nacherzählung der Lebensgeschichte des historischen Räubers Friedrich Schwan (1729-60) nach und nach die Ursachen und Zusammenhänge heraus, die einen Menschen letztlich zum Verbrecher werden lassen.



Nach dem erfolgreichen Projekt Rhythm &amp; Schiller widmet sich DNT Schauspieler Bernd Lange mit der szenischen Lesung Der Verbrecher aus verlorener Ehre erneut einem Werk Friedrich Schillers und versucht, zusammen mit der Cellistin Monika Herrmann, einen Blick hinter die vermeintliche Neutralität dieses kriminalistischen Berichts zu werfen.



Vorstellungsdauer: 70 Min. 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>08.03.2012, 19:30 Uhr: Das Wirtshaus im Spessart</title>
		<description>Immer noch populär sind die oftmals unheimlichen Märchenfiguren Wilhelm Hauffs, wie der Holländer Michel, das Glasmännlein und Peter Munk aus Das kalte Herz oder der kleine Muck, Kalif Storch und Zwerg Nase. Die mythischen Abgründe, in die diese Märchenfiguren durch ihre maßlose Gier nach Gold und Geld gerissen werden, gehören auch heute noch zu unserer Welt. Gespiegelt in diesen Monster-Figuren der Frühmoderne befragen wir unsere Situation nach einer lebenswerten Zukunft. Gelingt es uns die grenzenlose Gier und den verinnerlichten Egoismus in die Maßverhältnisse des Humanen zurück zu holen? Verwandelt sich unsere Welt doch unmerklich und unheimlich mehr und mehr in ein grausames Märchen, aus dessen Zwängen es kein Entkommen zu geben scheint. Ein hoch abstrakter Finanzmarkt, die Allgegenwart der elektronischen Medien und die Veränderungen im Übergang von Epochen bringen uns in eine ähnliche Lage wie die Reisenden im Wirtshaus im Spessart: Sie ahnen, dass die Katastrophe bevorsteht, dass die Räuber unterwegs sind und sie stellen sich der Angst entgegen, mit Geschichten, Gesängen und Gedanken. Was hilft aber alles, wenn wir am Ende erkennen müssen: Die Räuber sind wir selbst!</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>09.03.2012, 11:00 Uhr: Filmkonzert</title>
		<description>Zu diesem Konzert bieten wir Schulklassen im Vorfeld eine Einführung in  die Filmmusik im Rahmen des Musikunterrichts an.



Russland im Jahr 1905. Der russisch-japanische Krieg wirft seine Schatten auch auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die Disziplin in Armee und Marine wird mit härtesten Maßnahmen aufrecht erhalten. Doch unter den Matrosen des Panzerkreuzers &amp;bdquo;Fürst Potemkin&amp;ldquo; herrscht wegen verdorbener Verpflegung besondere Unzufriedenheit und Missstimmung, die plötzlich in einen Aufstand umschlägt. Vergeblich versuchen die Offiziere, die Disziplin wiederherzustellen. Am Ende siegt die Kameradschaft, und die rote Fahne der Revolution flattert im Wind. Wie kaum ein anderer Film polarisierte Sergej Eisensteins aufwühlendes Meisterwerk, das 1925 zum 20. Jahrestag der Revolution von 1905 entstand, auch die Weimarer Republik. Unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit wurde der &amp;bdquo;Panzerkreuzer&amp;ldquo; von den deutschen Zensurbehörden mehrfach geprüft, gekürzt, zugelassen und verboten. Erst nach dem nicht zu stoppenden Erfolg in Deutschland begann schließlich der Siegeszug dieses in der dramatischen Ausdruckskraft seiner Bilder einmaligen Films. Auf der Brüsseler Weltausstellung des Jahres 1958 wurde &amp;bdquo;Panzerkreuzer Potemkin&amp;ldquo; von internationalen Kritikern zum &amp;bdquo;besten Film aller Zeiten&quot; gekürt. Musikalisch bietet der Panzerkreuzer &amp;ndash; wie viele Stummfilme &amp;ndash; gleich eine ganze Reihe von Spielvarianten. Eisenstein selbst hatte sich sogar gewünscht, jede Generation möge seinen revolutionären Bildern mit eigenen Kompositionen jeweils individuell ein klingendes Pendant gegenüberstellen. Die Collage aus Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch entstand erst 1976: ein kongenialer Gegenpart zum Film, der die Zerrissenheit des Komponisten wie des Regisseurs zwischen Vaterlandsliebe und individuellem Aufbegehren in unvergleichlich bewegender Weise zum Klingen bringt.  



Filmphilharmonic Edition

Film mit Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau Stiftung

Musik mit Genehmigung der Photoplay Productions Ltd



Regie: Sergej Eisenstein, Musik: Dmitri Schostakowitsch






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>09.03.2012, 19:30 Uhr: Filmkonzert</title>
		<description>Russland im Jahr 1905. Der russisch-japanische Krieg wirft seine Schatten auch auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die Disziplin in Armee und Marine wird mit härtesten Maßnahmen aufrecht erhalten. Doch unter den Matrosen des Panzerkreuzers &amp;bdquo;Fürst Potemkin&amp;ldquo; herrscht wegen verdorbener Verpflegung besondere Unzufriedenheit und Missstimmung, die plötzlich in einen Aufstand umschlägt. Vergeblich versuchen die Offiziere, die Disziplin wiederherzustellen. Am Ende siegt die Kameradschaft, und die rote Fahne der Revolution flattert im Wind. Wie kaum ein anderer Film polarisierte Sergej Eisensteins aufwühlendes Meisterwerk, das 1925 zum 20. Jahrestag der Revolution von 1905 entstand, auch die Weimarer Republik. Unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit wurde der &amp;bdquo;Panzerkreuzer&amp;ldquo; von den deutschen Zensurbehörden mehrfach geprüft, gekürzt, zugelassen und verboten. Erst nach dem nicht zu stoppenden Erfolg in Deutschland begann schließlich der Siegeszug dieses in der dramatischen Ausdruckskraft seiner Bilder einmaligen Films. Auf der Brüsseler Weltausstellung des Jahres 1958 wurde &amp;bdquo;Panzerkreuzer Potemkin&amp;ldquo; von internationalen Kritikern zum &amp;bdquo;besten Film aller Zeiten&quot; gekürt. Musikalisch bietet der Panzerkreuzer &amp;ndash; wie viele Stummfilme &amp;ndash; gleich eine ganze Reihe von Spielvarianten. Eisenstein selbst hatte sich sogar gewünscht, jede Generation möge seinen revolutionären Bildern mit eigenen Kompositionen jeweils individuell ein klingendes Pendant gegenüberstellen. Die Collage aus Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch entstand erst 1976: ein kongenialer Gegenpart zum Film, der die Zerrissenheit des Komponisten wie des Regisseurs zwischen Vaterlandsliebe und individuellem Aufbegehren in unvergleichlich bewegender Weise zum Klingen bringt.  



Filmphilharmonic Edition

Film mit Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau Stiftung

Musik mit Genehmigung der Photoplay Productions Ltd


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>10.03.2012, 19:30 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg</title>
		<description>Der Prinz Friedrich von Homburg ist ein Mondsüchtiger, ein Schlafwandler, der alles, wovon er träumt, innerhalb kürzester Zeit wie in Trance erringt: den Sieg auf dem Schlachtfeld, Ruhm, Macht und die Liebe Nataliens. Aber genauso schnell geht ihm alles wieder verloren. Kleist erzählt zwei Geschichten, die unversöhnlich nebeneinander stehen. Obwohl der Prinz die Schlacht mit seinem eigenmächtigen Eingreifen entscheidet und die Feinde verjagt, wird er unnachgiebig mit dem Gesetz konfrontiert. Ihm droht die Todesstrafe, die er nur als unangemessene Willkür und Grausamkeit empfinden kann. Ermuss sich dem Gesetz unterwerfen, denn der Eintritt in die symbolische Ordnung, das Erwachsenwerden, erfolgt nur über die Anerkennung von Schuld. Kleist erzählt aber gleichzeitig dieGeschichte von derUmgehung oderÜberwindung desGesetzes.Der Angriff auf dasGesetz und seine Infragestellung ist bei ihm immer gekoppelt mit der Sehnsucht nach &amp;bdquo;guten&amp;ldquo; Gesetzen, nach einer starken Ordnung, die Sicherheit gibt. Damit zeigt er ihre Widersprüche auf: Haben Gesetze überhaupt das Recht, die Subjekte zu binden, kann man Unterwerfung unter sie überhaupt fordern? Immer kurz vor der Katastrophe, versucht Homburg in einer anarchischenGesellschaft seine eigenenWidersprüche durchWachträume zu verdrängen: &amp;bdquo;Ist es ein Traum?&amp;ldquo;.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>11.03.2012, 11:00 Uhr: Weimarer Reden 2012</title>
		<description>Otmar Issing fragt: Mehr Europa? Der Weg aus der Krise

Vorrede: Prof. Dr. Klaus Dicke, Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena



Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, geboren 1936, war als Mitglied des Direktoriums der Euro¬päischen Zentralbank von 1998 bis 2006 für die Generaldirektionen Volkswirtschaft und Volkswirtschaftliche Forschung zuständig. Von 1990 bis 1998 war er Mitglied des Direktoriums und des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank und von 1988 bis 1990 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Von 1967 bis 1973 hatte er eine Professur an der Universität Erlangen-Nürnberg und gehörte zum Vorstand des Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen, von 1973 bis 1990 war er Professor für Volkswirtschaftslehre, Geld und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Würzburg. 2008 wurde Otmar Issing von Bundeskanzlerin Merkel zum Vorsitzenden der Expertengruppe für eine neue Finanzarchitektur bestellt. Er war Mitglied der High Level Group der Europäischen Kommission unter dem Vorsitz von J. De Larosière. Er ist Mitglied bedeutender internationaler Gremien und erhielt hochrangige Ehrungen, u.a. das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Neben zahlreichen Beiträgen für wissenschaftliche Zeitschriften und Sammelbände veröffentlichte er u. a. die Lehrbücher Einführung in die Geldtheorie (15. Auflage 2011) und Einführung in die Geldpolitik (6.Auflage 1996). Der Euro &amp;ndash; Geburt, Erfolg, Zukunft erschien 2008, engl. The Birth of the Euro 2008, chinesische Ausgabe 2011.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>11.03.2012, 15:00 Uhr: Café-Konzert: Lustige Fiedel</title>
		<description>Bei &amp;bdquo;leichter Muse&amp;ldquo; laden wir Sie ein, den Sonntagnachmittag im foyer I des DNT zu verbringen. Neben musikalischer Unterhaltung erster Sahne ist im Preis auch eine Tasse Kaffee inbegriffen. 



Es spielt das Salonorchester Belvedere Weimar

Leitung: Ralph Schmidtsdorf

Musik  von Fritz Kreisler, Zdenek Fibich, Friedrich Holländer, Theo Mackeben, Johann Strauß u.a.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>11.03.2012, 19:00 Uhr: Faust (Margarethe)</title>
		<description>Gounods Faust ist französische Oper pur. Goethes deutscher Gelehrter verwandelt sich unter den Händen des begnadeten französi-

schen Melodikers in einen Greis, den nicht mehr Welterkenntnis, sondern die Sehn-

sucht nach einem nie gelebten Leben um-

treibt. Eifersüchtig auf die Jugend anderer lässt er sich auf einen Paktmit demTeufel ein und stürzt sich &amp;ndash; von diesem in einen jugendlichen Liebhaber verwandelt &amp;ndash; in das erste Liebesabenteuer seines Lebens. Das kann natürlich nicht gut ausgehen: Vom Teufel angestiftet, schwängert er die unschuldige Marguerite, verlässt sie und das Kind, besucht die zum Tode Verurteilte aber schließlich doch im Gefängnis. Die fest in ihremGlauben verankerte Geliebte zieht einer Flucht unter Mithilfe des Teufels jedoch den Tod vor. Der Chor erklärt ihre Seele gerührt für gerettet. 

Das Werk verbindet Elemente der Opéra lyrique mit denen der Grand opéra, kombiniert groß angelegte dramatische Szenen mit rührenden intimen Begegnungen und effektvollen Chorszenen, aber auch populären Formen wie Couplets, Märschen, Chorälen und Walzern. Ihrer zwingenden Wirkung ist ebenso wenig zu entkommen wie der Tragik der Liebesge-

schichte.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>13.03.2012, 10:30 Uhr: Theatereffekte</title>
		<description>Requisitenwerkstatt mit Wilfried Meister 

Für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen 

Vorstellungen auch nach Absprache Tel.: 03643 - 755 301 



Der 'Meister' der Effekte öffnet seine Trickkiste und erobert sich mit Einfallsreichtum und Witz die Herzen seiner Bewunderer. Er verrät, wie Blitz, Donner, Regen, Nebel und Schnee gemacht werden, lässt im Schwarzlicht das Foyer III in die Geisterstunde abtauchen, Fische und Obst auf ihre Genießbarkeit prüfen oder führt seine Seifenblasenmaschine vor und lässt die Seifenblasen zu Glühwürmchen werden - Tricks des Requisiteurs, die nicht nur die kleinen Zuschauer zum Staunen bringen.



Vorstellungsdauer: 1 Std. </description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>14.03.2012, 20:00 Uhr: Der Menschenfeind</title>
		<description>Der Idealist und &amp;bdquo;Menschenfeind&amp;ldquo; Alceste weigert sich Kompromisse einzugehen und verachtet die Heuchler. Er zelebriert seine Unabhängigkeit, nur sein Freund Philintemahnt ihn zuMäßigung und Anpassung. Paradoxerweise verliebt er sich in die flatterhafte Célimène, die all das verkörpert, was er ablehnt. Sie genießt den Tratsch in Gesellschaft und kokettiert mit mehreren Verehrern. Als jedoch ein Brief gefunden wird, in dem sie ihre Verehrer verspottet, wenden sich alle außer Alceste von ihr ab.Nur er bietet ihr an, sich mit ihm aufs Land zurückzuziehen. Sie lehnt ab, seine Reaktion bleibt offen. Die Maßlosigkeit seiner Ansprüche hat ihn isoliert und in ein tragisch-komischesDilemma gebracht. Aberwie in einerGesellschaft überleben, ohne die eigenenÜberzeugungen zu verraten? In unserer heutigen Gesellschaft des grenzenlosen Narzissmus verwandelt sich alles mehr und mehr in Fiktion, in Imaginäres. Dagegen mobilisieren wir das Reale: die Selbstverletzung, dieGewalt, den Körper, all das Jenseits des Symbolischen. Doch dort und ohne Gegenüber sind wir gar keine Menschen mehr, sondern Automaten und auch der Kritiker wird zumnarzisstischen Mechanismus, der nicht in der Lage ist, das System zu überschreiten.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>15.03.2012, 20:00 Uhr: Der Menschenfeind</title>
		<description>Der Idealist und &amp;bdquo;Menschenfeind&amp;ldquo; Alceste weigert sich Kompromisse einzugehen und verachtet die Heuchler. Er zelebriert seine Unabhängigkeit, nur sein Freund Philintemahnt ihn zuMäßigung und Anpassung. Paradoxerweise verliebt er sich in die flatterhafte Célimène, die all das verkörpert, was er ablehnt. Sie genießt den Tratsch in Gesellschaft und kokettiert mit mehreren Verehrern. Als jedoch ein Brief gefunden wird, in dem sie ihre Verehrer verspottet, wenden sich alle außer Alceste von ihr ab.Nur er bietet ihr an, sich mit ihm aufs Land zurückzuziehen. Sie lehnt ab, seine Reaktion bleibt offen. Die Maßlosigkeit seiner Ansprüche hat ihn isoliert und in ein tragisch-komischesDilemma gebracht. Aberwie in einerGesellschaft überleben, ohne die eigenenÜberzeugungen zu verraten? In unserer heutigen Gesellschaft des grenzenlosen Narzissmus verwandelt sich alles mehr und mehr in Fiktion, in Imaginäres. Dagegen mobilisieren wir das Reale: die Selbstverletzung, dieGewalt, den Körper, all das Jenseits des Symbolischen. Doch dort und ohne Gegenüber sind wir gar keine Menschen mehr, sondern Automaten und auch der Kritiker wird zumnarzisstischen Mechanismus, der nicht in der Lage ist, das System zu überschreiten.</description>
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		<title>16.03.2012, 19:00 Uhr: Kurzeinführung</title>
		<description>Zu ausgewählten Terminen haben Sie die Möglichkeit eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vom produktionsbegleitenden Dramaturgen in einer Kurzeinführung nähere Hintergrundinformationen zu Stück und Inszenierung zu erhalten.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>16.03.2012, 19:30 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>16.03.2012, 20:00 Uhr: Quartett</title>
		<description>Heiner Müller hat Quartett 1981 veröffentlicht. Auch mehr als zwanzig Jahre später hat dieser Theatertext, der schlagartig die Bühnen der Welt eroberte, nichts von seiner Faszination verloren. Quartett ist das bis heute wohl meistgespielte Werk des Autors. Das Material für sein Stück fand Müller in dem berühmten, wie ebenso lange Zeit skandalumwitterten Briefroman Gefährliche Liebschaften  von Choderlos de Laclos. Der 1782 in Paris erschienene Roman beschreibt in mehr als einhundertfünfzig Briefen raffiniert eingefädelte Liebesintrigen. Angestiftet  von der Marquise Merteuil, seiner ehemaligen Geliebten, verführt der Vicomte Valmont zwei Frauen: die junge, ungeduldig-sinnliche Volanges und die reife Präsidentengattin Tourvel. Beide treibt er in den Tod. Aus Angst vor einem Ansturm der Entrüstung schrieb der als Herausgeber getarnte Autor damals im Vorwort: &amp;bdquo;Einige der handelnden Personen sind in der Tat so sittenlos und verderbt, dass sie unmöglich in unserem Jahrhundert gelebt haben können, in diesem unseren Jahrhundert der Philosophie und der Aufklärung, das alle Männer, wie man weiß, so ehrenhaft und alle Frauen so bescheiden und sittsam gemacht hat.&amp;ldquo; Müller verwendet zwar Figuren und Motive dieses Romans, unter seinem radikalen Zugriff aber verdichtet sich das ausschweifende Geschehen zu einem erbarmungslosen Zweikampf zwischen Mann und Frau von verstörender Brutalität. Im ständigen Rollenwechsel - als Spiel im Spiel - treiben sich die beiden Hauptfiguren, Merteuil und Valmont, in der Spirale von Macht, Liebe und Gewalt immer weiter in den Tod. Doch selbst der scheint ihnen nur eine weitere Steigerung ihrer perversen Lust zu bedeuten.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 15 Min
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>17.03.2012, 19:00 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>18.03.2012, 11:00 Uhr: Weimarer Reden 2012</title>
		<description>Sven Giegold: Projekt Europa in Gefahr - Pfade aus der Eurokrise

Vorrede: Hans Hoffmeister, Chefreakteur der TLZ



Sven Giegold, 1969 auf Las Palmas de Gran Canaria geboren, ist seit 2009 Abgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament sowie finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA. Nach dem Abitur in Hannover absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, Erwachsenenbildung und Politik in Lüneburg, Bremen und Birmingham und einen Master in Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsentwicklung an der University of Birmingham. Seit den frühen 1990er Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Globalisierung und Solidarische Ökonomie und engagiert sich in der Jugendumweltbewegung. Er war Mitbegründer von Attac Deutschland und seit 2002 mit dem Aufbau der europäischen Attac-Koordination befasst. Seit 2007 ist er Mitglied in der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Sven Giegold ist Gründungsmitglied und Vorstandssprecher vom Institut Solidarische Moderne e.V., Mitinitiator von finance watch, Mitgründer des internationalen Tax Justice Network (London) und Mitgründer der Wohnungsgenossenschaft AllerWohnen e.G., wo er in einem ökologischen Gemeinschaftsprojekt lebt. Veröffentlichungen u.a.: Steueroasen: trockenlegen! (2003) und mit Dagmar Embshoff (Hrsg.), Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus (2008).




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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>18.03.2012, 16:00 Uhr: Die Kuh Rosmarie</title>
		<description>Ländliches Idyll. Ein Dorf mit Feldern und Wiesen und am Rand ein Bauernhof. Das Schwein, das Huhn, der Hund und der Goldfisch leben froh und glücklich bei ihrem Bauern. Aber auch die Kuh Rosmarie wohnt auf dem Hof. Sie hat das schönste Fell von allen Kühen in der Umgebung und gibt jeden Tag einen Eimer Milch. Doch Rosmarie stört mit ihrer ewigen Besserwisserei die gute Laune der anderen Tiere. Sie hat an allem etwas auszusetzten, mal schimpft sie mit dem Schwein, das sich gerade im Schlamm suhlt, beschwert sich über das Gegacker des Huhns oder bemängelt die Fressgewohnheiten des Hundes. Eines Tages reicht es dem Bauern. Er schnappt sich Rosmarie und ab geht es zum Flughafen. Das nächstbeste Ziel: Afrika. Dorthin wird die Kuh nun verschickt, und endlich herrscht wieder Frieden auf dem Bauernhof. Bis eines Tages fremde Besucher kommen: Löwe, Krokodil, Giraffe und weitere exotische Tiere stehen vor der Tür und erzählen, dass Rosmarie nun in Afrika alle Bewohner erziehen will. Und es werden immer mehr Gäste, die vor den gemeinen Worten der Kuh geflohen sind. So kann es nicht weiter gehen, denn allmählich wird es zu eng auf dem Bauernhof. Die Kuh Rosmarie erzählt von Besserwisserei, Individualität und Respekt anderen gegenüber. Das Stück wurde 2004 für den Deutschen Kindertheaterpreis nominiert und erhielt 2006 den Brüder-Grimm-Preis. Eine geistreiche und lustige Geschichte, die nicht nur Kinder begeistern wird. Sebastian Stefan Golser, Jahrgang 1984, studierte an der Universität Wien Theaterwissenschaft. Von 2005 bis 2008 arbeitete er u.a. bei den Sommerspielen Melk, im Renaissancetheater Wien und Dschungel Wien (Theaterhaus für junges Publikum). Seit der Spielzeit 2008/09 ist er am DNT Weimar als Regieassistent tätig und stellte in der Spielzeit 2009/10 mit dem Kinder- und Jugendstück Muñeca seine erste eigene Regiearbeit vor.



Vorstellungsdauer: 50 Min.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>18.03.2012, 19:00 Uhr: La Traviata</title>
		<description>Die herzzerreißende Geschichte der Kameliendame Violetta Valéry, der berühmten Pariser Kurtisane, die aus Rücksicht auf die Ehre der Familie Germont ihrer Liebe zu Alfredo Germont entsagt, ist in Giuseppe Verdis Vertonung eines der meistgespielten Werke des Opernrepertoires. Schon im Titel La Traviata (&amp;bdquo;Die vom rechten Wege Abgekommene&amp;ldquo;) ist angedeutet, dass Violetta in zahlreichen Passagen der Oper eine quasi religiöse Stilisierung und Ikonisierung erfährt. Ihr Gewerbe ist bei Verdi nicht nur körperlich, sondern geradezu metaphysisch. Sie ist jenseits ihres Kurtisanen-Daseins eine Maria Magdalena, die anbetungswürdig ist und den von der Tabuisierung ihrer Sexualität gestressten Bürgern Erlösung verspricht. Die zweite Zuspitzung, die Verdi in La Traviata herausarbeitet, betrifft die kapitalistische Welt desWarentauschs. Violetta erwartet von ihren Liebhabern, dass sie sich für den Genuss ihres Körpers finanziell auszehren. Als siemit Alfredo zusammen aufs Land zieht, tut sie das Gleiche: Jetzt bezahlt sie alles, macht enorme Schulden und verausgabt sich. Als Alfredo bemerkt, dass sie damit nun ihn gleichsam zur Hure macht,wirft er ihr auf demHöhepunkt der dramatischenHandlung, von Verdi grandios herausgearbeitet, eine Unsumme Geld vor die Füße.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>20.03.2012, 09:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1486&amp;rss=3058</link>
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		<title>20.03.2012, 11:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
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		<guid>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=274&amp;rss=3060</guid>
		<title>20.03.2012, 20:00 Uhr: Rhythm &amp; Schiller</title>
		<description> &amp;bdquo;...gegen Goethen bin ich und bleibe ich ein poetischer Lump&quot;. Schillers rigoroses Selbsturteil lässt sich mit seinen Balladen schnell widerlegen. Wer kennt sie nicht: Die Kraniche des Ibykus, Die Bürgschaft oder Der Handschuh? Sie gehören zu den populärsten Gedichten Schillers und sind größtenteils 1797 in Zusammenarbeit mit Goethe entstanden. Eine spannende Handlung, eine effektvolle eingängige Sprache und Sentenzen, die schnell zu geflügelten Worten wurden, sind ihre Markenzeichen. Gemeinsam mit Anna Bellmann (Violine)und Ingo Wernsdorf (Marimba/ Percussion) stellt Bernd Lange die sprachliche, formale und kompositorische Qualität der Balladen in den Mittelpunkt seiner Interpretationen und gibt dabei Einblicke in ihre Entstehung. Rhythm &amp; Schiller ist eine poetisch-musikalische Reise in Schillers lyrische Welt, in sein Denken über die Geschichte und die Kunst, über Gott und die Welt.



Vorstellungsdauer: 1 Std.
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=274&amp;rss=3060</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>21.03.2012, 15:00 Uhr: Wir alle für immer zusammen</title>
		<description>&amp;bdquo;Alles ist gut so, wie es ist, ein Fisch gehört ins Wasser, ein Vogel in die Luft, eine Hand in meine &amp;ndash; seine.&amp;ldquo; Polleke ist 11 Jahre alt, Dichterin, und sie hat einen Traum: wir alle für immer zusammen. Wir, das sind ihre Mutter Tina und ihr Vater Spiek, das sind Oma und Opa, Mimun, den sie heiß und innig liebt, ihre beste Freundin Caro und das ist nicht zuletzt sie selbst, als Kraftzentrum der Kommunikation. Doch der Traum von der harmonischen Gemeinschaft, er will zunächst nicht wahr werden.  Eine Katastrophe jagt die nächste. Pollekes geliebter Vater verspricht zwar viel, hält aber, weil er zusehends in eine Drogenkarriere abgleitet, wenig: Immer dann, wenn sie ihn braucht, ist er nicht da. Die Mutter verliebt sich ausgerechnet in ihren Lehrer Walter, und ihr marokkanischer Freund hat ihr gerade einen Abschiedsbrief geschrieben, weil er nach dem Willen seiner Eltern ein Mädchen aus seiner Heimat heiraten soll. Kurzum: Polleke ist geradezu überschwemmt von Problemen.  

Wie dann doch alles halbwegs gut wird und Polleke ihren Weg aus den Verstrickungen heraus findet, hin zu einer individuellen Identität, und welche nicht unwesentliche Rolle dabei ihre Gedichte spielen, erzählt dieses mitreißende Theaterstück über die Mühen des Erwachsenwerdens in einer multikulturellen Gesellschaft. Grundlage des Stücks bildet der Roman Wir alle für immer zusammen des international profilierten Kinderbuchautors Guus Kuijer. Für diesen ersten seiner insgesamt fünf Polleke-Bände erhielt Kuijer mehrere Preise, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis.  


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>21.03.2012, 19:30 Uhr: Der Wildschütz</title>
		<description>Es ist ein Lustspiel des &amp;ndash; zumindest während des 19. Jahrhunderts &amp;ndash; berühmtesten Weimarer Dichters, das Albert Lortzing zu seiner komischen Oper Der Wildschütz inspirierte. August von Kotzebue wurde 1761 in Weimar geboren (und ist damit der einzige der berühmten Weimarer Schriftsteller, der tatsächlich hier herstammt), lebte jedoch als Erwachsener insgesamt nur wenige Jahre in der Dichterstadt, da er mit Goethe zerstritten war. Er schuf über zweihundertundzwanzig Theaterstücke; über achtzig davon wurden allein zu Lebzeiten Goethes (auch während seiner Intendanz) in Weimar auf die Bühne gebracht. Kotzebues Popularität in Deutschland war beispiellos, in ganz Europa wurden seine Werke aufgeführt. In einer Liste der meistgespielten Schauspielautoren des Mannheimer Hof- und Nationaltheaters für den Zeitraum von 1779 bis 1870, also für annähernd ein Jahrhundert, steht Kotzebue mit 1.870 Aufführungen an erster Stelle, weit vor Schiller mit 486 und Iffland mit 463 Vorstellungen, während Goethe erst an vierzehnter Stelle mit 181 Aufführungen erscheint. (Jörg F. Meyer) Das Lustspiel Der Rehbock wurde 1815 in Leipzig uraufgeführt. Albert Lortzing fügte für seine Oper einige Szenen hinzu und bereicherte den Stoff durch tagesaktuelle, satirische Anspielungen. Die Sophokles-Verehrung der Gräfin beispielsweise spiegelt die Graecomanie des Leipziger Bürgertums wieder, die im Anschluss an eine Aufführung von Mendelssohns Antigone-Schauspielmusik im Jahr 1842 ausgebrochen war. 



Lortzings Wahl des Untertitels Der Wildschütz oder Die Stimme der Natur weist jedoch ganz unmittelbar auf die Tiefen des Stoffes hin, die seiner komischer Oper neben aller leichtfüßigen Unterhaltungsabsicht wirkliche Brisanz verleihen. Selten gibt es einen Opernstoff des 19. Jahrhunderts, in dem derart virtuos und hemmungslos erotische Beziehungen über alle Standes- und Geschlechtsgrenzen hinweg angestrebt werden. 

In der schillernden Rolle der Baronin kulminiert die amouröse Verwirrung: In ihrer eigenen Person gibt sie sich desinteressiert und abweisend; in ihrer ersten Verkleidung als junger Mann erregt sie sofort die Leidenschaft aller Frauen des Stücks; als sie sich wieder als Bäuerin zurück verkleidet, fallen die Adligen über sie her. Die Verwicklungen sind so turbulent, dass der Schlusssatz der Gräfin aus Kotzebues Stück wirklich aus echter Not zu kommen scheint: Wir verdanken die Erhaltung unserer Grundsätze bloß dem Glücke. &amp;ndash; Im Jahr des Wiener Kongresses in den Mund einer Adligen gelegt, ist das ein Satz, der echte historische Brisanz hat.



Vorstellungsdauer: 2 Std. 45 Min. inkl. einer Pause
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>22.03.2012, 10:00 Uhr: Wir alle für immer zusammen</title>
		<description>&amp;bdquo;Alles ist gut so, wie es ist, ein Fisch gehört ins Wasser, ein Vogel in die Luft, eine Hand in meine &amp;ndash; seine.&amp;ldquo; Polleke ist 11 Jahre alt, Dichterin, und sie hat einen Traum: wir alle für immer zusammen. Wir, das sind ihre Mutter Tina und ihr Vater Spiek, das sind Oma und Opa, Mimun, den sie heiß und innig liebt, ihre beste Freundin Caro und das ist nicht zuletzt sie selbst, als Kraftzentrum der Kommunikation. Doch der Traum von der harmonischen Gemeinschaft, er will zunächst nicht wahr werden.  Eine Katastrophe jagt die nächste. Pollekes geliebter Vater verspricht zwar viel, hält aber, weil er zusehends in eine Drogenkarriere abgleitet, wenig: Immer dann, wenn sie ihn braucht, ist er nicht da. Die Mutter verliebt sich ausgerechnet in ihren Lehrer Walter, und ihr marokkanischer Freund hat ihr gerade einen Abschiedsbrief geschrieben, weil er nach dem Willen seiner Eltern ein Mädchen aus seiner Heimat heiraten soll. Kurzum: Polleke ist geradezu überschwemmt von Problemen.  

Wie dann doch alles halbwegs gut wird und Polleke ihren Weg aus den Verstrickungen heraus findet, hin zu einer individuellen Identität, und welche nicht unwesentliche Rolle dabei ihre Gedichte spielen, erzählt dieses mitreißende Theaterstück über die Mühen des Erwachsenwerdens in einer multikulturellen Gesellschaft. Grundlage des Stücks bildet der Roman Wir alle für immer zusammen des international profilierten Kinderbuchautors Guus Kuijer. Für diesen ersten seiner insgesamt fünf Polleke-Bände erhielt Kuijer mehrere Preise, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis.  


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>22.03.2012, 19:30 Uhr: Der Sturm</title>
		<description>Ein Sturm spült Antonio, den Herzog von Mailand, und sein Gefolge auf eine einsame Insel. Dort begegnet er seinem einst von ihm aus dem Amt vertriebenen und auf die Insel verbannten Bruder Prospero wieder. Dieser hat den Sturm inszeniert, der die Gestrandeten in seine Gewalt bringen und ihm die Rückkehr an die Macht ermöglichen soll. Prospero hat sich die Naturkräfte der Insel und deren Eingeborene untertan gemacht. Caliban, der einstige Herrscher der Insel, wie auch Ariel, Prosperos dienstbarer Geist, leiden unter dem neuen Regime. Während Ariel dem Freiheitsversprechen Prosperos glaubt, findet Caliban unter den auf der Insel Gestrandeten Verbündete, um Prospero die Macht wieder zu entreißen. Aber auch unter den Schiffbrüchigen selbst brechen Machtkämpfe auf, die nur durch Ariels Eingreifen nicht in einem Blutbad enden.

Die Liebe bringt scheinbar Versöhnung zwischen alle widerstreitenden Parteien. Miranda, Prosperos Tochter, die einst mit ihm auf die Insel verbannt wurde, und Ferdinand, der ebenfalls auf der Insel gestrandete Thronfolger von Neapel, werden auf Prosperos Anweisung hin von Ariel zusammengeführt. Prosperos Inszenierung geht auf wie erwünscht. Miranda und Ferdinand verlieben sich ineinander und stiften eine neue Dynastie, die Prospero die Macht über den Tod hinaus sichern wird. Während Prospero mit den Seinen nach Mailand zurückkehrt, bleiben Caliban und Ariel auf der Insel zurück, allein mit der Freiheit, die so lange ein herrliches Traumbild war.

Regie bei Shakespeares letztem Drama, das die ganze Magie des Theaters beschwört, führt Corinna von Rad.

Die Regisseurin hat sich mit Inszenierungen in Musiktheater und Schauspiel einen Namen gemacht. Neben ihrer Regiearbeit ist Corinna von Rad auch als Dozentin an verschiedenen künstlerischen Hochschulen tätig; zurzeit hat sie eine Professur an der Musikhochschule &amp;bdquo;Hanns Eisler&amp;ldquo; Berlin im Fach Musiktheaterregie inne.

Der Sturm ist nach Die Grille von Richard Ayres ihre zweite Inszenierung am DNT in der Spielzeit 2008/09.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.03.2012, 10:00 Uhr: Kröterich hält die Welt in Atem</title>
		<description>Der Kröterich von Krötinhall ist ein eitler, eingebildeter, chaotischer, waghalsiger und sich selbst überschätzender, unbeirrbarer Kerl, der vernarrt ist in Motorboote und Autos. Er ist maßlos, frech und hat keinerlei Anstand. Ratte,Maulwurf und Dachs sind ihm trotzdem in aufrichtiger, wenn auch kritischer, Freundschaft verbunden, und stehen ihm geduldig bei all seinen verrückten Abenteuern zur Seite, retten ihn aus der Kerkerhaft und erobern schließlich sogar das von den Hermelinen und Wieseln besetzte Krötinhall für ihn zurück. Natürlich versuchen sie bei alledem, den Kröterich von seiner Geltungssucht zu kurieren. Dieser aber macht beharrlich seinemRuf alle Ehre, und so endet dieGeschichte notwendig im schönsten Tumult.



Vorstellungsdauer: 1 Std.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.03.2012, 19:30 Uhr: Carmen in einem Akt!</title>
		<description>
Die russische Mezzosopranistin Margarita Gritskova, Ensemblemitglied des DNT, wird im Sommer an die Wiener Staatsoper wechseln. Das ist Grund genug die Gelegenheit zu ergreifen, sie vorher dem Weimarer Publikum noch als eine wahrhaft betörende Carmen zu präsentieren.
Die 80-minütige Fassung vereint dabei in einem Akt nicht nur (fast) alle Höhepunkte der mitreißenden Partitur Georges Bizets, sie erzählt die Oper auch auf eine stupende Weise neu. Im Zentrum der Erzählung steht die Mutter Don Josés, eine der berühmtesten nicht auftretenden Rollen der Operngeschichte. An ihrer großbürgerlichen Festtafel nimmt die Handlung ihren Lauf: Carmen platzt in die opulente Verlobungsfeier Josés und Micaelas. Der Skandal ist programmiert. Der unbescholtene Sohn der Familie wird durch das Erscheinen der fatalsten aller femme fatales zum Mörder.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.03.2012, 20:00 Uhr: Der Menschenfeind</title>
		<description>Der Idealist und &amp;bdquo;Menschenfeind&amp;ldquo; Alceste weigert sich Kompromisse einzugehen und verachtet die Heuchler. Er zelebriert seine Unabhängigkeit, nur sein Freund Philintemahnt ihn zuMäßigung und Anpassung. Paradoxerweise verliebt er sich in die flatterhafte Célimène, die all das verkörpert, was er ablehnt. Sie genießt den Tratsch in Gesellschaft und kokettiert mit mehreren Verehrern. Als jedoch ein Brief gefunden wird, in dem sie ihre Verehrer verspottet, wenden sich alle außer Alceste von ihr ab.Nur er bietet ihr an, sich mit ihm aufs Land zurückzuziehen. Sie lehnt ab, seine Reaktion bleibt offen. Die Maßlosigkeit seiner Ansprüche hat ihn isoliert und in ein tragisch-komischesDilemma gebracht. Aberwie in einerGesellschaft überleben, ohne die eigenenÜberzeugungen zu verraten? In unserer heutigen Gesellschaft des grenzenlosen Narzissmus verwandelt sich alles mehr und mehr in Fiktion, in Imaginäres. Dagegen mobilisieren wir das Reale: die Selbstverletzung, dieGewalt, den Körper, all das Jenseits des Symbolischen. Doch dort und ohne Gegenüber sind wir gar keine Menschen mehr, sondern Automaten und auch der Kritiker wird zumnarzisstischen Mechanismus, der nicht in der Lage ist, das System zu überschreiten.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.03.2012, 15:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.03.2012, 19:30 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.03.2012, 11:00 Uhr: Weimarer Reden 2012</title>
		<description>Gesine Schwan: Über die Freude an Europa

Vorrede: Stephan Märki, Generalintendant DNT Weimar



Gesine Schwan wurde 1943 in Berlin geboren. Sie studierte Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politologie an der Freien Universität Berlin und an der Universität Freiburg. 1970 promovierte sie an der FU Berlin, wo 1974 ihre Habilitation folgte. Von 1977 bis 1999 forschte und lehrte Gesine Schwan als Professorin für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Gastaufenthalte in Washington, Cambridge und New York. Von 1999 bis Herbst 2008 war sie Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. 2005 bis 2009 übernahm Gesine Schwan das Amt der Koordinatorin der Bundesregierung für die grenznahe und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Polen. Sie ist zudem Mitglied des Kuratoriums der deutsch-polnischen Wissenschaftsstiftung, deren Gründung sie maßgeblich vorangetrieben hat. Seit Juni 2010 ist sie Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance. Wichtigste Publikationen u.a.: Bildung: Ware oder öffentliches Gut? (2010), Wege in eine gemeinsame Zukunft. Reden (2010), Woraus wir leben. Das Persönliche und das Politische (gem. mit Christian Geyer; 2009), Allein ist nicht genug. Für eine neue Kultur der Gemeinsamkeit (gem. mit Susanne Gaschke; 2007), Demokratische Politische Identität. Deutschland, Polen und Frankreich im Vergleich (Hrsg.; 2006).
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.03.2012, 11:00 Uhr: Generalprobe zum 8. Sinfoniekonzert</title>
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		<title>25.03.2012, 19:30 Uhr: 8. Sinfoniekonzert</title>
		<description>Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.



Ingvar Lidholm Musik für Streicher 

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15

Sergej Rachmaninow Sinfonische Tänze op. 45





Mit Ingvar Lidholm stellt Stefan Solyom seinem Weimarer Publikum erstmals einen zeitgenössischen Komponisten aus seiner schwedischen Heimat vor. Die Musik für Streicher aus dem Jahr 1952 entstammt einer frühen Phase in der künstlerischen Entwicklung Lidholms, die von kreativer Neugier im Umgang mit musikalischen Traditionen, Gesten und Charakteren geprägt ist. Bartók, Hindemith und Strawinsky sind hier Vorbilder, die in der feingliedrigen Komposition musikalisch Pate stehen. Zwei geniale Pianisten mit noch genialerem kompositorischem Talent folgen: Ludwig van Beethoven mit seinem energischen Aufbruch vom bloß virtuos- brillanten Solokonzert hin zum intensivierten Dialog mit quasi-sinfonischem Anspruch, sowie Sergej Rachmaninow, dessen Sinfonische Tänze trotz der scheinbar leichtgewichtigen Form das Zerrbild des russischen &amp;bdquo;Salonromantikers&amp;ldquo; gründlich Lügen strafen. Entstanden als allerletztes Werk Rachmaninows und in der amerikanischen Emigration reflektieren sie, wie gebrochen durch einen Schleier, die wehmütigen Erinnerungen des Komponisten an seine Heimat &amp;ndash; Klänge, für die das kraft strotzende Amerika auf der Suche nach ebensolchen Helden nur wenig Verständnis fand. 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.03.2012, 20:00 Uhr: Die zweite Frau</title>
		<description>Laura ist krank und lässt ihr Leben Revue passieren. Dabei stellt sie fest, dass sie in der klassischen Trias Ehe, Kind und Haushalt stets nur der normativen Familienhierarchie gedient und dabei sich selbst  aufgegeben hat. Der erfolgreiche Ehemann geht schon längst eigene Wege und zwischen Laura und ihrer pubertierenden Tochter Agnes herrscht ein festgefahrener Stellungskrieg. Doch dann tritt Lena, die neue osteuropäische Haushaltshilfe, in das Leben der beiden Frauen und bringt die Fronten in Bewegung. Plötzlich nehmen die Dinge einen anderen Lauf&amp;hellip;



Nino Haratischwili porträtiert drei unterschiedliche Frauengenerationen mit ähnlichem Lebensentwurf. Sie alle sind auf der Suche nach ihrem Selbst, das ihnen zwischen der  Erwartungshaltung der Anderen und der eigenen Sehnsucht nach Liebe und menschlicher  Anerkennung verloren gegangen ist. 



Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien geboren. Sie studierte Film- und Theaterregie und ist Trägerin zahlreicher Preise, u.a. erhielt sie 2008 für ihr Stück Liv Stein einen der beiden Autorenpreise des Heidelberger Stückemarktes. 2010/11 war sie Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen.






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.03.2012, 19:30 Uhr: 8. Sinfoniekonzert</title>
		<description>Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.



Ingvar Lidholm Musik für Streicher 

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15

Sergej Rachmaninow Sinfonische Tänze op. 45





Mit Ingvar Lidholm stellt Stefan Solyom seinem Weimarer Publikum erstmals einen zeitgenössischen Komponisten aus seiner schwedischen Heimat vor. Die Musik für Streicher aus dem Jahr 1952 entstammt einer frühen Phase in der künstlerischen Entwicklung Lidholms, die von kreativer Neugier im Umgang mit musikalischen Traditionen, Gesten und Charakteren geprägt ist. Bartók, Hindemith und Strawinsky sind hier Vorbilder, die in der feingliedrigen Komposition musikalisch Pate stehen. Zwei geniale Pianisten mit noch genialerem kompositorischem Talent folgen: Ludwig van Beethoven mit seinem energischen Aufbruch vom bloß virtuos- brillanten Solokonzert hin zum intensivierten Dialog mit quasi-sinfonischem Anspruch, sowie Sergej Rachmaninow, dessen Sinfonische Tänze trotz der scheinbar leichtgewichtigen Form das Zerrbild des russischen &amp;bdquo;Salonromantikers&amp;ldquo; gründlich Lügen strafen. Entstanden als allerletztes Werk Rachmaninows und in der amerikanischen Emigration reflektieren sie, wie gebrochen durch einen Schleier, die wehmütigen Erinnerungen des Komponisten an seine Heimat &amp;ndash; Klänge, für die das kraft strotzende Amerika auf der Suche nach ebensolchen Helden nur wenig Verständnis fand. 


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		<title>27.03.2012, 09:45 Uhr: Maskenwerkstatt</title>
		<description>mit Maskenbildnerinnen des DNT Weimar 

für Kinder ab der 1. Klasse



Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 



Vorstellungen nach Absprache. Tel.: 0 3643 - 755 301



Maskenbildnerinnen des DNT erklären und demonstrieren Interessantes aus ihrer Arbeit: Perücken und Glatzen, Schminke und Masken werden zur Freude der Zuschauer auch an &quot;lebenden Objekten&quot; ausprobiert.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=40&amp;rss=3024</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
</item>
	<item>
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		<title>27.03.2012, 11:15 Uhr: Theatereffekte</title>
		<description>Requisitenwerkstatt mit Wilfried Meister 

Für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen 

Vorstellungen auch nach Absprache Tel.: 03643 - 755 301 



Der 'Meister' der Effekte öffnet seine Trickkiste und erobert sich mit Einfallsreichtum und Witz die Herzen seiner Bewunderer. Er verrät, wie Blitz, Donner, Regen, Nebel und Schnee gemacht werden, lässt im Schwarzlicht das Foyer III in die Geisterstunde abtauchen, Fische und Obst auf ihre Genießbarkeit prüfen oder führt seine Seifenblasenmaschine vor und lässt die Seifenblasen zu Glühwürmchen werden - Tricks des Requisiteurs, die nicht nur die kleinen Zuschauer zum Staunen bringen.



Vorstellungsdauer: 1 Std. </description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1169&amp;rss=3025</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
</item>
	<item>
		<guid>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1494&amp;rss=2777</guid>
		<title>27.03.2012, 15:00 Uhr: Concerto Piccolino</title>
		<description>Musik weckt Gefühle, öffnet innere Räume und verbindet die Menschen. Klänge und Melodien bieten dabei den Zugang zum musikalisch-sinnlichen Erleben, in das Kinder und Eltern eintauchen, um sich gemeinsam &amp;ndash; bewusst oder unbewusst &amp;ndash; von Musik verzaubern und im wahrsten Sinne des Wortes &amp;bdquo;bewegen&amp;ldquo; zu lassen. In der neuen Konzertreihe der Staatskapelle Weimar für Kinder von 1 bis 3 Jahren soll es darum gehen, in spielerischer Interaktivität Rhythmen zu erspüren, über Töne zu staunen, zur Musik zu tanzen und zu singen. Inspirierende Bewegungsbilder laden zum Mitmachen ein, Wahrnehmungsspiele fördern das sinnliche Empfinden und machen das Konzert so von Anfang an zum spannenden Gemeinschaftserlebnis.



  Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.





Kristin Lovsky        Flöte

Mariko Okuda        Oboe

Stefan Polster       Klarinette

Miachel Abe           Fagott

Andreas Nickel      Horn




</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1494&amp;rss=2777</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.03.2012, 16:30 Uhr: Concerto Piccolino</title>
		<description>Musik weckt Gefühle, öffnet innere Räume und verbindet die Menschen. Klänge und Melodien bieten dabei den Zugang zum musikalisch-sinnlichen Erleben, in das Kinder und Eltern eintauchen, um sich gemeinsam &amp;ndash; bewusst oder unbewusst &amp;ndash; von Musik verzaubern und im wahrsten Sinne des Wortes &amp;bdquo;bewegen&amp;ldquo; zu lassen. In der neuen Konzertreihe der Staatskapelle Weimar für Kinder von 1 bis 3 Jahren soll es darum gehen, in spielerischer Interaktivität Rhythmen zu erspüren, über Töne zu staunen, zur Musik zu tanzen und zu singen. Inspirierende Bewegungsbilder laden zum Mitmachen ein, Wahrnehmungsspiele fördern das sinnliche Empfinden und machen das Konzert so von Anfang an zum spannenden Gemeinschaftserlebnis.



  Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.





Kristin Lovsky        Flöte

Mariko Okuda        Oboe

Stefan Polster       Klarinette

Miachel Abe           Fagott

Andreas Nickel      Horn




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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1494&amp;rss=2778</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.03.2012, 20:00 Uhr: Der Menschenfeind</title>
		<description>Der Idealist und &amp;bdquo;Menschenfeind&amp;ldquo; Alceste weigert sich Kompromisse einzugehen und verachtet die Heuchler. Er zelebriert seine Unabhängigkeit, nur sein Freund Philintemahnt ihn zuMäßigung und Anpassung. Paradoxerweise verliebt er sich in die flatterhafte Célimène, die all das verkörpert, was er ablehnt. Sie genießt den Tratsch in Gesellschaft und kokettiert mit mehreren Verehrern. Als jedoch ein Brief gefunden wird, in dem sie ihre Verehrer verspottet, wenden sich alle außer Alceste von ihr ab.Nur er bietet ihr an, sich mit ihm aufs Land zurückzuziehen. Sie lehnt ab, seine Reaktion bleibt offen. Die Maßlosigkeit seiner Ansprüche hat ihn isoliert und in ein tragisch-komischesDilemma gebracht. Aberwie in einerGesellschaft überleben, ohne die eigenenÜberzeugungen zu verraten? In unserer heutigen Gesellschaft des grenzenlosen Narzissmus verwandelt sich alles mehr und mehr in Fiktion, in Imaginäres. Dagegen mobilisieren wir das Reale: die Selbstverletzung, dieGewalt, den Körper, all das Jenseits des Symbolischen. Doch dort und ohne Gegenüber sind wir gar keine Menschen mehr, sondern Automaten und auch der Kritiker wird zumnarzisstischen Mechanismus, der nicht in der Lage ist, das System zu überschreiten.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1478&amp;rss=3065</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.03.2012, 15:00 Uhr: Babykonzerte</title>
		<description>Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Arthur Honegger, Lou Harrison, Johannes Brahms, Johann Strauß u.a.



Die Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, neuen Klängen zu lauschen und sich nach lebendigen Rhythmen zu bewegen, kann gar nicht früh genug geweckt werden. Dass Musik schon (und gerade!) Babys fasziniert, ist für uns Anlass genug, auch unserem jüngsten Publikum eine eigene Konzertreihe zu widmen und die Begegnung mit allem, was da klingt, singt und tönt von Anfang an zu einem aufregenden Gemeinschaftserlebnis zu machen. Für die Mamas und Papas sind die Babykonzerte zugleich Gelegenheit, &amp;bdquo;trotz Kind&amp;ldquo; Konzertgänger zu bleiben oder es erst zu werden. Die gemütliche Atmosphäre des mit Krabbelmatten ausgestatteten foyer II erlaubt es pro Konzert maximal 50 Babys und ihren Eltern, bei (fast) unbeschränkter Bewegungsfreiheit ganz nah am Geschehen zu sein oder sich auch mal in sicherer Distanz zu halten. Bestimmt aber ist das Eis schnell gebrochen.



Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.






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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1379&amp;rss=2779</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.03.2012, 16:30 Uhr: Babykonzerte</title>
		<description>Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Arthur Honegger, Lou Harrison, Johannes Brahms, Johann Strauß u.a.



Die Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, neuen Klängen zu lauschen und sich nach lebendigen Rhythmen zu bewegen, kann gar nicht früh genug geweckt werden. Dass Musik schon (und gerade!) Babys fasziniert, ist für uns Anlass genug, auch unserem jüngsten Publikum eine eigene Konzertreihe zu widmen und die Begegnung mit allem, was da klingt, singt und tönt von Anfang an zu einem aufregenden Gemeinschaftserlebnis zu machen. Für die Mamas und Papas sind die Babykonzerte zugleich Gelegenheit, &amp;bdquo;trotz Kind&amp;ldquo; Konzertgänger zu bleiben oder es erst zu werden. Die gemütliche Atmosphäre des mit Krabbelmatten ausgestatteten foyer II erlaubt es pro Konzert maximal 50 Babys und ihren Eltern, bei (fast) unbeschränkter Bewegungsfreiheit ganz nah am Geschehen zu sein oder sich auch mal in sicherer Distanz zu halten. Bestimmt aber ist das Eis schnell gebrochen.



Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.






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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1379&amp;rss=2780</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.03.2012, 19:30 Uhr: Die lustige Witwe</title>
		<description>Gerade ist es Graf Danilo dank der Grisetten im Nachtclub Maxim einigermaßen gelungen, seine Jugendliebe Hanna zu vergessen, da ruft ihn die patriotische Pflicht: Er soll die viele Millionen schwere Witwe des Hofbankiers Glawari heiraten. Nur so lässt sich der Staatsbankrott seiner Heimat noch abwenden. Der Haken: die Witwe ist besagte Hanna, die Danilo vor vielen Jahren feige sitzen gelassen hatte. Lehárs meisterliche Tanzoperette, in der ein Ohrwurm den anderen jagt, erzählt von der Liebe als einem unerbittlichen Kampf mit sich selbst und dem Objekt der Begierde: Verloren hat, wer als erster zugibt, dass er noch immer Gefühle für den anderen hegt. Allein das Orchester erzählt unablässig von dem, was alle verbindet &amp;ndash; und erzwingt zu guter Letzt sogar ein Happy End. Für Die Lustige Witwe kehrt die amerikanische Regisseurin und Choreografin Lydia Steier, deren Lesarten von Ruggero Leoncavallos Der Bajazzo und Ferruccio Busonis Turandot 2009 überregionales Aufsehen erregt haben, ans DNT zurück. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Martin Hoff, der in der vergangenen Spielzeit u.a. mit Elektra von Richard Strauss und Albert Lortzings Der Wildschütz große Erfolge am DNT feierte.



Vorstellungsdauer: 2 Std. 30 Min. inkl. einer Pause


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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1363&amp;rss=2934</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.03.2012, 20:00 Uhr: Effi Briest</title>
		<description>Baron von Innstetten stellt die 17-jährige Effi Briest vor die Wahl, den Heiratsantrag des Ex-Geliebten ihrer Mutter anzunehmen oder weiter ihre unbefangene Jugend zu leben. Mit ihrem Jawort entschließt sich Effi für den fast zwanzig Jahre älteren Mann und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Aufstieg. 

Rasch offenbart sich jedoch die Kluft zwischen dem ersehnten Eheglück und dem grauen Alltag des kleinen Provinzortes Kessin. Ihr Mann, der nach ihrer Hochzeitsreise die tägliche Arbeit wieder aufnimmt, überlässt Effi Tag für Tag sich selbst. Stets wünscht sich Effi den Abend herbei, um ihre Eintönigkeit zu vergessen. In den wenigen abendlichen Stunden ergeht sich Innstetten in steifen Liebkosungen, den einzigen Unterbrechungen ihrer Tristesse.

Der Umzug Major Crampas&amp;lsquo; nach Kessin schafft der Eintönigkeit Effis Abhilfe. Der Major füllt ihr an gesellschaftlichen Kontakten armes Leben aus. Was mit Spaziergängen zwischen ihm und Effi beginnt, entwickelt sich bald zu einem Liebesverhältnis. 

Erst einige Jahre später, Effi und Innstetten sind längst nach Berlin gezogen, kommt der Ehebetrug ans Tageslicht. Der in seinem Ehrgefühl verletzte Innstetten tötet Major Crampas im Duell und verstößt seine geliebte Frau. Diese Entscheidung treibt beide, Effi und Innstetten, in die Verzweiflung.





Vorstellungsdauer: 1 Std. 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>29.03.2012, 18:30 Uhr: Kurzeinführung</title>
		<description>Zu ausgewählten Terminen haben Sie die Möglichkeit eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vom produktionsbegleitenden Dramaturgen in einer Kurzeinführung nähere Informationen zu Stück und Inszenierung zu erhalten.
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1414&amp;rss=3071</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>29.03.2012, 19:00 Uhr: Merlin oder Das wüste Land</title>
		<description>Liebe, Eifersucht, Intrigen, Rache, Ideale, Verlust, Konflikte, Krieg und Mut. Das sind nur einige der Themen, die Tankred Dorst in Merlin oder Das wüste Land bearbeitet. Der 1925 in Thüringen geborene Dramatiker und Schriftsteller, der auch als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge feiert, begibt sich auf die Spuren des wohl bekanntestenmythologischen Zauberers deswestlichen Kulturkreises. Doch er erzählt die Artussage auf seine ganz eigene Art undWeise. Merlin, Sohn des Teufels und einer Riesin, trägt sowohl das Gute als auch das Böse in sich. Um nicht in die Fußstapfen des Vaters zu treten, will er Gutes tun. Er bringt den sagenumwobenen König Artus dazu, die Tafelrunde zu gründen: Jene Vereinigung, die die Idee einer gerechtenWeltordnung verfolgt. An diesemTisch würde es nie zu Streitigkeiten kommen, da durch seine runde Formeine Rangelei um die besseren Plätze ausgeschlossen sei. Die Grundsteine für eine neue friedliche Gesellschaftsform sind damit gelegt.  Doch im Hintergrund dieser Utopie der vermeintlichen Gleichberechtigung wird Merlin dennoch zum geheimen Großmeister über blutige Schlachten und folgenschwere Beziehungsgeflechte.





Fotografiewettbewerb Das wüste Land 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>30.03.2012, 10:00 Uhr: Wir alle für immer zusammen</title>
		<description>&amp;bdquo;Alles ist gut so, wie es ist, ein Fisch gehört ins Wasser, ein Vogel in die Luft, eine Hand in meine &amp;ndash; seine.&amp;ldquo; Polleke ist 11 Jahre alt, Dichterin, und sie hat einen Traum: wir alle für immer zusammen. Wir, das sind ihre Mutter Tina und ihr Vater Spiek, das sind Oma und Opa, Mimun, den sie heiß und innig liebt, ihre beste Freundin Caro und das ist nicht zuletzt sie selbst, als Kraftzentrum der Kommunikation. Doch der Traum von der harmonischen Gemeinschaft, er will zunächst nicht wahr werden.  Eine Katastrophe jagt die nächste. Pollekes geliebter Vater verspricht zwar viel, hält aber, weil er zusehends in eine Drogenkarriere abgleitet, wenig: Immer dann, wenn sie ihn braucht, ist er nicht da. Die Mutter verliebt sich ausgerechnet in ihren Lehrer Walter, und ihr marokkanischer Freund hat ihr gerade einen Abschiedsbrief geschrieben, weil er nach dem Willen seiner Eltern ein Mädchen aus seiner Heimat heiraten soll. Kurzum: Polleke ist geradezu überschwemmt von Problemen.  

Wie dann doch alles halbwegs gut wird und Polleke ihren Weg aus den Verstrickungen heraus findet, hin zu einer individuellen Identität, und welche nicht unwesentliche Rolle dabei ihre Gedichte spielen, erzählt dieses mitreißende Theaterstück über die Mühen des Erwachsenwerdens in einer multikulturellen Gesellschaft. Grundlage des Stücks bildet der Roman Wir alle für immer zusammen des international profilierten Kinderbuchautors Guus Kuijer. Für diesen ersten seiner insgesamt fünf Polleke-Bände erhielt Kuijer mehrere Preise, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis.  


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>30.03.2012, 19:30 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1481&amp;rss=2894</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
</item>
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		<title>31.03.2012, 19:00 Uhr: Kurzeinführung</title>
		<description>Zu ausgewählten Terminen haben Sie die Möglichkeit eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vom produktionsbegleitenden Dramaturgen in einer Kurzeinführung nähere Informationen zu Stück und Inszenierung zu erhalten.
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1414&amp;rss=3072</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>31.03.2012, 19:30 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1475&amp;rss=2895</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>01.04.2012, 19:00 Uhr: Die Zauberflöte</title>
		<description>Er ist Wiener und heißt Hans Sausakh von Wurstelfeld; oder er lebt in Neapel unter dem Namen Pulcinella; oder er ist in einem Reich der Träume geboren und heißt Papageno. Immer ist er ein Anwalt des gesunden Verstandes und hasst hochtrabende Ideale. Seine Intelligenz speist sich ausschließlich aus seinen eigenen Überlebensinteressen: Essen und Sex (oder andersherum), - aus diesen Bestandteilen konstruierte das 18. Jahrhundert eine der dramaturgisch erfolgreichsten Theaterfiguren der Geschichte. Emanuel Schikaneder (1751-1812) - Schauspieler, Autor und  Theaterleiter - war ein geborener Hanswurst-Darsteller. Seine großen Rollen waren der Anton, der Tyroler Wastl und eben der Papageno. Er zog Pointen (und Frauen) an wie Käse Fliegen: &quot;Ach kann ich denn keiner von allen den reizenden Mädchen gefallen? Helf' eine mir nur aus der Not, sonst gräm' ich mich wahrlich zu Tod. Wird keine mir Liebe gewähren, so muß mich die Flamme verzehren, doch küßt mich ein weiblicher Mund, - so bin ich schon wieder gesund.&quot; (Papageno) Die Zauberflöte, als Maschinenkomödie in zwei Akten am 30. September 1791 im Freihaustheater auf der Wieden, vor den Mauern Wiens, uraufgeführt und von Mozart selbst dirigiert, bescherte dem Komponisten Einnahmen wie nie zuvor. Wie sein Nachlassverzeichnis schließen lässt, musste er seinen Kleiderluxus ebensowenig einschränken wie seine Vorliebe für Ausritte gegen die Melancholie. Trotz der kostspieligen Kuren seiner Frau in Baden bei Wien konnte Mozart seinen Lebensstil halten. Seit dem 20. November 1791 kränkelte er; am 5. Dezember um 1 Uhr früh starb er an &quot;hitzigem Frieselfieber&quot;. Sein Hanswurst Papageno, der heimliche Held der Zauberflöte, gibt Mozarts ultimative Antwort auf die Frage des &quot;Wie lebt man?&quot;, die Papageno stellvertretend bewirkt, indem er Pamina unterrichtet, wie man richtig lebt; indem er ihr zu verstehen gibt: Vergiss Dogmen und Ideologien! Durch den einfachen und zutiefst humanen Unterricht eines Hanswursts kann Pamina erst den Satz formulieren, der das Zentrum von Wolfgang Amadé Mozarts großer Oper ist: &quot;Fühlst du nicht der Liebe Sehnen, so wird Ruh im Tode sein.&quot;



Vorstellungsdauer: 3 Std. 15 Min. inkl. einer Pause
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=165&amp;rss=2935</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.04.2012, 10:00 Uhr: Die Kuh Rosmarie</title>
		<description>Ländliches Idyll. Ein Dorf mit Feldern und Wiesen und am Rand ein Bauernhof. Das Schwein, das Huhn, der Hund und der Goldfisch leben froh und glücklich bei ihrem Bauern. Aber auch die Kuh Rosmarie wohnt auf dem Hof. Sie hat das schönste Fell von allen Kühen in der Umgebung und gibt jeden Tag einen Eimer Milch. Doch Rosmarie stört mit ihrer ewigen Besserwisserei die gute Laune der anderen Tiere. Sie hat an allem etwas auszusetzten, mal schimpft sie mit dem Schwein, das sich gerade im Schlamm suhlt, beschwert sich über das Gegacker des Huhns oder bemängelt die Fressgewohnheiten des Hundes. Eines Tages reicht es dem Bauern. Er schnappt sich Rosmarie und ab geht es zum Flughafen. Das nächstbeste Ziel: Afrika. Dorthin wird die Kuh nun verschickt, und endlich herrscht wieder Frieden auf dem Bauernhof. Bis eines Tages fremde Besucher kommen: Löwe, Krokodil, Giraffe und weitere exotische Tiere stehen vor der Tür und erzählen, dass Rosmarie nun in Afrika alle Bewohner erziehen will. Und es werden immer mehr Gäste, die vor den gemeinen Worten der Kuh geflohen sind. So kann es nicht weiter gehen, denn allmählich wird es zu eng auf dem Bauernhof. Die Kuh Rosmarie erzählt von Besserwisserei, Individualität und Respekt anderen gegenüber. Das Stück wurde 2004 für den Deutschen Kindertheaterpreis nominiert und erhielt 2006 den Brüder-Grimm-Preis. Eine geistreiche und lustige Geschichte, die nicht nur Kinder begeistern wird. Sebastian Stefan Golser, Jahrgang 1984, studierte an der Universität Wien Theaterwissenschaft. Von 2005 bis 2008 arbeitete er u.a. bei den Sommerspielen Melk, im Renaissancetheater Wien und Dschungel Wien (Theaterhaus für junges Publikum). Seit der Spielzeit 2008/09 ist er am DNT Weimar als Regieassistent tätig und stellte in der Spielzeit 2009/10 mit dem Kinder- und Jugendstück Muñeca seine erste eigene Regiearbeit vor.



Vorstellungsdauer: 50 Min.
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1369&amp;rss=3080</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.04.2012, 20:00 Uhr: Quartett</title>
		<description>Heiner Müller hat Quartett 1981 veröffentlicht. Auch mehr als zwanzig Jahre später hat dieser Theatertext, der schlagartig die Bühnen der Welt eroberte, nichts von seiner Faszination verloren. Quartett ist das bis heute wohl meistgespielte Werk des Autors. Das Material für sein Stück fand Müller in dem berühmten, wie ebenso lange Zeit skandalumwitterten Briefroman Gefährliche Liebschaften  von Choderlos de Laclos. Der 1782 in Paris erschienene Roman beschreibt in mehr als einhundertfünfzig Briefen raffiniert eingefädelte Liebesintrigen. Angestiftet  von der Marquise Merteuil, seiner ehemaligen Geliebten, verführt der Vicomte Valmont zwei Frauen: die junge, ungeduldig-sinnliche Volanges und die reife Präsidentengattin Tourvel. Beide treibt er in den Tod. Aus Angst vor einem Ansturm der Entrüstung schrieb der als Herausgeber getarnte Autor damals im Vorwort: &amp;bdquo;Einige der handelnden Personen sind in der Tat so sittenlos und verderbt, dass sie unmöglich in unserem Jahrhundert gelebt haben können, in diesem unseren Jahrhundert der Philosophie und der Aufklärung, das alle Männer, wie man weiß, so ehrenhaft und alle Frauen so bescheiden und sittsam gemacht hat.&amp;ldquo; Müller verwendet zwar Figuren und Motive dieses Romans, unter seinem radikalen Zugriff aber verdichtet sich das ausschweifende Geschehen zu einem erbarmungslosen Zweikampf zwischen Mann und Frau von verstörender Brutalität. Im ständigen Rollenwechsel - als Spiel im Spiel - treiben sich die beiden Hauptfiguren, Merteuil und Valmont, in der Spirale von Macht, Liebe und Gewalt immer weiter in den Tod. Doch selbst der scheint ihnen nur eine weitere Steigerung ihrer perversen Lust zu bedeuten.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 15 Min
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=369&amp;rss=3081</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>04.04.2012, 20:00 Uhr: Die zweite Frau</title>
		<description>Laura ist krank und lässt ihr Leben Revue passieren. Dabei stellt sie fest, dass sie in der klassischen Trias Ehe, Kind und Haushalt stets nur der normativen Familienhierarchie gedient und dabei sich selbst  aufgegeben hat. Der erfolgreiche Ehemann geht schon längst eigene Wege und zwischen Laura und ihrer pubertierenden Tochter Agnes herrscht ein festgefahrener Stellungskrieg. Doch dann tritt Lena, die neue osteuropäische Haushaltshilfe, in das Leben der beiden Frauen und bringt die Fronten in Bewegung. Plötzlich nehmen die Dinge einen anderen Lauf&amp;hellip;



Nino Haratischwili porträtiert drei unterschiedliche Frauengenerationen mit ähnlichem Lebensentwurf. Sie alle sind auf der Suche nach ihrem Selbst, das ihnen zwischen der  Erwartungshaltung der Anderen und der eigenen Sehnsucht nach Liebe und menschlicher  Anerkennung verloren gegangen ist. 



Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien geboren. Sie studierte Film- und Theaterregie und ist Trägerin zahlreicher Preise, u.a. erhielt sie 2008 für ihr Stück Liv Stein einen der beiden Autorenpreise des Heidelberger Stückemarktes. 2010/11 war sie Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen.






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>05.04.2012, 19:00 Uhr: Merlin oder Das wüste Land</title>
		<description>Liebe, Eifersucht, Intrigen, Rache, Ideale, Verlust, Konflikte, Krieg und Mut. Das sind nur einige der Themen, die Tankred Dorst in Merlin oder Das wüste Land bearbeitet. Der 1925 in Thüringen geborene Dramatiker und Schriftsteller, der auch als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge feiert, begibt sich auf die Spuren des wohl bekanntestenmythologischen Zauberers deswestlichen Kulturkreises. Doch er erzählt die Artussage auf seine ganz eigene Art undWeise. Merlin, Sohn des Teufels und einer Riesin, trägt sowohl das Gute als auch das Böse in sich. Um nicht in die Fußstapfen des Vaters zu treten, will er Gutes tun. Er bringt den sagenumwobenen König Artus dazu, die Tafelrunde zu gründen: Jene Vereinigung, die die Idee einer gerechtenWeltordnung verfolgt. An diesemTisch würde es nie zu Streitigkeiten kommen, da durch seine runde Formeine Rangelei um die besseren Plätze ausgeschlossen sei. Die Grundsteine für eine neue friedliche Gesellschaftsform sind damit gelegt.  Doch im Hintergrund dieser Utopie der vermeintlichen Gleichberechtigung wird Merlin dennoch zum geheimen Großmeister über blutige Schlachten und folgenschwere Beziehungsgeflechte.





Fotografiewettbewerb Das wüste Land 


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		<title>06.04.2012, 18:00 Uhr: Faust (Margarethe)</title>
		<description>Gounods Faust ist französische Oper pur. Goethes deutscher Gelehrter verwandelt sich unter den Händen des begnadeten französi-

schen Melodikers in einen Greis, den nicht mehr Welterkenntnis, sondern die Sehn-

sucht nach einem nie gelebten Leben um-

treibt. Eifersüchtig auf die Jugend anderer lässt er sich auf einen Paktmit demTeufel ein und stürzt sich &amp;ndash; von diesem in einen jugendlichen Liebhaber verwandelt &amp;ndash; in das erste Liebesabenteuer seines Lebens. Das kann natürlich nicht gut ausgehen: Vom Teufel angestiftet, schwängert er die unschuldige Marguerite, verlässt sie und das Kind, besucht die zum Tode Verurteilte aber schließlich doch im Gefängnis. Die fest in ihremGlauben verankerte Geliebte zieht einer Flucht unter Mithilfe des Teufels jedoch den Tod vor. Der Chor erklärt ihre Seele gerührt für gerettet. 

Das Werk verbindet Elemente der Opéra lyrique mit denen der Grand opéra, kombiniert groß angelegte dramatische Szenen mit rührenden intimen Begegnungen und effektvollen Chorszenen, aber auch populären Formen wie Couplets, Märschen, Chorälen und Walzern. Ihrer zwingenden Wirkung ist ebenso wenig zu entkommen wie der Tragik der Liebesge-

schichte.</description>
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		<title>07.04.2012, 19:00 Uhr: Die Wahlverwandtschaften</title>
		<description>Eduard und Charlotte haben alles, um glücklich zu sein. Mit ihrer Ehe haben sie sich ihren lang ersehnten Jugendtraum erfüllt. Sie leben zurückgezogen in einem prachtvollen Haus und genießen ein sorgloses Leben. Ihre unbeschwerte Zeit widmen sie der kunstvollen Umgestaltung ihres Parks zu einem kleinen Paradies auf Erden. Die Idylle wäre perfekt, wenn nicht der befreundete Hauptmann und Charlottes Nichte Ottilie ihren Besuch angekündigt hätten. Das wohlgeordnete Leben wird einer schweren Zerreißprobe unterzogen. Eduard verliebt sich unsterblich in Ottilie, der Hauptmann im Gegenzug in Charlotte. Das Aufwallen der Gefühle gipfelt in einem Liebesverrat. Denn in einer leidenschaftlichen Liebesnacht der Eheleute denkt Eduard nur an Ottilie, während Charlottes Liebkosungen in Gedanken dem Hauptmann gelten. Die Frucht dieser Nacht wird zum Sündenmal des Betrugs, denn nur allzu deutlich trägt das in jenem Moment gezeugte Kind die Züge von Ottilie und dem Hauptmann. Das selbst geschaffene Paradies verfällt, Ehebruch und Mord ziehen im Garten Eden ein. In seinem 1809 erschienenen Roman überprüft Goethe in einem Laborversuch, ob sich Liebe und menschliche Leidenschaften durch Vernunft in eine Ordnung zwängen lassen. Anhand des Gleichnisses von den chemischen Wahlverwandtschaften, das die Paare wie die Teile in der Chemie auseinanderbringt und in neuer Konstellation wieder zusammenfügt, bricht Goethe die Denkstrukturen bürgerlicher Lebensformen auf und hinterfragt die Standfestigkeit des planerischen Ordnungsdenkens gegenüber menschlichen Begierden. Am Ende steht die tragische Einsicht von der Unkalkulierbarkeit der Welt. 

Claudia Meyer ist seit 2000 festes Ensemblemitglied am DNT und arbeitete dort u.a. mit Hartmut Wickert, Grazyna Dylag, Felix Ensslin, Stephan Märki, Julia von Sell/Karsten Wiegand und Michael Simon. Mit Die Zahl der Liebe ist Drei (2004) und der Uraufführung von Helmut Kraussers Diptychon (2005) gab Claudia Meyer am DNT ihr Regiedebüt. Als weitere Inszenierungen folgten hier 2007 Goethes Torquato Tasso und Racines Tragödie Bérénice. Nach Hamlet &amp;ndash; no roof access und der Uraufführung von Jörg-Michael Koerbls Stück Gefährliche Menschen in der Spielzeit 2008/09 folgten 2009/10 Brecht/Weills Dreigroschenoper und Wittgensteins Neffe nach der gleichnamigen Prosa von Thomas Bernhard. 



Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<title>07.04.2012, 19:30 Uhr: Die Krönung der Poppea</title>
		<description>Im Mittelpunkt dieser 1642/43 in Venedig uraufgeführten, wohl berühmtestenOper des 17.Jahrhunderts steht ein Intrigengeflecht am Hofe Kaiser Neros: Unterstützt von Amor gelingt es der schönen Poppea, den Kaiser derart zu umgarnen, dass er nicht nur seine rechtmäßigeGattin verstößt und seinen &amp;ndash; dieserMaßnahme kritisch gegenüber stehenden&amp;ndash; Prinzenerzieher Seneca zumSelbstmord zwingt, sondern die nicht standesgemäße Geliebte zuletzt sogar zur Kaiserin krönen lässt. Busenello entwirft eine heillose Welt, in der die Tugend keinen Platz mehr hat &amp;ndash; alle, die an Poppeas Aufstiegmitwirken oder ihn zu verhindern suchen, sehen sich gezwungen, amoralischeMittel anzuwenden. Der bereits hochbetagte und auf der Höhe seines Ruhms stehende Claudio Monteverdi entwickelte diese zwielichtigen Figuren zu plastischen und vielschichtigen Charakteren und schenkte ihnen seine vielleicht schönste, bis heute fesselnde Musik. Dabei erhielt er &amp;ndash; zumindest was den überlieferten Notentext angeht &amp;ndash; kräftigeUnterstützung von den aufstrebenden Opernkomponisten der Generation nach ihm.



Das eigens für diese erste Produktion einer Oper des 17. Jahrhunderts am DNT zusammengestellte Instrumentalensemble aus hochkarätigen Barockspezialisten wird im Sinne der &amp;bdquo;historisch informierten Aufführungspraxis&amp;ldquo; auf historischen Instrumenten spielen.



Vorstellungsdauer: 3 Std. 
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		<title>08.04.2012, 11:00 Uhr: Osterkonzert</title>
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		<title>08.04.2012, 19:00 Uhr: La Traviata</title>
		<description>Die herzzerreißende Geschichte der Kameliendame Violetta Valéry, der berühmten Pariser Kurtisane, die aus Rücksicht auf die Ehre der Familie Germont ihrer Liebe zu Alfredo Germont entsagt, ist in Giuseppe Verdis Vertonung eines der meistgespielten Werke des Opernrepertoires. Schon im Titel La Traviata (&amp;bdquo;Die vom rechten Wege Abgekommene&amp;ldquo;) ist angedeutet, dass Violetta in zahlreichen Passagen der Oper eine quasi religiöse Stilisierung und Ikonisierung erfährt. Ihr Gewerbe ist bei Verdi nicht nur körperlich, sondern geradezu metaphysisch. Sie ist jenseits ihres Kurtisanen-Daseins eine Maria Magdalena, die anbetungswürdig ist und den von der Tabuisierung ihrer Sexualität gestressten Bürgern Erlösung verspricht. Die zweite Zuspitzung, die Verdi in La Traviata herausarbeitet, betrifft die kapitalistische Welt desWarentauschs. Violetta erwartet von ihren Liebhabern, dass sie sich für den Genuss ihres Körpers finanziell auszehren. Als siemit Alfredo zusammen aufs Land zieht, tut sie das Gleiche: Jetzt bezahlt sie alles, macht enorme Schulden und verausgabt sich. Als Alfredo bemerkt, dass sie damit nun ihn gleichsam zur Hure macht,wirft er ihr auf demHöhepunkt der dramatischenHandlung, von Verdi grandios herausgearbeitet, eine Unsumme Geld vor die Füße.</description>
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		<title>09.04.2012, 11:30 Uhr: Thüringer Bachwochen</title>
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		<title>09.04.2012, 15:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
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		<title>09.04.2012, 17:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
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		<title>09.04.2012, 19:00 Uhr: Das Wirtshaus im Spessart</title>
		<description>Immer noch populär sind die oftmals unheimlichen Märchenfiguren Wilhelm Hauffs, wie der Holländer Michel, das Glasmännlein und Peter Munk aus Das kalte Herz oder der kleine Muck, Kalif Storch und Zwerg Nase. Die mythischen Abgründe, in die diese Märchenfiguren durch ihre maßlose Gier nach Gold und Geld gerissen werden, gehören auch heute noch zu unserer Welt. Gespiegelt in diesen Monster-Figuren der Frühmoderne befragen wir unsere Situation nach einer lebenswerten Zukunft. Gelingt es uns die grenzenlose Gier und den verinnerlichten Egoismus in die Maßverhältnisse des Humanen zurück zu holen? Verwandelt sich unsere Welt doch unmerklich und unheimlich mehr und mehr in ein grausames Märchen, aus dessen Zwängen es kein Entkommen zu geben scheint. Ein hoch abstrakter Finanzmarkt, die Allgegenwart der elektronischen Medien und die Veränderungen im Übergang von Epochen bringen uns in eine ähnliche Lage wie die Reisenden im Wirtshaus im Spessart: Sie ahnen, dass die Katastrophe bevorsteht, dass die Räuber unterwegs sind und sie stellen sich der Angst entgegen, mit Geschichten, Gesängen und Gedanken. Was hilft aber alles, wenn wir am Ende erkennen müssen: Die Räuber sind wir selbst!</description>
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		<title>10.04.2012, 20:00 Uhr: Rhythm &amp; Schiller</title>
		<description> &amp;bdquo;...gegen Goethen bin ich und bleibe ich ein poetischer Lump&quot;. Schillers rigoroses Selbsturteil lässt sich mit seinen Balladen schnell widerlegen. Wer kennt sie nicht: Die Kraniche des Ibykus, Die Bürgschaft oder Der Handschuh? Sie gehören zu den populärsten Gedichten Schillers und sind größtenteils 1797 in Zusammenarbeit mit Goethe entstanden. Eine spannende Handlung, eine effektvolle eingängige Sprache und Sentenzen, die schnell zu geflügelten Worten wurden, sind ihre Markenzeichen. Gemeinsam mit Anna Bellmann (Violine)und Ingo Wernsdorf (Marimba/ Percussion) stellt Bernd Lange die sprachliche, formale und kompositorische Qualität der Balladen in den Mittelpunkt seiner Interpretationen und gibt dabei Einblicke in ihre Entstehung. Rhythm &amp; Schiller ist eine poetisch-musikalische Reise in Schillers lyrische Welt, in sein Denken über die Geschichte und die Kunst, über Gott und die Welt.



Vorstellungsdauer: 1 Std.
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		<title>11.04.2012, 21:00 Uhr: Der Verbrecher aus verlorener Ehre - Eine wahre Geschichte</title>
		<description>Mehrere unglückliche Umstände prallen im Leben von Christian Wolf, dem Sohn des Sonnenwirts aufeinander: der Vater gestorben, die Wirtschaft läuft nicht gut, zudem hat ihn die Natur mit einem unansehnlichen Äußeren bestraft. Als Christian sich in Johanne verliebt, diese aber seine Gefühle nicht erwidert, versucht er, sich ihre Zuneigung mit Geschenken zu erkaufen. Um das Geld dafür aufbringen zu können, wird er zum Wilddieb. Ein Kreislauf von Verbrechen und Strafe beginnt, in dem sich Christian immer tiefer verstrickt&amp;hellip;

Unter dem Titel: Verbrecher aus Infamie &amp;ndash; eine wahre Geschichte veröffentlichte Friedrich Schiller 1786 diesen Kriminalbericht anonym in seiner Zeitschrift Thalia. Er schreibt in seiner Einleitung: &quot;In der ganzen Geschichte des Menschen ist kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist als die Annalen seiner Verirrungen&quot;, doch Schiller will in dieser Studie über die Verirrungen des Menschen, die letztendlich in eine Katastrophe führen, tiefer gehen. Der Leser müsse mit dem Menschen &quot;bekannt werden, eh er handelt: An seinen Gedanken liegt uns unendlich mehr als an seinen Taten, und noch weit mehr an den Quellen seiner Gedanken als an den Folgen jener Taten.&quot; Kühl und sezierend arbeitet Schiller in seiner Nacherzählung der Lebensgeschichte des historischen Räubers Friedrich Schwan (1729-60) nach und nach die Ursachen und Zusammenhänge heraus, die einen Menschen letztlich zum Verbrecher werden lassen.



Nach dem erfolgreichen Projekt Rhythm &amp; Schiller widmet sich DNT Schauspieler Bernd Lange mit der szenischen Lesung Der Verbrecher aus verlorener Ehre erneut einem Werk Friedrich Schillers und versucht, zusammen mit der Cellistin Monika Herrmann, einen Blick hinter die vermeintliche Neutralität dieses kriminalistischen Berichts zu werfen.



Vorstellungsdauer: 70 Min. 


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		<title>12.04.2012, 20:00 Uhr: Alles ist erleuchtet</title>
		<description>Der junge Amerikaner Jonathan sammelt aus Angst vor dem Vergessen leidenschaftlich alte Bilder und Erinnerungsstücke. Seine Großmutter schenkt ihm auf dem Sterbebett ein altes Foto, auf dem sein verstorbener Großvater und eine junge Frau zu sehen sind. Auf der Rückseite die Notiz: &amp;bdquo;Augustine und ich, Trachimbrod 1940&amp;ldquo;. Daraufhin bricht Jonathan auf, um die Lücke in seiner Familiengeschichte zu schließen. Er will die unbekannte Frau auf dem Foto finden, die seinem Großvater das Leben gerettet haben soll, und den ukrainischen Ort Trachimbrod, aus dem seine Familie stammt. Um sich im fremden Land besser zurechtzufinden, heuert er in einem Reisebüro für jüdisch-amerikanischen Individualtourismus einen alten Reiseführer an, der trotz seiner angeblichen Blindheit gerne Auto fährt. Unterstützt von seinem Enkel Alexander als Dolmetscher &amp;ndash; wenn dieser auch ein eigenwilliges Englisch spricht &amp;ndash; und dem verrückten Blindenhund Sammy Davis jr. jr. brechen sie gemeinsam in einem baufälligen Auto zu einer irrwitzigen Fahrt an die ukrainisch-polnische Grenze auf. Doch die Reise durch die ukrainische Provinz mit skurrilen Erlebnissen, kauzigen Menschen und schrägen Begegnungen entpuppt sich als eine Reise in die schwarze Vergangenheit in das Land der Ahnen. Der gefeierte Debütroman Alles ist erleuchtet des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer ist ein schillerndes Meisterwerk entfesselter Fabulierkunst, schöner Melancholie und hintergründiger Komik, der die Vergangenheit sucht und die Gegenwart findet. Die Adaption des Romans wird von dem jungen Regisseur Dominique Schnizer inszeniert, der sich erstmalig am DNT in Weimar vorstellen wird. Seit 2007/08 arbeitet er als freier Regisseur regelmäßig am Hamburger Schauspielhaus, für die Ruhrfestspiele Recklinghausen, das Kasemattentheater Luxemburg und für das Theater Heidelberg. Große Beachtung fand in der vergangenen Spielzeit seine Inszenierung der Uraufführung von Der Mann der die Welt aß von Nis-Momme Stockmann am Theater Heidelberg.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.
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		<title>13.04.2012, 19:30 Uhr: Die Hochzeit des Figaro</title>
		<description>Mozarts epochale Oper entstand in einer hochtheatralischen Zeit. 1786, drei Jahre vor der Französischen Revolution, lagen die Nerven von Adligen und Bürgern blank. Zwischen der libertären Lebensweise der Aristokraten und den immer lauter werdenden Moralappellen des Bürgertums, das bald schon &amp;bdquo;Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit&amp;ldquo; für sich reklamieren sollte, wuch- sen die Spannungen; das Pulverfass war kurz vor der Explosion. Der schwelende Konflikt zwischen dem Grafen Almaviva und seinem Diener Figaro entzündet sich aus Anlass der geplanten Hochzeit des Dieners mit der Kammerzofe Susanna. Der Graf beansprucht das Recht auf die erste Nacht mit Susanna für sich. Figaro antwortet mit seinem berühmten, verzweifelten Schlachtruf: &amp;bdquo;Tutte le macchine rovescerò!&amp;ldquo; (&amp;bdquo;Ich werde all seine Machenschaften verhindern!&amp;ldquo;) &amp;ndash; &amp;bdquo;Rovescerò&amp;ldquo; bedeutet auch: &amp;bdquo;Ich werde umstürzen!&amp;ldquo; In den folgenden, turbulenten Ereignissen eines einzigen Tages wird offenbar, wie weitreichend und grenzüberschreitend die (erotischen) Verstrickungen der Personen im Schloss des Grafen sind. Der Graf unterhält erotische Beziehungen zu Barbarina, der Tochter seines Gärtners, die noch ein Kind ist. Die Gräfin, frustriert durch das nachlassende Interesse des Grafen, bändelt mit dem pubertierenden Pagen Cherubino an. Figaro selbst wird von der viel älteren Marcellina begehrt, bis diese feststellt, dass sie eigentlich seine Mutter ist ... &amp;ndash; Es scheint in Mozarts Werk überhaupt keine gemäßigten, &amp;bdquo;normalen&amp;ldquo; Gefühle zu geben; die Figuren in seiner Oper schlittern über das Eis einer Endzeit, sie tanzen auf dem Vulkan des 18. Jahrhunderts. Mozarts opera buffa verlangt nach lebendigem Ensembletheater wie kein zweites Werk der Operngeschichte. Den Sängern und Sängerinnen des DNT wird von Mozarts und Da Pontes Theaterkonzeption sowohl musikalisch als auch szenisch alles abverlangt. Deshalb, und weil sich in dieser Oper Klassik und Komödie auf unvergleichliche Weise treffen, wird Die Hochzeit des Figaro der zweite Teil des Premierendoppels, mit dem das Musiktheater die Spielzeit eröffnet. Die Musikalische Leitung liegt auch hier bei Generalmusikdirektor Stefan Solyom; Regie führt Susanne Gauchel, die zuletzt sehr erfolgreich in Bremen Salome inszenierte.





Vorstellungsdauer: 3 Std. 30 Min. inkl. einer Pause








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		<title>13.04.2012, 20:00 Uhr: Der Menschenfeind</title>
		<description>Der Idealist und &amp;bdquo;Menschenfeind&amp;ldquo; Alceste weigert sich Kompromisse einzugehen und verachtet die Heuchler. Er zelebriert seine Unabhängigkeit, nur sein Freund Philintemahnt ihn zuMäßigung und Anpassung. Paradoxerweise verliebt er sich in die flatterhafte Célimène, die all das verkörpert, was er ablehnt. Sie genießt den Tratsch in Gesellschaft und kokettiert mit mehreren Verehrern. Als jedoch ein Brief gefunden wird, in dem sie ihre Verehrer verspottet, wenden sich alle außer Alceste von ihr ab.Nur er bietet ihr an, sich mit ihm aufs Land zurückzuziehen. Sie lehnt ab, seine Reaktion bleibt offen. Die Maßlosigkeit seiner Ansprüche hat ihn isoliert und in ein tragisch-komischesDilemma gebracht. Aberwie in einerGesellschaft überleben, ohne die eigenenÜberzeugungen zu verraten? In unserer heutigen Gesellschaft des grenzenlosen Narzissmus verwandelt sich alles mehr und mehr in Fiktion, in Imaginäres. Dagegen mobilisieren wir das Reale: die Selbstverletzung, dieGewalt, den Körper, all das Jenseits des Symbolischen. Doch dort und ohne Gegenüber sind wir gar keine Menschen mehr, sondern Automaten und auch der Kritiker wird zumnarzisstischen Mechanismus, der nicht in der Lage ist, das System zu überschreiten.</description>
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		<title>14.04.2012, 19:30 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>15.04.2012, 11:00 Uhr: Seitenblick: Winterreise</title>
		<description>In loser Folge lädt das DNT zu Sonntagsmatineen in das foyer I. Hier    werden Stückeinführungen zu aktuellen Inszenierungen gegeben für alle,    die ausführlicher über Ideen und Hintergründe von Stück oder    Regiekonzept Bescheid wissen wollen. Ergänzend dazu finden Lesungen    statt, die die jeweiligen Stoffe vertiefen und Lust auf mehr machen    möchten.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>15.04.2012, 16:00 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>15.04.2012, 20:00 Uhr: Am Kirschberg 4. Die DNT-WG - mit housewarming party</title>
		<description>In der letzten Folge der DNT-WG sorgte ein Kündigungsbrief vom Vermieter für erneuten Trubel in den heiligen WG-Hallen am Kirschberg. Hacki, Barbara, Lisa und Juri bekamen außerdem Besuch von den Stadtwerken, dem Gerichtsvollzieher und der GEZ. Inzwischen scheint das Gröbste abgewendet und die WG ist wieder &quot;voll&quot; da. Das muss gefeiert werden! Und wie es sich für eine anständige Housewarming Party gehört, wird es allerlei gutes Essen, Musik und nette (Überraschungs-)Gäste geben - auch für das Publikum. Open end garantiert.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>17.04.2012, 10:00 Uhr: Pettersson und Findus und der Hahn im Korb</title>
		<description>Kater Findus liebt es, dieHühner des Hühnerhofs zu erschrecken.. Er könnte es den ganzen Tag tun, und das Beste: Auch die Hühner haben bislang ihren Spaß dabei. Doch als plötzlich ein echter Hahn auftaucht, der aus Nachbar Gustavssons Suppentopf geflohen ist und bei Petterssonum Asyl bittet, ist Kater Findus entsetzt. Der Hahn wird schnell der neue Star bei den Hühnern. Findus ist abgemeldet. Der Gockel muss schnellstmöglich in den Suppentopf des Nachbarn zurück, das ist jedenfalls Findus&amp;rsquo; Meinung! Doch Pettersson spielt nicht mit. Er versteckt den Hahn vor Gustavsson und tauft ihn wegen seiner unnachahmlichen Tenorstimme sogar &amp;sbquo;Caruso&amp;rsquo;. Der schrullige Erfinder Pettersson und sein frecher und wortwitziger Kater Findus sind längst zu etablierten Klassikern des Kinderbuch- Personals geworden. Das einstündige Stück ist eine liebevolle und sehr lustige Version einer Episode aus den Pettersson und Findus-Büchern Sven Nordquists. Begleitet von Klavier, Klarinette und Cello stürzen sich vier Sänger und ein kleiner Hühnerchor in die turbulente und unterhaltsame Kinderoper.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>17.04.2012, 20:00 Uhr: Die zweite Frau</title>
		<description>Laura ist krank und lässt ihr Leben Revue passieren. Dabei stellt sie fest, dass sie in der klassischen Trias Ehe, Kind und Haushalt stets nur der normativen Familienhierarchie gedient und dabei sich selbst  aufgegeben hat. Der erfolgreiche Ehemann geht schon längst eigene Wege und zwischen Laura und ihrer pubertierenden Tochter Agnes herrscht ein festgefahrener Stellungskrieg. Doch dann tritt Lena, die neue osteuropäische Haushaltshilfe, in das Leben der beiden Frauen und bringt die Fronten in Bewegung. Plötzlich nehmen die Dinge einen anderen Lauf&amp;hellip;



Nino Haratischwili porträtiert drei unterschiedliche Frauengenerationen mit ähnlichem Lebensentwurf. Sie alle sind auf der Suche nach ihrem Selbst, das ihnen zwischen der  Erwartungshaltung der Anderen und der eigenen Sehnsucht nach Liebe und menschlicher  Anerkennung verloren gegangen ist. 



Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien geboren. Sie studierte Film- und Theaterregie und ist Trägerin zahlreicher Preise, u.a. erhielt sie 2008 für ihr Stück Liv Stein einen der beiden Autorenpreise des Heidelberger Stückemarktes. 2010/11 war sie Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen.






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>18.04.2012, 20:00 Uhr: Effi Briest</title>
		<description>Baron von Innstetten stellt die 17-jährige Effi Briest vor die Wahl, den Heiratsantrag des Ex-Geliebten ihrer Mutter anzunehmen oder weiter ihre unbefangene Jugend zu leben. Mit ihrem Jawort entschließt sich Effi für den fast zwanzig Jahre älteren Mann und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Aufstieg. 

Rasch offenbart sich jedoch die Kluft zwischen dem ersehnten Eheglück und dem grauen Alltag des kleinen Provinzortes Kessin. Ihr Mann, der nach ihrer Hochzeitsreise die tägliche Arbeit wieder aufnimmt, überlässt Effi Tag für Tag sich selbst. Stets wünscht sich Effi den Abend herbei, um ihre Eintönigkeit zu vergessen. In den wenigen abendlichen Stunden ergeht sich Innstetten in steifen Liebkosungen, den einzigen Unterbrechungen ihrer Tristesse.

Der Umzug Major Crampas&amp;lsquo; nach Kessin schafft der Eintönigkeit Effis Abhilfe. Der Major füllt ihr an gesellschaftlichen Kontakten armes Leben aus. Was mit Spaziergängen zwischen ihm und Effi beginnt, entwickelt sich bald zu einem Liebesverhältnis. 

Erst einige Jahre später, Effi und Innstetten sind längst nach Berlin gezogen, kommt der Ehebetrug ans Tageslicht. Der in seinem Ehrgefühl verletzte Innstetten tötet Major Crampas im Duell und verstößt seine geliebte Frau. Diese Entscheidung treibt beide, Effi und Innstetten, in die Verzweiflung.





Vorstellungsdauer: 1 Std. 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>19.04.2012, 11:00 Uhr: Maskenwerkstatt</title>
		<description>mit Maskenbildnerinnen des DNT Weimar 

für Kinder ab der 1. Klasse



Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 



Vorstellungen nach Absprache. Tel.: 0 3643 - 755 301



Maskenbildnerinnen des DNT erklären und demonstrieren Interessantes aus ihrer Arbeit: Perücken und Glatzen, Schminke und Masken werden zur Freude der Zuschauer auch an &quot;lebenden Objekten&quot; ausprobiert.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>19.04.2012, 20:00 Uhr: Wittgensteins Neffe</title>
		<description>&amp;bdquo;Eine Freundschaft&amp;ldquo; &amp;ndash; so untertitelt Thomas Bernhard seine 1982 erschiene Erzählung Wittgensteins Neffe. Er porträtiert hier seinen Freund Paul Wittgenstein, Wiener Original und Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein und dabei gleichzeitig sich selbst. Es ist die Geschichte von leidenschaftlichen Diskussionen über Musik, Theater und Kunst, von einem Leben in vollen Zügen, vom gegenseitigen Beschenken und vom Bezichtigen aller, die außerhalb dieser Freundschaft beider Männer stehen. 

Die Musik ist Auslöser und ständiger Mittelpunkt der Freundschaft: Wortlos hören beide stundenlang Schallplatten von Mozart oder Beethoven unter freiem Himmel oder sie reisen, um einen Artikel über die Mozartsche Zaide in der Neuen Zürcher Zeitung zu finden,  durch halb Oberösterreich, ... Die gleichzeitige Krankheit  &amp;ndash; Wittgenstein ist verrückt während Bernhard lungenkrank ist, &amp;ndash; lässt sie ihre Freundschaft vertiefen. Doch Jahre später, als er dem vereinsamten und verarmten, sterbenskranken Freund begegnet, wechselt der Erzähler die Straßenseite... 

Bernhard macht sich zum Zeugen der zwölfjährigen Sterbensgeschichte seines Freundes, mit großer Zärtlichkeit spricht er über Paul Wittgenstein, mit schonungsloser Offenheit von sich &amp;ndash;  und errichtet so dem Verratenen ein den Tod überdauerndes Denkmal.

Claudia Meyer wird diesen Prosatext Bernhards in seiner extrem musikalisierten Sprache mit zwei Schauspielern und zwei Musikern im e-werk erzählen und damit seine Technik der Spiegelung eines Menschen im Freund ins Zentrum rücken.



&amp;bdquo;Wer eine Spur Freundschaft für Bernhard empfindet, empfindet bei dieser Meyerschen Hommage an Wittgenstein ein, wie man nun weiß, irrsinniges Vergnügen.&amp;ldquo; Wolfgang Hirsch / TLZ



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>20.04.2012, 10:00 Uhr: Kröterich hält die Welt in Atem</title>
		<description>Der Kröterich von Krötinhall ist ein eitler, eingebildeter, chaotischer, waghalsiger und sich selbst überschätzender, unbeirrbarer Kerl, der vernarrt ist in Motorboote und Autos. Er ist maßlos, frech und hat keinerlei Anstand. Ratte,Maulwurf und Dachs sind ihm trotzdem in aufrichtiger, wenn auch kritischer, Freundschaft verbunden, und stehen ihm geduldig bei all seinen verrückten Abenteuern zur Seite, retten ihn aus der Kerkerhaft und erobern schließlich sogar das von den Hermelinen und Wieseln besetzte Krötinhall für ihn zurück. Natürlich versuchen sie bei alledem, den Kröterich von seiner Geltungssucht zu kurieren. Dieser aber macht beharrlich seinemRuf alle Ehre, und so endet dieGeschichte notwendig im schönsten Tumult.



Vorstellungsdauer: 1 Std.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>20.04.2012, 19:30 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg</title>
		<description>Der Prinz Friedrich von Homburg ist ein Mondsüchtiger, ein Schlafwandler, der alles, wovon er träumt, innerhalb kürzester Zeit wie in Trance erringt: den Sieg auf dem Schlachtfeld, Ruhm, Macht und die Liebe Nataliens. Aber genauso schnell geht ihm alles wieder verloren. Kleist erzählt zwei Geschichten, die unversöhnlich nebeneinander stehen. Obwohl der Prinz die Schlacht mit seinem eigenmächtigen Eingreifen entscheidet und die Feinde verjagt, wird er unnachgiebig mit dem Gesetz konfrontiert. Ihm droht die Todesstrafe, die er nur als unangemessene Willkür und Grausamkeit empfinden kann. Ermuss sich dem Gesetz unterwerfen, denn der Eintritt in die symbolische Ordnung, das Erwachsenwerden, erfolgt nur über die Anerkennung von Schuld. Kleist erzählt aber gleichzeitig dieGeschichte von derUmgehung oderÜberwindung desGesetzes.Der Angriff auf dasGesetz und seine Infragestellung ist bei ihm immer gekoppelt mit der Sehnsucht nach &amp;bdquo;guten&amp;ldquo; Gesetzen, nach einer starken Ordnung, die Sicherheit gibt. Damit zeigt er ihre Widersprüche auf: Haben Gesetze überhaupt das Recht, die Subjekte zu binden, kann man Unterwerfung unter sie überhaupt fordern? Immer kurz vor der Katastrophe, versucht Homburg in einer anarchischenGesellschaft seine eigenenWidersprüche durchWachträume zu verdrängen: &amp;bdquo;Ist es ein Traum?&amp;ldquo;.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>21.04.2012, 19:00 Uhr: Arabella</title>
		<description>Die 1933 uraufgeführte Lyrische Komödie ist das letzte Zeugnis der außerordentlich produktiven künstlerischen Zusammenarbeit von Hugo vonHofmannsthal und Richard Strauss, die mit dem Rosenkavalier (1911) begonnen hatte. In gewisser Weise als dessen &amp;bdquo;kleine Schwester&amp;ldquo; angelegt, reflektiert das vor dem Hintergrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise entstandene Werk wie der Rosenkavalier die gesellschaftlichen Umbrüche der eigenen Zeit in einem fiktiven Wien der Vergangenheit. Anknüpfungspunkte sind diesmal die Ringstraßenzeit und die Blüte der Wiener Operette um 1860: Der bankrotte Rittmeister a.D. Graf Waldner und seine Frau sehen sich gezwungen, ihre ältere Tochter Arabella an den meistbietenden Bewerber zu verheiraten, während ihre jüngere Schwester Zdenka, für deren standesgemäße Ausstattung die finanziellenMittel nicht ausreichen, als Junge verkleidet aufgezogen wird. Arabella, modern und pragmatisch genug, sehenden Auges den Weg einer Vernunftehe zu gehen, ist gerade im Begriff, sich vom Mädchentraum eines sie rettenden Märchenprinzen zu verabschieden, als dieser in Gestalt Mandrykas plötzlich vor ihr steht. Doch die Entscheidung für ein Lebenmit dem Märchenprinzen bedeutet auch, die Freiheit einer modernen emanzipierten Frau aufzugeben.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1482&amp;rss=2721</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>21.04.2012, 20:00 Uhr: Zur schönen Aussicht</title>
		<description>Ein heruntergekommenes Hotel kurz vor dem Bankrott. Sein Name  Zur schönen Aussicht verspricht maximal einen schönen Blick in die Natur, die Zukunft sieht eher düster aus. Das Hotel, sonst Ort des Durchgangs und der Erholung, ist hier Heimat für gescheiterte Existenzen. Allen voran die Baronin Ada Freifrau von Stetten, die nicht nur einziger Gast des Etablissements ist und somit den Betrieb am Laufen hält, sondern zugleich alle Angestellten in der Hand hat, und dies nicht nur auf geschäftlicher Ebene. Die wohlig eingerichtete &amp;bdquo;Familie&amp;ldquo; gerät ins Wanken, als plötzlich die ehemalige Stenotypistin Christine auftaucht. Mit ihr hatte Hoteldirektor Strasser im Jahr zuvor eine Affäre, aus der ein Kind hervorgegangen ist. Die Hotelgemeinschaft ahnt nichts Gutes und schmiedet einen perfiden Plan: Weil jeder Mann behauptet, mit ihr eine Liaison gehabt zu haben, kann die Vaterschaft nicht belegt werden. Was die versammelten Männer nicht wissen ist, dass Christine längst den &amp;bdquo;lieben Gott&amp;ldquo; getroffen und ganz andere Dinge im Sinn hat. Das Biotop implodiert, wenn am Ende jeder ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes egoistisches Ziel verfolgt. In der vorgeblich gemeinsamen Sache liegt letztlich das materialistische Grundprinzip: Jeder ist sich selbst der Nächste. 



In vergnüglicher, zugleich brutaler Art und Weise zeichnet Ödon von Horváth in seiner frühen Komödie Zur schönen Aussicht aus dem Jahr 1926 ein soziales Sammelbecken des Kleinbürgertums, in dem er dieses als Hort spießiger Kleingeistigkeit, verkommener Moral, brüchiger Identitäten, vor Selbstmitleid triefender Männer und von Materialismus Getriebener entlarvt. Der Zustand des Hotels ist letztlich nichts anderes als ein Sinnbild für die Bankrotterklärung der bürgerlichen Gesellschaft, ihrer Wirtschaft, Politik und Moral. Von der einstigen Pracht ist nur eine &amp;bdquo;verstaubte und verwahrloste&amp;ldquo; Hotelhalle geblieben.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>22.04.2012, 11:00 Uhr: Kammermusik-Matinee</title>
		<description>Maria Skiba - Sopran

Reinhild Waldek - Barockharfe

Gerd Amelung - Virginal

Frank Pschichholz - Laute
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>22.04.2012, 16:00 Uhr: Die Wahlverwandtschaften</title>
		<description>Eduard und Charlotte haben alles, um glücklich zu sein. Mit ihrer Ehe haben sie sich ihren lang ersehnten Jugendtraum erfüllt. Sie leben zurückgezogen in einem prachtvollen Haus und genießen ein sorgloses Leben. Ihre unbeschwerte Zeit widmen sie der kunstvollen Umgestaltung ihres Parks zu einem kleinen Paradies auf Erden. Die Idylle wäre perfekt, wenn nicht der befreundete Hauptmann und Charlottes Nichte Ottilie ihren Besuch angekündigt hätten. Das wohlgeordnete Leben wird einer schweren Zerreißprobe unterzogen. Eduard verliebt sich unsterblich in Ottilie, der Hauptmann im Gegenzug in Charlotte. Das Aufwallen der Gefühle gipfelt in einem Liebesverrat. Denn in einer leidenschaftlichen Liebesnacht der Eheleute denkt Eduard nur an Ottilie, während Charlottes Liebkosungen in Gedanken dem Hauptmann gelten. Die Frucht dieser Nacht wird zum Sündenmal des Betrugs, denn nur allzu deutlich trägt das in jenem Moment gezeugte Kind die Züge von Ottilie und dem Hauptmann. Das selbst geschaffene Paradies verfällt, Ehebruch und Mord ziehen im Garten Eden ein. In seinem 1809 erschienenen Roman überprüft Goethe in einem Laborversuch, ob sich Liebe und menschliche Leidenschaften durch Vernunft in eine Ordnung zwängen lassen. Anhand des Gleichnisses von den chemischen Wahlverwandtschaften, das die Paare wie die Teile in der Chemie auseinanderbringt und in neuer Konstellation wieder zusammenfügt, bricht Goethe die Denkstrukturen bürgerlicher Lebensformen auf und hinterfragt die Standfestigkeit des planerischen Ordnungsdenkens gegenüber menschlichen Begierden. Am Ende steht die tragische Einsicht von der Unkalkulierbarkeit der Welt. 

Claudia Meyer ist seit 2000 festes Ensemblemitglied am DNT und arbeitete dort u.a. mit Hartmut Wickert, Grazyna Dylag, Felix Ensslin, Stephan Märki, Julia von Sell/Karsten Wiegand und Michael Simon. Mit Die Zahl der Liebe ist Drei (2004) und der Uraufführung von Helmut Kraussers Diptychon (2005) gab Claudia Meyer am DNT ihr Regiedebüt. Als weitere Inszenierungen folgten hier 2007 Goethes Torquato Tasso und Racines Tragödie Bérénice. Nach Hamlet &amp;ndash; no roof access und der Uraufführung von Jörg-Michael Koerbls Stück Gefährliche Menschen in der Spielzeit 2008/09 folgten 2009/10 Brecht/Weills Dreigroschenoper und Wittgensteins Neffe nach der gleichnamigen Prosa von Thomas Bernhard. 



Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1353&amp;rss=2897</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<guid>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1353&amp;rss=2946</guid>
		<title>22.04.2012, 19:30 Uhr: Die Wahlverwandtschaften</title>
		<description>Eduard und Charlotte haben alles, um glücklich zu sein. Mit ihrer Ehe haben sie sich ihren lang ersehnten Jugendtraum erfüllt. Sie leben zurückgezogen in einem prachtvollen Haus und genießen ein sorgloses Leben. Ihre unbeschwerte Zeit widmen sie der kunstvollen Umgestaltung ihres Parks zu einem kleinen Paradies auf Erden. Die Idylle wäre perfekt, wenn nicht der befreundete Hauptmann und Charlottes Nichte Ottilie ihren Besuch angekündigt hätten. Das wohlgeordnete Leben wird einer schweren Zerreißprobe unterzogen. Eduard verliebt sich unsterblich in Ottilie, der Hauptmann im Gegenzug in Charlotte. Das Aufwallen der Gefühle gipfelt in einem Liebesverrat. Denn in einer leidenschaftlichen Liebesnacht der Eheleute denkt Eduard nur an Ottilie, während Charlottes Liebkosungen in Gedanken dem Hauptmann gelten. Die Frucht dieser Nacht wird zum Sündenmal des Betrugs, denn nur allzu deutlich trägt das in jenem Moment gezeugte Kind die Züge von Ottilie und dem Hauptmann. Das selbst geschaffene Paradies verfällt, Ehebruch und Mord ziehen im Garten Eden ein. In seinem 1809 erschienenen Roman überprüft Goethe in einem Laborversuch, ob sich Liebe und menschliche Leidenschaften durch Vernunft in eine Ordnung zwängen lassen. Anhand des Gleichnisses von den chemischen Wahlverwandtschaften, das die Paare wie die Teile in der Chemie auseinanderbringt und in neuer Konstellation wieder zusammenfügt, bricht Goethe die Denkstrukturen bürgerlicher Lebensformen auf und hinterfragt die Standfestigkeit des planerischen Ordnungsdenkens gegenüber menschlichen Begierden. Am Ende steht die tragische Einsicht von der Unkalkulierbarkeit der Welt. 

Claudia Meyer ist seit 2000 festes Ensemblemitglied am DNT und arbeitete dort u.a. mit Hartmut Wickert, Grazyna Dylag, Felix Ensslin, Stephan Märki, Julia von Sell/Karsten Wiegand und Michael Simon. Mit Die Zahl der Liebe ist Drei (2004) und der Uraufführung von Helmut Kraussers Diptychon (2005) gab Claudia Meyer am DNT ihr Regiedebüt. Als weitere Inszenierungen folgten hier 2007 Goethes Torquato Tasso und Racines Tragödie Bérénice. Nach Hamlet &amp;ndash; no roof access und der Uraufführung von Jörg-Michael Koerbls Stück Gefährliche Menschen in der Spielzeit 2008/09 folgten 2009/10 Brecht/Weills Dreigroschenoper und Wittgensteins Neffe nach der gleichnamigen Prosa von Thomas Bernhard. 



Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1353&amp;rss=2946</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
</item>
	<item>
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		<title>24.04.2012, 20:00 Uhr: Der Menschenfeind</title>
		<description>Der Idealist und &amp;bdquo;Menschenfeind&amp;ldquo; Alceste weigert sich Kompromisse einzugehen und verachtet die Heuchler. Er zelebriert seine Unabhängigkeit, nur sein Freund Philintemahnt ihn zuMäßigung und Anpassung. Paradoxerweise verliebt er sich in die flatterhafte Célimène, die all das verkörpert, was er ablehnt. Sie genießt den Tratsch in Gesellschaft und kokettiert mit mehreren Verehrern. Als jedoch ein Brief gefunden wird, in dem sie ihre Verehrer verspottet, wenden sich alle außer Alceste von ihr ab.Nur er bietet ihr an, sich mit ihm aufs Land zurückzuziehen. Sie lehnt ab, seine Reaktion bleibt offen. Die Maßlosigkeit seiner Ansprüche hat ihn isoliert und in ein tragisch-komischesDilemma gebracht. Aberwie in einerGesellschaft überleben, ohne die eigenenÜberzeugungen zu verraten? In unserer heutigen Gesellschaft des grenzenlosen Narzissmus verwandelt sich alles mehr und mehr in Fiktion, in Imaginäres. Dagegen mobilisieren wir das Reale: die Selbstverletzung, dieGewalt, den Körper, all das Jenseits des Symbolischen. Doch dort und ohne Gegenüber sind wir gar keine Menschen mehr, sondern Automaten und auch der Kritiker wird zumnarzisstischen Mechanismus, der nicht in der Lage ist, das System zu überschreiten.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.04.2012, 09:00 Uhr: Brundibár</title>
		<description>Not macht kreativ. Angst erst recht! Und Kreativität macht eigene  Gefühle mit anderen teilbar &amp;ndash; ja sie beweist, dass man überhaupt noch  etwas fühlt! Vor diesem Hintergrund spielten Musik und Theater auch im  Konzentrations&amp;ndash; lager Theresienstadt eine besondere Rolle, wo die  Kinderoper Brundibár des tschechischen Komponisten Hans Krása von den  Lagerinsassen mit äußerst beschränkten Mitteln erarbeitet und &amp;bdquo;erlebt&amp;ldquo;  und über 55 Mal aufgeführt wurde. Wie mag sich das für die Beteiligten  und die Zuschauer angefühlt haben? Brundibár spielt irgendwo &amp;ndash; in einem  Ort, einer Stadt, unter Menschen. Zwei Kinder leben in äußerster Armut,  haben nicht einmal das Geld, Milch für ihre kranke Mutter zu kaufen. Auf  der Straße beobachten sie, wie der Leierkastenmann Brundibár von den  Passanten ein ums andere Geldstück bekommt. Da sie nicht stehlen wollen,  versuchen sie es selbst mit Singen. Doch sie werden ausgelacht, und  Brundibár verjagt sie. Seine Stellung soll ihm keiner streitig machen &amp;ndash;  schon gar kein Kind! Eine Katze, ein Hund und ein Spatz wollen helfen.  Sie holen die anderen Kinder, üben gemeinsam das Singen, und siehe da:  am nächsten Tag interessiert sich niemand mehr für Brundibár, denn alle  Leute hören nun dem Gesang der Kinder zu. Als Brundibár ihnen den Hut  mit dem Geld stiehlt, hat er keine Chance zu entkommen, denn gemeinsam  gelingt es den Kindern und den Tieren, Brundibár einzufangen. Mag die  Not auch noch so groß sein &amp;ndash; wer einander hilft, sitzt am Ende am  längeren Hebel!
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.04.2012, 20:00 Uhr: Freunde der Staatskapelle</title>
		<description>Johannes Brahms: Streichsextett B-Dur op. 18

Richard Strauss: Streichsextett aus der Oper &quot;Capriccio&quot; op. 85

Peter I. Tschaikowsky: Streichsextett d-Moll op. 70 &quot;Souvenir de Florence&quot;



Abonnenten erhalten 25% Ermäßigung auf den Eintrittspreis




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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.04.2012, 19:00 Uhr: Merlin oder Das wüste Land</title>
		<description>Liebe, Eifersucht, Intrigen, Rache, Ideale, Verlust, Konflikte, Krieg und Mut. Das sind nur einige der Themen, die Tankred Dorst in Merlin oder Das wüste Land bearbeitet. Der 1925 in Thüringen geborene Dramatiker und Schriftsteller, der auch als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge feiert, begibt sich auf die Spuren des wohl bekanntestenmythologischen Zauberers deswestlichen Kulturkreises. Doch er erzählt die Artussage auf seine ganz eigene Art undWeise. Merlin, Sohn des Teufels und einer Riesin, trägt sowohl das Gute als auch das Böse in sich. Um nicht in die Fußstapfen des Vaters zu treten, will er Gutes tun. Er bringt den sagenumwobenen König Artus dazu, die Tafelrunde zu gründen: Jene Vereinigung, die die Idee einer gerechtenWeltordnung verfolgt. An diesemTisch würde es nie zu Streitigkeiten kommen, da durch seine runde Formeine Rangelei um die besseren Plätze ausgeschlossen sei. Die Grundsteine für eine neue friedliche Gesellschaftsform sind damit gelegt.  Doch im Hintergrund dieser Utopie der vermeintlichen Gleichberechtigung wird Merlin dennoch zum geheimen Großmeister über blutige Schlachten und folgenschwere Beziehungsgeflechte.





Fotografiewettbewerb Das wüste Land 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.04.2012, 10:00 Uhr: Wir alle für immer zusammen</title>
		<description>&amp;bdquo;Alles ist gut so, wie es ist, ein Fisch gehört ins Wasser, ein Vogel in die Luft, eine Hand in meine &amp;ndash; seine.&amp;ldquo; Polleke ist 11 Jahre alt, Dichterin, und sie hat einen Traum: wir alle für immer zusammen. Wir, das sind ihre Mutter Tina und ihr Vater Spiek, das sind Oma und Opa, Mimun, den sie heiß und innig liebt, ihre beste Freundin Caro und das ist nicht zuletzt sie selbst, als Kraftzentrum der Kommunikation. Doch der Traum von der harmonischen Gemeinschaft, er will zunächst nicht wahr werden.  Eine Katastrophe jagt die nächste. Pollekes geliebter Vater verspricht zwar viel, hält aber, weil er zusehends in eine Drogenkarriere abgleitet, wenig: Immer dann, wenn sie ihn braucht, ist er nicht da. Die Mutter verliebt sich ausgerechnet in ihren Lehrer Walter, und ihr marokkanischer Freund hat ihr gerade einen Abschiedsbrief geschrieben, weil er nach dem Willen seiner Eltern ein Mädchen aus seiner Heimat heiraten soll. Kurzum: Polleke ist geradezu überschwemmt von Problemen.  

Wie dann doch alles halbwegs gut wird und Polleke ihren Weg aus den Verstrickungen heraus findet, hin zu einer individuellen Identität, und welche nicht unwesentliche Rolle dabei ihre Gedichte spielen, erzählt dieses mitreißende Theaterstück über die Mühen des Erwachsenwerdens in einer multikulturellen Gesellschaft. Grundlage des Stücks bildet der Roman Wir alle für immer zusammen des international profilierten Kinderbuchautors Guus Kuijer. Für diesen ersten seiner insgesamt fünf Polleke-Bände erhielt Kuijer mehrere Preise, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis.  


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.04.2012, 19:30 Uhr: Die Dreigroschenoper</title>
		<description>Was ist eine Moritat? Ein Gesang über eine &amp;bdquo;Mor-ed-tat&amp;ldquo;, also eine Mordtat. Der Gesang, historisch vorgetragen vom Leierkastenmann, besingt ein schauriges Verbrechen, um die Erzählung in einer moralisierenden Schlussbetrachtung münden zu lassen. Die Moritat überführt das Verbrechen wieder in die allgemeine Geschichte und errichtet das moralische Gebäude aufs Neue. Der wahrscheinlich berühmteste Song der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts ist Die Moritat von Mackie Messer. Doch diese ist der Abgesang auf die Moral, nicht ihre künstlerische Wiederauferstehung. Denn für Brecht und Weill ist klar, dass in den Zeiten des Kapitalismus die bürgerliche Moral nur noch der Schauplatz zynischer Bemäntelungen der Realität sein kann.



Die Dreigroschenoper erzählt das Erbärmliche im Leben: denn ins Schwarze trifft 1928 Brechts und Weills zynische Karikatur einer Welt der Armut und Doppelmoral, in der nach dem Börsencrash vom 13. Mai 1927, ganz darwinistisch nur noch der Stärkere bzw. ganz kapitalistisch der Skrupelloseste überlebt. Wahre Moral kann nur noch in der Überwindung des moralischen Standpunktes bestehen, eine Wiederauferstehung der bürgerlichen Ordnung wird es nicht geben. &amp;bdquo;Gesindel&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Die Ludenoper&amp;ldquo; wollte Brecht die Geschichte um Bettler, Zuhälter, Dirnen und Banditen eigentlich nennen, bis Lion Feuchtwanger auf einem Probenbesuch zur Uraufführung den Titel Die Dreigroschenoper vorschlug. Und so steht es im Vorspiel zum Stück: &amp;bdquo;Sie werden jetzt eine Oper für Bettler hören. Und weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie doch so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie Die Dreigroschenoper.&amp;rdquo; Wer in ihr Moral fordert, fordert die Unterdrückung, und wer Unmoral lebt, lebt unbewussten Widerstand. Diese Umkehrung ist Brechts Thema. Und er präsentiert es in einer lustvollen, antibürgerlichen Oper, die Abgesang und Aufbruchsignal in einem sein soll: allerdings ein Aufbruch nicht in eine neue, schöne Welt, sondern in die gespenstische Gegenwart der eigenen Entwertung durch die politische und ökonomische Ordnung.



&quot;Ein geschlossenes, erstklassiges Ensemble.&quot; 

Thüringer Allgemeine, 30.11.2009



&quot;Mit ihrer Travestie entlarvt Meyer Brecht als Klassiker.&quot;

Thüringische Landeszeitung, 30.11.2009





Als Musiker:

Michael Wilhelmi (Klavier, Celesta, Harmonium)

Alexander Richter, Nilas-Henrik Wepler (Trompete)

Thomas Wiegner, Jan Hoffmann (Posaune)

Felix Raddatz (Kontrabass)

Christioh Mathis (Gitarre, Banjo)

Claudia Buder (Akkordeon)

Berndt Klinke (Reed 1: Altsaxophon, Baritonsaxophon, Sopransaxophon, Flöte, Piccolo, Klarinette)

Holger Arndt, Rüdiger Trosits (Reed 2: Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Klarinette)

Timo Schmeichel, Jürgen Schneider (Schlagzeug)





Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.04.2012, 19:30 Uhr: Der Sturm</title>
		<description>Ein Sturm spült Antonio, den Herzog von Mailand, und sein Gefolge auf eine einsame Insel. Dort begegnet er seinem einst von ihm aus dem Amt vertriebenen und auf die Insel verbannten Bruder Prospero wieder. Dieser hat den Sturm inszeniert, der die Gestrandeten in seine Gewalt bringen und ihm die Rückkehr an die Macht ermöglichen soll. Prospero hat sich die Naturkräfte der Insel und deren Eingeborene untertan gemacht. Caliban, der einstige Herrscher der Insel, wie auch Ariel, Prosperos dienstbarer Geist, leiden unter dem neuen Regime. Während Ariel dem Freiheitsversprechen Prosperos glaubt, findet Caliban unter den auf der Insel Gestrandeten Verbündete, um Prospero die Macht wieder zu entreißen. Aber auch unter den Schiffbrüchigen selbst brechen Machtkämpfe auf, die nur durch Ariels Eingreifen nicht in einem Blutbad enden.

Die Liebe bringt scheinbar Versöhnung zwischen alle widerstreitenden Parteien. Miranda, Prosperos Tochter, die einst mit ihm auf die Insel verbannt wurde, und Ferdinand, der ebenfalls auf der Insel gestrandete Thronfolger von Neapel, werden auf Prosperos Anweisung hin von Ariel zusammengeführt. Prosperos Inszenierung geht auf wie erwünscht. Miranda und Ferdinand verlieben sich ineinander und stiften eine neue Dynastie, die Prospero die Macht über den Tod hinaus sichern wird. Während Prospero mit den Seinen nach Mailand zurückkehrt, bleiben Caliban und Ariel auf der Insel zurück, allein mit der Freiheit, die so lange ein herrliches Traumbild war.

Regie bei Shakespeares letztem Drama, das die ganze Magie des Theaters beschwört, führt Corinna von Rad.

Die Regisseurin hat sich mit Inszenierungen in Musiktheater und Schauspiel einen Namen gemacht. Neben ihrer Regiearbeit ist Corinna von Rad auch als Dozentin an verschiedenen künstlerischen Hochschulen tätig; zurzeit hat sie eine Professur an der Musikhochschule &amp;bdquo;Hanns Eisler&amp;ldquo; Berlin im Fach Musiktheaterregie inne.

Der Sturm ist nach Die Grille von Richard Ayres ihre zweite Inszenierung am DNT in der Spielzeit 2008/09.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>29.04.2012, 19:00 Uhr: Arabella</title>
		<description>Die 1933 uraufgeführte Lyrische Komödie ist das letzte Zeugnis der außerordentlich produktiven künstlerischen Zusammenarbeit von Hugo vonHofmannsthal und Richard Strauss, die mit dem Rosenkavalier (1911) begonnen hatte. In gewisser Weise als dessen &amp;bdquo;kleine Schwester&amp;ldquo; angelegt, reflektiert das vor dem Hintergrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise entstandene Werk wie der Rosenkavalier die gesellschaftlichen Umbrüche der eigenen Zeit in einem fiktiven Wien der Vergangenheit. Anknüpfungspunkte sind diesmal die Ringstraßenzeit und die Blüte der Wiener Operette um 1860: Der bankrotte Rittmeister a.D. Graf Waldner und seine Frau sehen sich gezwungen, ihre ältere Tochter Arabella an den meistbietenden Bewerber zu verheiraten, während ihre jüngere Schwester Zdenka, für deren standesgemäße Ausstattung die finanziellenMittel nicht ausreichen, als Junge verkleidet aufgezogen wird. Arabella, modern und pragmatisch genug, sehenden Auges den Weg einer Vernunftehe zu gehen, ist gerade im Begriff, sich vom Mädchentraum eines sie rettenden Märchenprinzen zu verabschieden, als dieser in Gestalt Mandrykas plötzlich vor ihr steht. Doch die Entscheidung für ein Lebenmit dem Märchenprinzen bedeutet auch, die Freiheit einer modernen emanzipierten Frau aufzugeben.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>30.04.2012, 20:00 Uhr: Alles ist erleuchtet</title>
		<description>Der junge Amerikaner Jonathan sammelt aus Angst vor dem Vergessen leidenschaftlich alte Bilder und Erinnerungsstücke. Seine Großmutter schenkt ihm auf dem Sterbebett ein altes Foto, auf dem sein verstorbener Großvater und eine junge Frau zu sehen sind. Auf der Rückseite die Notiz: &amp;bdquo;Augustine und ich, Trachimbrod 1940&amp;ldquo;. Daraufhin bricht Jonathan auf, um die Lücke in seiner Familiengeschichte zu schließen. Er will die unbekannte Frau auf dem Foto finden, die seinem Großvater das Leben gerettet haben soll, und den ukrainischen Ort Trachimbrod, aus dem seine Familie stammt. Um sich im fremden Land besser zurechtzufinden, heuert er in einem Reisebüro für jüdisch-amerikanischen Individualtourismus einen alten Reiseführer an, der trotz seiner angeblichen Blindheit gerne Auto fährt. Unterstützt von seinem Enkel Alexander als Dolmetscher &amp;ndash; wenn dieser auch ein eigenwilliges Englisch spricht &amp;ndash; und dem verrückten Blindenhund Sammy Davis jr. jr. brechen sie gemeinsam in einem baufälligen Auto zu einer irrwitzigen Fahrt an die ukrainisch-polnische Grenze auf. Doch die Reise durch die ukrainische Provinz mit skurrilen Erlebnissen, kauzigen Menschen und schrägen Begegnungen entpuppt sich als eine Reise in die schwarze Vergangenheit in das Land der Ahnen. Der gefeierte Debütroman Alles ist erleuchtet des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer ist ein schillerndes Meisterwerk entfesselter Fabulierkunst, schöner Melancholie und hintergründiger Komik, der die Vergangenheit sucht und die Gegenwart findet. Die Adaption des Romans wird von dem jungen Regisseur Dominique Schnizer inszeniert, der sich erstmalig am DNT in Weimar vorstellen wird. Seit 2007/08 arbeitet er als freier Regisseur regelmäßig am Hamburger Schauspielhaus, für die Ruhrfestspiele Recklinghausen, das Kasemattentheater Luxemburg und für das Theater Heidelberg. Große Beachtung fand in der vergangenen Spielzeit seine Inszenierung der Uraufführung von Der Mann der die Welt aß von Nis-Momme Stockmann am Theater Heidelberg.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.
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		<title>01.05.2012, 19:00 Uhr: Das Wirtshaus im Spessart</title>
		<description>Immer noch populär sind die oftmals unheimlichen Märchenfiguren Wilhelm Hauffs, wie der Holländer Michel, das Glasmännlein und Peter Munk aus Das kalte Herz oder der kleine Muck, Kalif Storch und Zwerg Nase. Die mythischen Abgründe, in die diese Märchenfiguren durch ihre maßlose Gier nach Gold und Geld gerissen werden, gehören auch heute noch zu unserer Welt. Gespiegelt in diesen Monster-Figuren der Frühmoderne befragen wir unsere Situation nach einer lebenswerten Zukunft. Gelingt es uns die grenzenlose Gier und den verinnerlichten Egoismus in die Maßverhältnisse des Humanen zurück zu holen? Verwandelt sich unsere Welt doch unmerklich und unheimlich mehr und mehr in ein grausames Märchen, aus dessen Zwängen es kein Entkommen zu geben scheint. Ein hoch abstrakter Finanzmarkt, die Allgegenwart der elektronischen Medien und die Veränderungen im Übergang von Epochen bringen uns in eine ähnliche Lage wie die Reisenden im Wirtshaus im Spessart: Sie ahnen, dass die Katastrophe bevorsteht, dass die Räuber unterwegs sind und sie stellen sich der Angst entgegen, mit Geschichten, Gesängen und Gedanken. Was hilft aber alles, wenn wir am Ende erkennen müssen: Die Räuber sind wir selbst!</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>02.05.2012, 20:00 Uhr: Reise ins Ich</title>
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		<title>03.05.2012, 19:30 Uhr: La Traviata</title>
		<description>Die herzzerreißende Geschichte der Kameliendame Violetta Valéry, der berühmten Pariser Kurtisane, die aus Rücksicht auf die Ehre der Familie Germont ihrer Liebe zu Alfredo Germont entsagt, ist in Giuseppe Verdis Vertonung eines der meistgespielten Werke des Opernrepertoires. Schon im Titel La Traviata (&amp;bdquo;Die vom rechten Wege Abgekommene&amp;ldquo;) ist angedeutet, dass Violetta in zahlreichen Passagen der Oper eine quasi religiöse Stilisierung und Ikonisierung erfährt. Ihr Gewerbe ist bei Verdi nicht nur körperlich, sondern geradezu metaphysisch. Sie ist jenseits ihres Kurtisanen-Daseins eine Maria Magdalena, die anbetungswürdig ist und den von der Tabuisierung ihrer Sexualität gestressten Bürgern Erlösung verspricht. Die zweite Zuspitzung, die Verdi in La Traviata herausarbeitet, betrifft die kapitalistische Welt desWarentauschs. Violetta erwartet von ihren Liebhabern, dass sie sich für den Genuss ihres Körpers finanziell auszehren. Als siemit Alfredo zusammen aufs Land zieht, tut sie das Gleiche: Jetzt bezahlt sie alles, macht enorme Schulden und verausgabt sich. Als Alfredo bemerkt, dass sie damit nun ihn gleichsam zur Hure macht,wirft er ihr auf demHöhepunkt der dramatischenHandlung, von Verdi grandios herausgearbeitet, eine Unsumme Geld vor die Füße.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.05.2012, 20:00 Uhr: Zur schönen Aussicht</title>
		<description>Ein heruntergekommenes Hotel kurz vor dem Bankrott. Sein Name  Zur schönen Aussicht verspricht maximal einen schönen Blick in die Natur, die Zukunft sieht eher düster aus. Das Hotel, sonst Ort des Durchgangs und der Erholung, ist hier Heimat für gescheiterte Existenzen. Allen voran die Baronin Ada Freifrau von Stetten, die nicht nur einziger Gast des Etablissements ist und somit den Betrieb am Laufen hält, sondern zugleich alle Angestellten in der Hand hat, und dies nicht nur auf geschäftlicher Ebene. Die wohlig eingerichtete &amp;bdquo;Familie&amp;ldquo; gerät ins Wanken, als plötzlich die ehemalige Stenotypistin Christine auftaucht. Mit ihr hatte Hoteldirektor Strasser im Jahr zuvor eine Affäre, aus der ein Kind hervorgegangen ist. Die Hotelgemeinschaft ahnt nichts Gutes und schmiedet einen perfiden Plan: Weil jeder Mann behauptet, mit ihr eine Liaison gehabt zu haben, kann die Vaterschaft nicht belegt werden. Was die versammelten Männer nicht wissen ist, dass Christine längst den &amp;bdquo;lieben Gott&amp;ldquo; getroffen und ganz andere Dinge im Sinn hat. Das Biotop implodiert, wenn am Ende jeder ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes egoistisches Ziel verfolgt. In der vorgeblich gemeinsamen Sache liegt letztlich das materialistische Grundprinzip: Jeder ist sich selbst der Nächste. 



In vergnüglicher, zugleich brutaler Art und Weise zeichnet Ödon von Horváth in seiner frühen Komödie Zur schönen Aussicht aus dem Jahr 1926 ein soziales Sammelbecken des Kleinbürgertums, in dem er dieses als Hort spießiger Kleingeistigkeit, verkommener Moral, brüchiger Identitäten, vor Selbstmitleid triefender Männer und von Materialismus Getriebener entlarvt. Der Zustand des Hotels ist letztlich nichts anderes als ein Sinnbild für die Bankrotterklärung der bürgerlichen Gesellschaft, ihrer Wirtschaft, Politik und Moral. Von der einstigen Pracht ist nur eine &amp;bdquo;verstaubte und verwahrloste&amp;ldquo; Hotelhalle geblieben.


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		<title>04.05.2012, 19:30 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>05.05.2012, 19:30 Uhr: Arabella</title>
		<description>Die 1933 uraufgeführte Lyrische Komödie ist das letzte Zeugnis der außerordentlich produktiven künstlerischen Zusammenarbeit von Hugo vonHofmannsthal und Richard Strauss, die mit dem Rosenkavalier (1911) begonnen hatte. In gewisser Weise als dessen &amp;bdquo;kleine Schwester&amp;ldquo; angelegt, reflektiert das vor dem Hintergrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise entstandene Werk wie der Rosenkavalier die gesellschaftlichen Umbrüche der eigenen Zeit in einem fiktiven Wien der Vergangenheit. Anknüpfungspunkte sind diesmal die Ringstraßenzeit und die Blüte der Wiener Operette um 1860: Der bankrotte Rittmeister a.D. Graf Waldner und seine Frau sehen sich gezwungen, ihre ältere Tochter Arabella an den meistbietenden Bewerber zu verheiraten, während ihre jüngere Schwester Zdenka, für deren standesgemäße Ausstattung die finanziellenMittel nicht ausreichen, als Junge verkleidet aufgezogen wird. Arabella, modern und pragmatisch genug, sehenden Auges den Weg einer Vernunftehe zu gehen, ist gerade im Begriff, sich vom Mädchentraum eines sie rettenden Märchenprinzen zu verabschieden, als dieser in Gestalt Mandrykas plötzlich vor ihr steht. Doch die Entscheidung für ein Lebenmit dem Märchenprinzen bedeutet auch, die Freiheit einer modernen emanzipierten Frau aufzugeben.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>05.05.2012, 20:00 Uhr: Wittgensteins Neffe</title>
		<description>&amp;bdquo;Eine Freundschaft&amp;ldquo; &amp;ndash; so untertitelt Thomas Bernhard seine 1982 erschiene Erzählung Wittgensteins Neffe. Er porträtiert hier seinen Freund Paul Wittgenstein, Wiener Original und Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein und dabei gleichzeitig sich selbst. Es ist die Geschichte von leidenschaftlichen Diskussionen über Musik, Theater und Kunst, von einem Leben in vollen Zügen, vom gegenseitigen Beschenken und vom Bezichtigen aller, die außerhalb dieser Freundschaft beider Männer stehen. 

Die Musik ist Auslöser und ständiger Mittelpunkt der Freundschaft: Wortlos hören beide stundenlang Schallplatten von Mozart oder Beethoven unter freiem Himmel oder sie reisen, um einen Artikel über die Mozartsche Zaide in der Neuen Zürcher Zeitung zu finden,  durch halb Oberösterreich, ... Die gleichzeitige Krankheit  &amp;ndash; Wittgenstein ist verrückt während Bernhard lungenkrank ist, &amp;ndash; lässt sie ihre Freundschaft vertiefen. Doch Jahre später, als er dem vereinsamten und verarmten, sterbenskranken Freund begegnet, wechselt der Erzähler die Straßenseite... 

Bernhard macht sich zum Zeugen der zwölfjährigen Sterbensgeschichte seines Freundes, mit großer Zärtlichkeit spricht er über Paul Wittgenstein, mit schonungsloser Offenheit von sich &amp;ndash;  und errichtet so dem Verratenen ein den Tod überdauerndes Denkmal.

Claudia Meyer wird diesen Prosatext Bernhards in seiner extrem musikalisierten Sprache mit zwei Schauspielern und zwei Musikern im e-werk erzählen und damit seine Technik der Spiegelung eines Menschen im Freund ins Zentrum rücken.



&amp;bdquo;Wer eine Spur Freundschaft für Bernhard empfindet, empfindet bei dieser Meyerschen Hommage an Wittgenstein ein, wie man nun weiß, irrsinniges Vergnügen.&amp;ldquo; Wolfgang Hirsch / TLZ



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>06.05.2012, 11:00 Uhr: Generalprobe zum 9. Sinfoniekonzert</title>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>08.05.2012, 11:00 Uhr: Maskenwerkstatt</title>
		<description>mit Maskenbildnerinnen des DNT Weimar 

für Kinder ab der 1. Klasse



Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 



Vorstellungen nach Absprache. Tel.: 0 3643 - 755 301



Maskenbildnerinnen des DNT erklären und demonstrieren Interessantes aus ihrer Arbeit: Perücken und Glatzen, Schminke und Masken werden zur Freude der Zuschauer auch an &quot;lebenden Objekten&quot; ausprobiert.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>08.05.2012, 12:00 Uhr: Maskenwerkstatt</title>
		<description>mit Maskenbildnerinnen des DNT Weimar 

für Kinder ab der 1. Klasse



Vorstellungsdauer: ca. 1 Std. 



Vorstellungen nach Absprache. Tel.: 0 3643 - 755 301



Maskenbildnerinnen des DNT erklären und demonstrieren Interessantes aus ihrer Arbeit: Perücken und Glatzen, Schminke und Masken werden zur Freude der Zuschauer auch an &quot;lebenden Objekten&quot; ausprobiert.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>10.05.2012, 10:00 Uhr: Theatereffekte</title>
		<description>Requisitenwerkstatt mit Wilfried Meister 

Für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen 

Vorstellungen auch nach Absprache Tel.: 03643 - 755 301 



Der 'Meister' der Effekte öffnet seine Trickkiste und erobert sich mit Einfallsreichtum und Witz die Herzen seiner Bewunderer. Er verrät, wie Blitz, Donner, Regen, Nebel und Schnee gemacht werden, lässt im Schwarzlicht das Foyer III in die Geisterstunde abtauchen, Fische und Obst auf ihre Genießbarkeit prüfen oder führt seine Seifenblasenmaschine vor und lässt die Seifenblasen zu Glühwürmchen werden - Tricks des Requisiteurs, die nicht nur die kleinen Zuschauer zum Staunen bringen.



Vorstellungsdauer: 1 Std. </description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>10.05.2012, 19:30 Uhr: Die Krönung der Poppea</title>
		<description>Im Mittelpunkt dieser 1642/43 in Venedig uraufgeführten, wohl berühmtestenOper des 17.Jahrhunderts steht ein Intrigengeflecht am Hofe Kaiser Neros: Unterstützt von Amor gelingt es der schönen Poppea, den Kaiser derart zu umgarnen, dass er nicht nur seine rechtmäßigeGattin verstößt und seinen &amp;ndash; dieserMaßnahme kritisch gegenüber stehenden&amp;ndash; Prinzenerzieher Seneca zumSelbstmord zwingt, sondern die nicht standesgemäße Geliebte zuletzt sogar zur Kaiserin krönen lässt. Busenello entwirft eine heillose Welt, in der die Tugend keinen Platz mehr hat &amp;ndash; alle, die an Poppeas Aufstiegmitwirken oder ihn zu verhindern suchen, sehen sich gezwungen, amoralischeMittel anzuwenden. Der bereits hochbetagte und auf der Höhe seines Ruhms stehende Claudio Monteverdi entwickelte diese zwielichtigen Figuren zu plastischen und vielschichtigen Charakteren und schenkte ihnen seine vielleicht schönste, bis heute fesselnde Musik. Dabei erhielt er &amp;ndash; zumindest was den überlieferten Notentext angeht &amp;ndash; kräftigeUnterstützung von den aufstrebenden Opernkomponisten der Generation nach ihm.



Das eigens für diese erste Produktion einer Oper des 17. Jahrhunderts am DNT zusammengestellte Instrumentalensemble aus hochkarätigen Barockspezialisten wird im Sinne der &amp;bdquo;historisch informierten Aufführungspraxis&amp;ldquo; auf historischen Instrumenten spielen.



Vorstellungsdauer: 3 Std. 
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>10.05.2012, 20:00 Uhr: Ein neuer Text</title>
		<description>Auf die Frage, was schreibst du für unsere Stadt:

&amp;bdquo;Wenn überhaupt,wovon auszugehen ist, dann lieber etwas gegen die Stadt, statt der so gerne geforderten Erkennbarkeit der Lebensrealität &amp;bdquo;unseres Publikums&amp;ldquo;, lieber etwas Abstraktes, vielleicht über New York, und zwar in der Art, dass der Papst, der gerade neben mir steht, wie sich nun doch herausstellt: leider nicht Gott ist, sondern Xavier Naidoo. Kein Text also für oder über einen Ort, kein bis zu Ende gedachter Gedanke, &amp;bdquo;wie man es hierzulande so sehr schätzt, bis nichts mehr übrig bleibt&amp;ldquo;, sondern eine Geschichte, die beim Erzählen entsteht. Die gerne verwendeten Begriffe Transparenz und Effizienz laden ein zur genaueren Betrachtung, der Selbstverwirklichungsmensch soll im Zentrum unseres Spiels stehen, wir werden ein Jahr der Diktatoren feiern. Der Haider, &amp;bdquo;der als erfolgloser Ansichtskartenmaler noch Ansichtskarten malte, als der Ferdinand Porsche bereits Automobile für feinstes Wiener Knuspergebäck konstruierte&amp;ldquo;, soll unser Führer sein, soll uns begleiten auf unserer Reise ins Märchenland der Volksherrschaft. Im Übrigen gebe ich hiermit zur Auskunft, dass die Vorbereitungen für diese Reise gerade erst beginnen.&amp;ldquo; Oliver Kluck, Berlin im Mai 2011</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>11.05.2012, 19:30 Uhr: Faust (Margarethe)</title>
		<description>Gounods Faust ist französische Oper pur. Goethes deutscher Gelehrter verwandelt sich unter den Händen des begnadeten französi-

schen Melodikers in einen Greis, den nicht mehr Welterkenntnis, sondern die Sehn-

sucht nach einem nie gelebten Leben um-

treibt. Eifersüchtig auf die Jugend anderer lässt er sich auf einen Paktmit demTeufel ein und stürzt sich &amp;ndash; von diesem in einen jugendlichen Liebhaber verwandelt &amp;ndash; in das erste Liebesabenteuer seines Lebens. Das kann natürlich nicht gut ausgehen: Vom Teufel angestiftet, schwängert er die unschuldige Marguerite, verlässt sie und das Kind, besucht die zum Tode Verurteilte aber schließlich doch im Gefängnis. Die fest in ihremGlauben verankerte Geliebte zieht einer Flucht unter Mithilfe des Teufels jedoch den Tod vor. Der Chor erklärt ihre Seele gerührt für gerettet. 

Das Werk verbindet Elemente der Opéra lyrique mit denen der Grand opéra, kombiniert groß angelegte dramatische Szenen mit rührenden intimen Begegnungen und effektvollen Chorszenen, aber auch populären Formen wie Couplets, Märschen, Chorälen und Walzern. Ihrer zwingenden Wirkung ist ebenso wenig zu entkommen wie der Tragik der Liebesge-

schichte.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>12.05.2012, 19:30 Uhr: Merlin oder Das wüste Land</title>
		<description>Liebe, Eifersucht, Intrigen, Rache, Ideale, Verlust, Konflikte, Krieg und Mut. Das sind nur einige der Themen, die Tankred Dorst in Merlin oder Das wüste Land bearbeitet. Der 1925 in Thüringen geborene Dramatiker und Schriftsteller, der auch als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge feiert, begibt sich auf die Spuren des wohl bekanntestenmythologischen Zauberers deswestlichen Kulturkreises. Doch er erzählt die Artussage auf seine ganz eigene Art undWeise. Merlin, Sohn des Teufels und einer Riesin, trägt sowohl das Gute als auch das Böse in sich. Um nicht in die Fußstapfen des Vaters zu treten, will er Gutes tun. Er bringt den sagenumwobenen König Artus dazu, die Tafelrunde zu gründen: Jene Vereinigung, die die Idee einer gerechtenWeltordnung verfolgt. An diesemTisch würde es nie zu Streitigkeiten kommen, da durch seine runde Formeine Rangelei um die besseren Plätze ausgeschlossen sei. Die Grundsteine für eine neue friedliche Gesellschaftsform sind damit gelegt.  Doch im Hintergrund dieser Utopie der vermeintlichen Gleichberechtigung wird Merlin dennoch zum geheimen Großmeister über blutige Schlachten und folgenschwere Beziehungsgeflechte.





Fotografiewettbewerb Das wüste Land 


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		<title>13.05.2012, 11:00 Uhr: Kammermusik-Matinee der Staatskapelle Weimar</title>
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		<title>13.05.2012, 16:00 Uhr: Die Hochzeit des Figaro</title>
		<description>Mozarts epochale Oper entstand in einer hochtheatralischen Zeit. 1786, drei Jahre vor der Französischen Revolution, lagen die Nerven von Adligen und Bürgern blank. Zwischen der libertären Lebensweise der Aristokraten und den immer lauter werdenden Moralappellen des Bürgertums, das bald schon &amp;bdquo;Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit&amp;ldquo; für sich reklamieren sollte, wuch- sen die Spannungen; das Pulverfass war kurz vor der Explosion. Der schwelende Konflikt zwischen dem Grafen Almaviva und seinem Diener Figaro entzündet sich aus Anlass der geplanten Hochzeit des Dieners mit der Kammerzofe Susanna. Der Graf beansprucht das Recht auf die erste Nacht mit Susanna für sich. Figaro antwortet mit seinem berühmten, verzweifelten Schlachtruf: &amp;bdquo;Tutte le macchine rovescerò!&amp;ldquo; (&amp;bdquo;Ich werde all seine Machenschaften verhindern!&amp;ldquo;) &amp;ndash; &amp;bdquo;Rovescerò&amp;ldquo; bedeutet auch: &amp;bdquo;Ich werde umstürzen!&amp;ldquo; In den folgenden, turbulenten Ereignissen eines einzigen Tages wird offenbar, wie weitreichend und grenzüberschreitend die (erotischen) Verstrickungen der Personen im Schloss des Grafen sind. Der Graf unterhält erotische Beziehungen zu Barbarina, der Tochter seines Gärtners, die noch ein Kind ist. Die Gräfin, frustriert durch das nachlassende Interesse des Grafen, bändelt mit dem pubertierenden Pagen Cherubino an. Figaro selbst wird von der viel älteren Marcellina begehrt, bis diese feststellt, dass sie eigentlich seine Mutter ist ... &amp;ndash; Es scheint in Mozarts Werk überhaupt keine gemäßigten, &amp;bdquo;normalen&amp;ldquo; Gefühle zu geben; die Figuren in seiner Oper schlittern über das Eis einer Endzeit, sie tanzen auf dem Vulkan des 18. Jahrhunderts. Mozarts opera buffa verlangt nach lebendigem Ensembletheater wie kein zweites Werk der Operngeschichte. Den Sängern und Sängerinnen des DNT wird von Mozarts und Da Pontes Theaterkonzeption sowohl musikalisch als auch szenisch alles abverlangt. Deshalb, und weil sich in dieser Oper Klassik und Komödie auf unvergleichliche Weise treffen, wird Die Hochzeit des Figaro der zweite Teil des Premierendoppels, mit dem das Musiktheater die Spielzeit eröffnet. Die Musikalische Leitung liegt auch hier bei Generalmusikdirektor Stefan Solyom; Regie führt Susanne Gauchel, die zuletzt sehr erfolgreich in Bremen Salome inszenierte.





Vorstellungsdauer: 3 Std. 30 Min. inkl. einer Pause








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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>17.05.2012, 19:00 Uhr: Die Troerinnen</title>
		<description>Der Tag nach der Zerstörung Trojas, die Männer sind tot und die gefangenen Frauen wissen, dass sie als Beute unter den Siegern aufgeteilt werden. Ein Abgrund des Leids und der Sinnlosigkeit tut sich auf. Jede Ordnung ist vernichtet. Wie soll man trauern angesichts dieses unendlichen Leids? Was ist göttlicher Wille, was menschliche Verfügung? Euripides stellt das Unglück der Besiegten dar, er beschreibt genau den Moment der Spannung zwischen der Befürchtung des Äußersten und seinem Eintreten. Die Schicksale der Frauen Hekabe, Andromache, Kassandra und Helena sind entsetzlich, Euripides stellt sie jedoch nicht nur als Leidende und Leidtragende dar, sondern sie werden zu Anklägerinnen gegen den Wahnsinn des Kriegs. Im antiken Drama sind die Toten genauso präsent wie die Lebenden, es gibt keinen Unterschied, denn &amp;bdquo;ohne seine Toten kann kein Volk leben&amp;ldquo; (Heiner Müller). Für jede Gesellschaft ist es lebensnotwendig ihrer Toten zu gedenken, denn ohne Geschichte, ohne Erinnerung würden wir im luftleeren Raum leben. Den Text von Euripides nimmt Konstanze Lauterbach zum Ausgangspunkt, um die Geschichten der Frauen weiterzuverfolgen.</description>
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		<title>18.05.2012, 19:30 Uhr: La Traviata</title>
		<description>Die herzzerreißende Geschichte der Kameliendame Violetta Valéry, der berühmten Pariser Kurtisane, die aus Rücksicht auf die Ehre der Familie Germont ihrer Liebe zu Alfredo Germont entsagt, ist in Giuseppe Verdis Vertonung eines der meistgespielten Werke des Opernrepertoires. Schon im Titel La Traviata (&amp;bdquo;Die vom rechten Wege Abgekommene&amp;ldquo;) ist angedeutet, dass Violetta in zahlreichen Passagen der Oper eine quasi religiöse Stilisierung und Ikonisierung erfährt. Ihr Gewerbe ist bei Verdi nicht nur körperlich, sondern geradezu metaphysisch. Sie ist jenseits ihres Kurtisanen-Daseins eine Maria Magdalena, die anbetungswürdig ist und den von der Tabuisierung ihrer Sexualität gestressten Bürgern Erlösung verspricht. Die zweite Zuspitzung, die Verdi in La Traviata herausarbeitet, betrifft die kapitalistische Welt desWarentauschs. Violetta erwartet von ihren Liebhabern, dass sie sich für den Genuss ihres Körpers finanziell auszehren. Als siemit Alfredo zusammen aufs Land zieht, tut sie das Gleiche: Jetzt bezahlt sie alles, macht enorme Schulden und verausgabt sich. Als Alfredo bemerkt, dass sie damit nun ihn gleichsam zur Hure macht,wirft er ihr auf demHöhepunkt der dramatischenHandlung, von Verdi grandios herausgearbeitet, eine Unsumme Geld vor die Füße.</description>
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		<title>18.05.2012, 20:00 Uhr: Alles ist erleuchtet</title>
		<description>Der junge Amerikaner Jonathan sammelt aus Angst vor dem Vergessen leidenschaftlich alte Bilder und Erinnerungsstücke. Seine Großmutter schenkt ihm auf dem Sterbebett ein altes Foto, auf dem sein verstorbener Großvater und eine junge Frau zu sehen sind. Auf der Rückseite die Notiz: &amp;bdquo;Augustine und ich, Trachimbrod 1940&amp;ldquo;. Daraufhin bricht Jonathan auf, um die Lücke in seiner Familiengeschichte zu schließen. Er will die unbekannte Frau auf dem Foto finden, die seinem Großvater das Leben gerettet haben soll, und den ukrainischen Ort Trachimbrod, aus dem seine Familie stammt. Um sich im fremden Land besser zurechtzufinden, heuert er in einem Reisebüro für jüdisch-amerikanischen Individualtourismus einen alten Reiseführer an, der trotz seiner angeblichen Blindheit gerne Auto fährt. Unterstützt von seinem Enkel Alexander als Dolmetscher &amp;ndash; wenn dieser auch ein eigenwilliges Englisch spricht &amp;ndash; und dem verrückten Blindenhund Sammy Davis jr. jr. brechen sie gemeinsam in einem baufälligen Auto zu einer irrwitzigen Fahrt an die ukrainisch-polnische Grenze auf. Doch die Reise durch die ukrainische Provinz mit skurrilen Erlebnissen, kauzigen Menschen und schrägen Begegnungen entpuppt sich als eine Reise in die schwarze Vergangenheit in das Land der Ahnen. Der gefeierte Debütroman Alles ist erleuchtet des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer ist ein schillerndes Meisterwerk entfesselter Fabulierkunst, schöner Melancholie und hintergründiger Komik, der die Vergangenheit sucht und die Gegenwart findet. Die Adaption des Romans wird von dem jungen Regisseur Dominique Schnizer inszeniert, der sich erstmalig am DNT in Weimar vorstellen wird. Seit 2007/08 arbeitet er als freier Regisseur regelmäßig am Hamburger Schauspielhaus, für die Ruhrfestspiele Recklinghausen, das Kasemattentheater Luxemburg und für das Theater Heidelberg. Große Beachtung fand in der vergangenen Spielzeit seine Inszenierung der Uraufführung von Der Mann der die Welt aß von Nis-Momme Stockmann am Theater Heidelberg.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.
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		<title>19.05.2012, 19:30 Uhr: Die Troerinnen</title>
		<description>Der Tag nach der Zerstörung Trojas, die Männer sind tot und die gefangenen Frauen wissen, dass sie als Beute unter den Siegern aufgeteilt werden. Ein Abgrund des Leids und der Sinnlosigkeit tut sich auf. Jede Ordnung ist vernichtet. Wie soll man trauern angesichts dieses unendlichen Leids? Was ist göttlicher Wille, was menschliche Verfügung? Euripides stellt das Unglück der Besiegten dar, er beschreibt genau den Moment der Spannung zwischen der Befürchtung des Äußersten und seinem Eintreten. Die Schicksale der Frauen Hekabe, Andromache, Kassandra und Helena sind entsetzlich, Euripides stellt sie jedoch nicht nur als Leidende und Leidtragende dar, sondern sie werden zu Anklägerinnen gegen den Wahnsinn des Kriegs. Im antiken Drama sind die Toten genauso präsent wie die Lebenden, es gibt keinen Unterschied, denn &amp;bdquo;ohne seine Toten kann kein Volk leben&amp;ldquo; (Heiner Müller). Für jede Gesellschaft ist es lebensnotwendig ihrer Toten zu gedenken, denn ohne Geschichte, ohne Erinnerung würden wir im luftleeren Raum leben. Den Text von Euripides nimmt Konstanze Lauterbach zum Ausgangspunkt, um die Geschichten der Frauen weiterzuverfolgen.</description>
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		<title>20.05.2012, 18:00 Uhr: Die Zauberflöte</title>
		<description>Er ist Wiener und heißt Hans Sausakh von Wurstelfeld; oder er lebt in Neapel unter dem Namen Pulcinella; oder er ist in einem Reich der Träume geboren und heißt Papageno. Immer ist er ein Anwalt des gesunden Verstandes und hasst hochtrabende Ideale. Seine Intelligenz speist sich ausschließlich aus seinen eigenen Überlebensinteressen: Essen und Sex (oder andersherum), - aus diesen Bestandteilen konstruierte das 18. Jahrhundert eine der dramaturgisch erfolgreichsten Theaterfiguren der Geschichte. Emanuel Schikaneder (1751-1812) - Schauspieler, Autor und  Theaterleiter - war ein geborener Hanswurst-Darsteller. Seine großen Rollen waren der Anton, der Tyroler Wastl und eben der Papageno. Er zog Pointen (und Frauen) an wie Käse Fliegen: &quot;Ach kann ich denn keiner von allen den reizenden Mädchen gefallen? Helf' eine mir nur aus der Not, sonst gräm' ich mich wahrlich zu Tod. Wird keine mir Liebe gewähren, so muß mich die Flamme verzehren, doch küßt mich ein weiblicher Mund, - so bin ich schon wieder gesund.&quot; (Papageno) Die Zauberflöte, als Maschinenkomödie in zwei Akten am 30. September 1791 im Freihaustheater auf der Wieden, vor den Mauern Wiens, uraufgeführt und von Mozart selbst dirigiert, bescherte dem Komponisten Einnahmen wie nie zuvor. Wie sein Nachlassverzeichnis schließen lässt, musste er seinen Kleiderluxus ebensowenig einschränken wie seine Vorliebe für Ausritte gegen die Melancholie. Trotz der kostspieligen Kuren seiner Frau in Baden bei Wien konnte Mozart seinen Lebensstil halten. Seit dem 20. November 1791 kränkelte er; am 5. Dezember um 1 Uhr früh starb er an &quot;hitzigem Frieselfieber&quot;. Sein Hanswurst Papageno, der heimliche Held der Zauberflöte, gibt Mozarts ultimative Antwort auf die Frage des &quot;Wie lebt man?&quot;, die Papageno stellvertretend bewirkt, indem er Pamina unterrichtet, wie man richtig lebt; indem er ihr zu verstehen gibt: Vergiss Dogmen und Ideologien! Durch den einfachen und zutiefst humanen Unterricht eines Hanswursts kann Pamina erst den Satz formulieren, der das Zentrum von Wolfgang Amadé Mozarts großer Oper ist: &quot;Fühlst du nicht der Liebe Sehnen, so wird Ruh im Tode sein.&quot;



Vorstellungsdauer: 3 Std. 15 Min. inkl. einer Pause
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.05.2012, 15:00 Uhr: Babykonzerte</title>
		<description>Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Arthur Honegger, Lou Harrison, Johannes Brahms, Johann Strauß u.a.



Die Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, neuen Klängen zu lauschen und sich nach lebendigen Rhythmen zu bewegen, kann gar nicht früh genug geweckt werden. Dass Musik schon (und gerade!) Babys fasziniert, ist für uns Anlass genug, auch unserem jüngsten Publikum eine eigene Konzertreihe zu widmen und die Begegnung mit allem, was da klingt, singt und tönt von Anfang an zu einem aufregenden Gemeinschaftserlebnis zu machen. Für die Mamas und Papas sind die Babykonzerte zugleich Gelegenheit, &amp;bdquo;trotz Kind&amp;ldquo; Konzertgänger zu bleiben oder es erst zu werden. Die gemütliche Atmosphäre des mit Krabbelmatten ausgestatteten foyer II erlaubt es pro Konzert maximal 50 Babys und ihren Eltern, bei (fast) unbeschränkter Bewegungsfreiheit ganz nah am Geschehen zu sein oder sich auch mal in sicherer Distanz zu halten. Bestimmt aber ist das Eis schnell gebrochen.



Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.05.2012, 16:30 Uhr: Babykonzerte</title>
		<description>Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Arthur Honegger, Lou Harrison, Johannes Brahms, Johann Strauß u.a.



Die Begeisterung dafür, Musik mit allen Sinnen zu erleben, neuen Klängen zu lauschen und sich nach lebendigen Rhythmen zu bewegen, kann gar nicht früh genug geweckt werden. Dass Musik schon (und gerade!) Babys fasziniert, ist für uns Anlass genug, auch unserem jüngsten Publikum eine eigene Konzertreihe zu widmen und die Begegnung mit allem, was da klingt, singt und tönt von Anfang an zu einem aufregenden Gemeinschaftserlebnis zu machen. Für die Mamas und Papas sind die Babykonzerte zugleich Gelegenheit, &amp;bdquo;trotz Kind&amp;ldquo; Konzertgänger zu bleiben oder es erst zu werden. Die gemütliche Atmosphäre des mit Krabbelmatten ausgestatteten foyer II erlaubt es pro Konzert maximal 50 Babys und ihren Eltern, bei (fast) unbeschränkter Bewegungsfreiheit ganz nah am Geschehen zu sein oder sich auch mal in sicherer Distanz zu halten. Bestimmt aber ist das Eis schnell gebrochen.



Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.






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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.05.2012, 19:30 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.05.2012, 19:30 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1481&amp;rss=2968</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.05.2012, 20:00 Uhr: Zur schönen Aussicht</title>
		<description>Ein heruntergekommenes Hotel kurz vor dem Bankrott. Sein Name  Zur schönen Aussicht verspricht maximal einen schönen Blick in die Natur, die Zukunft sieht eher düster aus. Das Hotel, sonst Ort des Durchgangs und der Erholung, ist hier Heimat für gescheiterte Existenzen. Allen voran die Baronin Ada Freifrau von Stetten, die nicht nur einziger Gast des Etablissements ist und somit den Betrieb am Laufen hält, sondern zugleich alle Angestellten in der Hand hat, und dies nicht nur auf geschäftlicher Ebene. Die wohlig eingerichtete &amp;bdquo;Familie&amp;ldquo; gerät ins Wanken, als plötzlich die ehemalige Stenotypistin Christine auftaucht. Mit ihr hatte Hoteldirektor Strasser im Jahr zuvor eine Affäre, aus der ein Kind hervorgegangen ist. Die Hotelgemeinschaft ahnt nichts Gutes und schmiedet einen perfiden Plan: Weil jeder Mann behauptet, mit ihr eine Liaison gehabt zu haben, kann die Vaterschaft nicht belegt werden. Was die versammelten Männer nicht wissen ist, dass Christine längst den &amp;bdquo;lieben Gott&amp;ldquo; getroffen und ganz andere Dinge im Sinn hat. Das Biotop implodiert, wenn am Ende jeder ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes egoistisches Ziel verfolgt. In der vorgeblich gemeinsamen Sache liegt letztlich das materialistische Grundprinzip: Jeder ist sich selbst der Nächste. 



In vergnüglicher, zugleich brutaler Art und Weise zeichnet Ödon von Horváth in seiner frühen Komödie Zur schönen Aussicht aus dem Jahr 1926 ein soziales Sammelbecken des Kleinbürgertums, in dem er dieses als Hort spießiger Kleingeistigkeit, verkommener Moral, brüchiger Identitäten, vor Selbstmitleid triefender Männer und von Materialismus Getriebener entlarvt. Der Zustand des Hotels ist letztlich nichts anderes als ein Sinnbild für die Bankrotterklärung der bürgerlichen Gesellschaft, ihrer Wirtschaft, Politik und Moral. Von der einstigen Pracht ist nur eine &amp;bdquo;verstaubte und verwahrloste&amp;ldquo; Hotelhalle geblieben.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.05.2012, 19:30 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg</title>
		<description>Der Prinz Friedrich von Homburg ist ein Mondsüchtiger, ein Schlafwandler, der alles, wovon er träumt, innerhalb kürzester Zeit wie in Trance erringt: den Sieg auf dem Schlachtfeld, Ruhm, Macht und die Liebe Nataliens. Aber genauso schnell geht ihm alles wieder verloren. Kleist erzählt zwei Geschichten, die unversöhnlich nebeneinander stehen. Obwohl der Prinz die Schlacht mit seinem eigenmächtigen Eingreifen entscheidet und die Feinde verjagt, wird er unnachgiebig mit dem Gesetz konfrontiert. Ihm droht die Todesstrafe, die er nur als unangemessene Willkür und Grausamkeit empfinden kann. Ermuss sich dem Gesetz unterwerfen, denn der Eintritt in die symbolische Ordnung, das Erwachsenwerden, erfolgt nur über die Anerkennung von Schuld. Kleist erzählt aber gleichzeitig dieGeschichte von derUmgehung oderÜberwindung desGesetzes.Der Angriff auf dasGesetz und seine Infragestellung ist bei ihm immer gekoppelt mit der Sehnsucht nach &amp;bdquo;guten&amp;ldquo; Gesetzen, nach einer starken Ordnung, die Sicherheit gibt. Damit zeigt er ihre Widersprüche auf: Haben Gesetze überhaupt das Recht, die Subjekte zu binden, kann man Unterwerfung unter sie überhaupt fordern? Immer kurz vor der Katastrophe, versucht Homburg in einer anarchischenGesellschaft seine eigenenWidersprüche durchWachträume zu verdrängen: &amp;bdquo;Ist es ein Traum?&amp;ldquo;.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.05.2012, 19:00 Uhr: Arabella</title>
		<description>Die 1933 uraufgeführte Lyrische Komödie ist das letzte Zeugnis der außerordentlich produktiven künstlerischen Zusammenarbeit von Hugo vonHofmannsthal und Richard Strauss, die mit dem Rosenkavalier (1911) begonnen hatte. In gewisser Weise als dessen &amp;bdquo;kleine Schwester&amp;ldquo; angelegt, reflektiert das vor dem Hintergrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise entstandene Werk wie der Rosenkavalier die gesellschaftlichen Umbrüche der eigenen Zeit in einem fiktiven Wien der Vergangenheit. Anknüpfungspunkte sind diesmal die Ringstraßenzeit und die Blüte der Wiener Operette um 1860: Der bankrotte Rittmeister a.D. Graf Waldner und seine Frau sehen sich gezwungen, ihre ältere Tochter Arabella an den meistbietenden Bewerber zu verheiraten, während ihre jüngere Schwester Zdenka, für deren standesgemäße Ausstattung die finanziellenMittel nicht ausreichen, als Junge verkleidet aufgezogen wird. Arabella, modern und pragmatisch genug, sehenden Auges den Weg einer Vernunftehe zu gehen, ist gerade im Begriff, sich vom Mädchentraum eines sie rettenden Märchenprinzen zu verabschieden, als dieser in Gestalt Mandrykas plötzlich vor ihr steht. Doch die Entscheidung für ein Lebenmit dem Märchenprinzen bedeutet auch, die Freiheit einer modernen emanzipierten Frau aufzugeben.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>26.05.2012, 20:00 Uhr: Alles ist erleuchtet</title>
		<description>Der junge Amerikaner Jonathan sammelt aus Angst vor dem Vergessen leidenschaftlich alte Bilder und Erinnerungsstücke. Seine Großmutter schenkt ihm auf dem Sterbebett ein altes Foto, auf dem sein verstorbener Großvater und eine junge Frau zu sehen sind. Auf der Rückseite die Notiz: &amp;bdquo;Augustine und ich, Trachimbrod 1940&amp;ldquo;. Daraufhin bricht Jonathan auf, um die Lücke in seiner Familiengeschichte zu schließen. Er will die unbekannte Frau auf dem Foto finden, die seinem Großvater das Leben gerettet haben soll, und den ukrainischen Ort Trachimbrod, aus dem seine Familie stammt. Um sich im fremden Land besser zurechtzufinden, heuert er in einem Reisebüro für jüdisch-amerikanischen Individualtourismus einen alten Reiseführer an, der trotz seiner angeblichen Blindheit gerne Auto fährt. Unterstützt von seinem Enkel Alexander als Dolmetscher &amp;ndash; wenn dieser auch ein eigenwilliges Englisch spricht &amp;ndash; und dem verrückten Blindenhund Sammy Davis jr. jr. brechen sie gemeinsam in einem baufälligen Auto zu einer irrwitzigen Fahrt an die ukrainisch-polnische Grenze auf. Doch die Reise durch die ukrainische Provinz mit skurrilen Erlebnissen, kauzigen Menschen und schrägen Begegnungen entpuppt sich als eine Reise in die schwarze Vergangenheit in das Land der Ahnen. Der gefeierte Debütroman Alles ist erleuchtet des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer ist ein schillerndes Meisterwerk entfesselter Fabulierkunst, schöner Melancholie und hintergründiger Komik, der die Vergangenheit sucht und die Gegenwart findet. Die Adaption des Romans wird von dem jungen Regisseur Dominique Schnizer inszeniert, der sich erstmalig am DNT in Weimar vorstellen wird. Seit 2007/08 arbeitet er als freier Regisseur regelmäßig am Hamburger Schauspielhaus, für die Ruhrfestspiele Recklinghausen, das Kasemattentheater Luxemburg und für das Theater Heidelberg. Große Beachtung fand in der vergangenen Spielzeit seine Inszenierung der Uraufführung von Der Mann der die Welt aß von Nis-Momme Stockmann am Theater Heidelberg.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.05.2012, 15:00 Uhr: Café-Konzert</title>
		<description>Bei &amp;bdquo;leichter Muse&amp;ldquo; laden wir Sie ein, den Sonntagnachmittag im foyer I des DNT zu verbringen. Neben musikalischer Unterhaltung erster Sahne ist im Preis auch eine Tasse Kaffee inbegriffen. 




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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.05.2012, 19:00 Uhr: Die Troerinnen</title>
		<description>Der Tag nach der Zerstörung Trojas, die Männer sind tot und die gefangenen Frauen wissen, dass sie als Beute unter den Siegern aufgeteilt werden. Ein Abgrund des Leids und der Sinnlosigkeit tut sich auf. Jede Ordnung ist vernichtet. Wie soll man trauern angesichts dieses unendlichen Leids? Was ist göttlicher Wille, was menschliche Verfügung? Euripides stellt das Unglück der Besiegten dar, er beschreibt genau den Moment der Spannung zwischen der Befürchtung des Äußersten und seinem Eintreten. Die Schicksale der Frauen Hekabe, Andromache, Kassandra und Helena sind entsetzlich, Euripides stellt sie jedoch nicht nur als Leidende und Leidtragende dar, sondern sie werden zu Anklägerinnen gegen den Wahnsinn des Kriegs. Im antiken Drama sind die Toten genauso präsent wie die Lebenden, es gibt keinen Unterschied, denn &amp;bdquo;ohne seine Toten kann kein Volk leben&amp;ldquo; (Heiner Müller). Für jede Gesellschaft ist es lebensnotwendig ihrer Toten zu gedenken, denn ohne Geschichte, ohne Erinnerung würden wir im luftleeren Raum leben. Den Text von Euripides nimmt Konstanze Lauterbach zum Ausgangspunkt, um die Geschichten der Frauen weiterzuverfolgen.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.05.2012, 18:00 Uhr: Carmen in einem Akt!</title>
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Die russische Mezzosopranistin Margarita Gritskova, Ensemblemitglied des DNT, wird im Sommer an die Wiener Staatsoper wechseln. Das ist Grund genug die Gelegenheit zu ergreifen, sie vorher dem Weimarer Publikum noch als eine wahrhaft betörende Carmen zu präsentieren.
Die 80-minütige Fassung vereint dabei in einem Akt nicht nur (fast) alle Höhepunkte der mitreißenden Partitur Georges Bizets, sie erzählt die Oper auch auf eine stupende Weise neu. Im Zentrum der Erzählung steht die Mutter Don Josés, eine der berühmtesten nicht auftretenden Rollen der Operngeschichte. An ihrer großbürgerlichen Festtafel nimmt die Handlung ihren Lauf: Carmen platzt in die opulente Verlobungsfeier Josés und Micaelas. Der Skandal ist programmiert. Der unbescholtene Sohn der Familie wird durch das Erscheinen der fatalsten aller femme fatales zum Mörder.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>30.05.2012, 19:30 Uhr: Das Wirtshaus im Spessart</title>
		<description>Immer noch populär sind die oftmals unheimlichen Märchenfiguren Wilhelm Hauffs, wie der Holländer Michel, das Glasmännlein und Peter Munk aus Das kalte Herz oder der kleine Muck, Kalif Storch und Zwerg Nase. Die mythischen Abgründe, in die diese Märchenfiguren durch ihre maßlose Gier nach Gold und Geld gerissen werden, gehören auch heute noch zu unserer Welt. Gespiegelt in diesen Monster-Figuren der Frühmoderne befragen wir unsere Situation nach einer lebenswerten Zukunft. Gelingt es uns die grenzenlose Gier und den verinnerlichten Egoismus in die Maßverhältnisse des Humanen zurück zu holen? Verwandelt sich unsere Welt doch unmerklich und unheimlich mehr und mehr in ein grausames Märchen, aus dessen Zwängen es kein Entkommen zu geben scheint. Ein hoch abstrakter Finanzmarkt, die Allgegenwart der elektronischen Medien und die Veränderungen im Übergang von Epochen bringen uns in eine ähnliche Lage wie die Reisenden im Wirtshaus im Spessart: Sie ahnen, dass die Katastrophe bevorsteht, dass die Räuber unterwegs sind und sie stellen sich der Angst entgegen, mit Geschichten, Gesängen und Gedanken. Was hilft aber alles, wenn wir am Ende erkennen müssen: Die Räuber sind wir selbst!</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>31.05.2012, 19:00 Uhr: Merlin oder Das wüste Land</title>
		<description>Liebe, Eifersucht, Intrigen, Rache, Ideale, Verlust, Konflikte, Krieg und Mut. Das sind nur einige der Themen, die Tankred Dorst in Merlin oder Das wüste Land bearbeitet. Der 1925 in Thüringen geborene Dramatiker und Schriftsteller, der auch als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge feiert, begibt sich auf die Spuren des wohl bekanntestenmythologischen Zauberers deswestlichen Kulturkreises. Doch er erzählt die Artussage auf seine ganz eigene Art undWeise. Merlin, Sohn des Teufels und einer Riesin, trägt sowohl das Gute als auch das Böse in sich. Um nicht in die Fußstapfen des Vaters zu treten, will er Gutes tun. Er bringt den sagenumwobenen König Artus dazu, die Tafelrunde zu gründen: Jene Vereinigung, die die Idee einer gerechtenWeltordnung verfolgt. An diesemTisch würde es nie zu Streitigkeiten kommen, da durch seine runde Formeine Rangelei um die besseren Plätze ausgeschlossen sei. Die Grundsteine für eine neue friedliche Gesellschaftsform sind damit gelegt.  Doch im Hintergrund dieser Utopie der vermeintlichen Gleichberechtigung wird Merlin dennoch zum geheimen Großmeister über blutige Schlachten und folgenschwere Beziehungsgeflechte.





Fotografiewettbewerb Das wüste Land 


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>01.06.2012, 19:30 Uhr: Die lustige Witwe</title>
		<description>Gerade ist es Graf Danilo dank der Grisetten im Nachtclub Maxim einigermaßen gelungen, seine Jugendliebe Hanna zu vergessen, da ruft ihn die patriotische Pflicht: Er soll die viele Millionen schwere Witwe des Hofbankiers Glawari heiraten. Nur so lässt sich der Staatsbankrott seiner Heimat noch abwenden. Der Haken: die Witwe ist besagte Hanna, die Danilo vor vielen Jahren feige sitzen gelassen hatte. Lehárs meisterliche Tanzoperette, in der ein Ohrwurm den anderen jagt, erzählt von der Liebe als einem unerbittlichen Kampf mit sich selbst und dem Objekt der Begierde: Verloren hat, wer als erster zugibt, dass er noch immer Gefühle für den anderen hegt. Allein das Orchester erzählt unablässig von dem, was alle verbindet &amp;ndash; und erzwingt zu guter Letzt sogar ein Happy End. Für Die Lustige Witwe kehrt die amerikanische Regisseurin und Choreografin Lydia Steier, deren Lesarten von Ruggero Leoncavallos Der Bajazzo und Ferruccio Busonis Turandot 2009 überregionales Aufsehen erregt haben, ans DNT zurück. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Martin Hoff, der in der vergangenen Spielzeit u.a. mit Elektra von Richard Strauss und Albert Lortzings Der Wildschütz große Erfolge am DNT feierte.



Vorstellungsdauer: 2 Std. 30 Min. inkl. einer Pause


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>01.06.2012, 20:00 Uhr: Wittgensteins Neffe</title>
		<description>&amp;bdquo;Eine Freundschaft&amp;ldquo; &amp;ndash; so untertitelt Thomas Bernhard seine 1982 erschiene Erzählung Wittgensteins Neffe. Er porträtiert hier seinen Freund Paul Wittgenstein, Wiener Original und Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein und dabei gleichzeitig sich selbst. Es ist die Geschichte von leidenschaftlichen Diskussionen über Musik, Theater und Kunst, von einem Leben in vollen Zügen, vom gegenseitigen Beschenken und vom Bezichtigen aller, die außerhalb dieser Freundschaft beider Männer stehen. 

Die Musik ist Auslöser und ständiger Mittelpunkt der Freundschaft: Wortlos hören beide stundenlang Schallplatten von Mozart oder Beethoven unter freiem Himmel oder sie reisen, um einen Artikel über die Mozartsche Zaide in der Neuen Zürcher Zeitung zu finden,  durch halb Oberösterreich, ... Die gleichzeitige Krankheit  &amp;ndash; Wittgenstein ist verrückt während Bernhard lungenkrank ist, &amp;ndash; lässt sie ihre Freundschaft vertiefen. Doch Jahre später, als er dem vereinsamten und verarmten, sterbenskranken Freund begegnet, wechselt der Erzähler die Straßenseite... 

Bernhard macht sich zum Zeugen der zwölfjährigen Sterbensgeschichte seines Freundes, mit großer Zärtlichkeit spricht er über Paul Wittgenstein, mit schonungsloser Offenheit von sich &amp;ndash;  und errichtet so dem Verratenen ein den Tod überdauerndes Denkmal.

Claudia Meyer wird diesen Prosatext Bernhards in seiner extrem musikalisierten Sprache mit zwei Schauspielern und zwei Musikern im e-werk erzählen und damit seine Technik der Spiegelung eines Menschen im Freund ins Zentrum rücken.



&amp;bdquo;Wer eine Spur Freundschaft für Bernhard empfindet, empfindet bei dieser Meyerschen Hommage an Wittgenstein ein, wie man nun weiß, irrsinniges Vergnügen.&amp;ldquo; Wolfgang Hirsch / TLZ



Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.


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		<title>02.06.2012, 19:30 Uhr: Alcina</title>
		<description>Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo &amp;ndash; wie in einem großen Laborexperiment &amp;ndash;Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.</description>
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		<title>03.06.2012, 11:00 Uhr: Generalprobe zum 10. Sinfoniekonzert</title>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>03.06.2012, 19:30 Uhr: 10. Sinfoniekonzert</title>
		<description>Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.



Nino Rota Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2

Richard Strauss Josephs Legende. Ballett in einem Aufzug von Harry Graf Kessler und Hugo von Hofmannsthal, op. 63



Bescheiden haben wir begonnen &amp;ndash; zum Abschluss jedoch fahren wir auf, was soeben noch passt, und bringen mit unwiderstehlich flirrendem Klangzauber möglicherweise sogar den einen oder anderen Teppich zum Schweben. Denn in seiner Ballettmusik zu Josephs Legende sparte Richard Strauss bei der Darstellung des verschwenderischen Ambientes orientalischer Pracht am Hofe des ägyptischen Pharaos nicht gerade an instrumentalen Mitteln. Dreifach geteilte Streicher, Klavier, Celesta und vier Harfen, Heckelphon und enormes Schlagwerk fährt er auf, nicht zuletzt auch um sich selbst immer wieder beim &amp;bdquo;Springen nach der hochhängenden Frucht der Inspiration&amp;ldquo; zu motivieren. Die biblische Geschichte jedenfalls interessierte den Komponisten nicht als vertanzter Gottesdienst, sondern vielmehr als assoziationsschwangeres Ambiente zutiefst menschlicher Gelüste &amp;ndash; denn schließlich waren schon in Salome und Elektra verführerische Tanzszenen die eigentliche Sensation gewesen. Tanzen lässt auch der überwiegend im Genre der Filmmusik berühmt gewordene langjährige Fellini-Partner Nino Rota die Noten seiner Partituren und den Bogen seines Solisten. Das Cellokonzert bietet eine charmantinspirierende Entdeckung ganz eigener Art, ist dramaturgisch klug gestrickt und voll gewitzt gesetzter Effekte &amp;ndash; im besten Sinne Kino für die Ohren!</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1261&amp;rss=2805</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>04.06.2012, 19:30 Uhr: 10. Sinfoniekonzert</title>
		<description>Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.



Nino Rota Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2

Richard Strauss Josephs Legende. Ballett in einem Aufzug von Harry Graf Kessler und Hugo von Hofmannsthal, op. 63



Bescheiden haben wir begonnen &amp;ndash; zum Abschluss jedoch fahren wir auf, was soeben noch passt, und bringen mit unwiderstehlich flirrendem Klangzauber möglicherweise sogar den einen oder anderen Teppich zum Schweben. Denn in seiner Ballettmusik zu Josephs Legende sparte Richard Strauss bei der Darstellung des verschwenderischen Ambientes orientalischer Pracht am Hofe des ägyptischen Pharaos nicht gerade an instrumentalen Mitteln. Dreifach geteilte Streicher, Klavier, Celesta und vier Harfen, Heckelphon und enormes Schlagwerk fährt er auf, nicht zuletzt auch um sich selbst immer wieder beim &amp;bdquo;Springen nach der hochhängenden Frucht der Inspiration&amp;ldquo; zu motivieren. Die biblische Geschichte jedenfalls interessierte den Komponisten nicht als vertanzter Gottesdienst, sondern vielmehr als assoziationsschwangeres Ambiente zutiefst menschlicher Gelüste &amp;ndash; denn schließlich waren schon in Salome und Elektra verführerische Tanzszenen die eigentliche Sensation gewesen. Tanzen lässt auch der überwiegend im Genre der Filmmusik berühmt gewordene langjährige Fellini-Partner Nino Rota die Noten seiner Partituren und den Bogen seines Solisten. Das Cellokonzert bietet eine charmantinspirierende Entdeckung ganz eigener Art, ist dramaturgisch klug gestrickt und voll gewitzt gesetzter Effekte &amp;ndash; im besten Sinne Kino für die Ohren!</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>05.06.2012, 15:00 Uhr: Concerto Piccolino</title>
		<description>Musik weckt Gefühle, öffnet innere Räume und verbindet die Menschen. Klänge und Melodien bieten dabei den Zugang zum musikalisch-sinnlichen Erleben, in das Kinder und Eltern eintauchen, um sich gemeinsam &amp;ndash; bewusst oder unbewusst &amp;ndash; von Musik verzaubern und im wahrsten Sinne des Wortes &amp;bdquo;bewegen&amp;ldquo; zu lassen. In der neuen Konzertreihe der Staatskapelle Weimar für Kinder von 1 bis 3 Jahren soll es darum gehen, in spielerischer Interaktivität Rhythmen zu erspüren, über Töne zu staunen, zur Musik zu tanzen und zu singen. Inspirierende Bewegungsbilder laden zum Mitmachen ein, Wahrnehmungsspiele fördern das sinnliche Empfinden und machen das Konzert so von Anfang an zum spannenden Gemeinschaftserlebnis.



  Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.





Kristin Lovsky        Flöte

Mariko Okuda        Oboe

Stefan Polster       Klarinette

Miachel Abe           Fagott

Andreas Nickel      Horn




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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>05.06.2012, 16:30 Uhr: Concerto Piccolino</title>
		<description>Musik weckt Gefühle, öffnet innere Räume und verbindet die Menschen. Klänge und Melodien bieten dabei den Zugang zum musikalisch-sinnlichen Erleben, in das Kinder und Eltern eintauchen, um sich gemeinsam &amp;ndash; bewusst oder unbewusst &amp;ndash; von Musik verzaubern und im wahrsten Sinne des Wortes &amp;bdquo;bewegen&amp;ldquo; zu lassen. In der neuen Konzertreihe der Staatskapelle Weimar für Kinder von 1 bis 3 Jahren soll es darum gehen, in spielerischer Interaktivität Rhythmen zu erspüren, über Töne zu staunen, zur Musik zu tanzen und zu singen. Inspirierende Bewegungsbilder laden zum Mitmachen ein, Wahrnehmungsspiele fördern das sinnliche Empfinden und machen das Konzert so von Anfang an zum spannenden Gemeinschaftserlebnis.



  Kinderwagenparkplätze sind in der Kassenhalle des DNT zahlreich vorhanden. Auch für Wickelgelegenheiten ist gesorgt.





Kristin Lovsky        Flöte

Mariko Okuda        Oboe

Stefan Polster       Klarinette

Miachel Abe           Fagott

Andreas Nickel      Horn




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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>08.06.2012, 19:30 Uhr: Arabella</title>
		<description>Die 1933 uraufgeführte Lyrische Komödie ist das letzte Zeugnis der außerordentlich produktiven künstlerischen Zusammenarbeit von Hugo vonHofmannsthal und Richard Strauss, die mit dem Rosenkavalier (1911) begonnen hatte. In gewisser Weise als dessen &amp;bdquo;kleine Schwester&amp;ldquo; angelegt, reflektiert das vor dem Hintergrund von Inflation und Weltwirtschaftskrise entstandene Werk wie der Rosenkavalier die gesellschaftlichen Umbrüche der eigenen Zeit in einem fiktiven Wien der Vergangenheit. Anknüpfungspunkte sind diesmal die Ringstraßenzeit und die Blüte der Wiener Operette um 1860: Der bankrotte Rittmeister a.D. Graf Waldner und seine Frau sehen sich gezwungen, ihre ältere Tochter Arabella an den meistbietenden Bewerber zu verheiraten, während ihre jüngere Schwester Zdenka, für deren standesgemäße Ausstattung die finanziellenMittel nicht ausreichen, als Junge verkleidet aufgezogen wird. Arabella, modern und pragmatisch genug, sehenden Auges den Weg einer Vernunftehe zu gehen, ist gerade im Begriff, sich vom Mädchentraum eines sie rettenden Märchenprinzen zu verabschieden, als dieser in Gestalt Mandrykas plötzlich vor ihr steht. Doch die Entscheidung für ein Lebenmit dem Märchenprinzen bedeutet auch, die Freiheit einer modernen emanzipierten Frau aufzugeben.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>09.06.2012, 19:30 Uhr: Die Wahlverwandtschaften</title>
		<description>Eduard und Charlotte haben alles, um glücklich zu sein. Mit ihrer Ehe haben sie sich ihren lang ersehnten Jugendtraum erfüllt. Sie leben zurückgezogen in einem prachtvollen Haus und genießen ein sorgloses Leben. Ihre unbeschwerte Zeit widmen sie der kunstvollen Umgestaltung ihres Parks zu einem kleinen Paradies auf Erden. Die Idylle wäre perfekt, wenn nicht der befreundete Hauptmann und Charlottes Nichte Ottilie ihren Besuch angekündigt hätten. Das wohlgeordnete Leben wird einer schweren Zerreißprobe unterzogen. Eduard verliebt sich unsterblich in Ottilie, der Hauptmann im Gegenzug in Charlotte. Das Aufwallen der Gefühle gipfelt in einem Liebesverrat. Denn in einer leidenschaftlichen Liebesnacht der Eheleute denkt Eduard nur an Ottilie, während Charlottes Liebkosungen in Gedanken dem Hauptmann gelten. Die Frucht dieser Nacht wird zum Sündenmal des Betrugs, denn nur allzu deutlich trägt das in jenem Moment gezeugte Kind die Züge von Ottilie und dem Hauptmann. Das selbst geschaffene Paradies verfällt, Ehebruch und Mord ziehen im Garten Eden ein. In seinem 1809 erschienenen Roman überprüft Goethe in einem Laborversuch, ob sich Liebe und menschliche Leidenschaften durch Vernunft in eine Ordnung zwängen lassen. Anhand des Gleichnisses von den chemischen Wahlverwandtschaften, das die Paare wie die Teile in der Chemie auseinanderbringt und in neuer Konstellation wieder zusammenfügt, bricht Goethe die Denkstrukturen bürgerlicher Lebensformen auf und hinterfragt die Standfestigkeit des planerischen Ordnungsdenkens gegenüber menschlichen Begierden. Am Ende steht die tragische Einsicht von der Unkalkulierbarkeit der Welt. 

Claudia Meyer ist seit 2000 festes Ensemblemitglied am DNT und arbeitete dort u.a. mit Hartmut Wickert, Grazyna Dylag, Felix Ensslin, Stephan Märki, Julia von Sell/Karsten Wiegand und Michael Simon. Mit Die Zahl der Liebe ist Drei (2004) und der Uraufführung von Helmut Kraussers Diptychon (2005) gab Claudia Meyer am DNT ihr Regiedebüt. Als weitere Inszenierungen folgten hier 2007 Goethes Torquato Tasso und Racines Tragödie Bérénice. Nach Hamlet &amp;ndash; no roof access und der Uraufführung von Jörg-Michael Koerbls Stück Gefährliche Menschen in der Spielzeit 2008/09 folgten 2009/10 Brecht/Weills Dreigroschenoper und Wittgensteins Neffe nach der gleichnamigen Prosa von Thomas Bernhard. 



Vorstellungsdauer: 3 Std. inkl. einer Pause


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>10.06.2012, 15:00 Uhr: Café-Konzert</title>
		<description>Bei &amp;bdquo;leichter Muse&amp;ldquo; laden wir Sie ein, den Sonntagnachmittag im foyer I   des DNT zu verbringen. Neben musikalischer Unterhaltung erster Sahne  ist  im Preis auch eine Tasse Kaffee inbegriffen.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>10.06.2012, 19:00 Uhr: Carmen in einem Akt!</title>
		<description>
Die russische Mezzosopranistin Margarita Gritskova, Ensemblemitglied des DNT, wird im Sommer an die Wiener Staatsoper wechseln. Das ist Grund genug die Gelegenheit zu ergreifen, sie vorher dem Weimarer Publikum noch als eine wahrhaft betörende Carmen zu präsentieren.
Die 80-minütige Fassung vereint dabei in einem Akt nicht nur (fast) alle Höhepunkte der mitreißenden Partitur Georges Bizets, sie erzählt die Oper auch auf eine stupende Weise neu. Im Zentrum der Erzählung steht die Mutter Don Josés, eine der berühmtesten nicht auftretenden Rollen der Operngeschichte. An ihrer großbürgerlichen Festtafel nimmt die Handlung ihren Lauf: Carmen platzt in die opulente Verlobungsfeier Josés und Micaelas. Der Skandal ist programmiert. Der unbescholtene Sohn der Familie wird durch das Erscheinen der fatalsten aller femme fatales zum Mörder.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>14.06.2012, 20:00 Uhr: Zur schönen Aussicht</title>
		<description>Ein heruntergekommenes Hotel kurz vor dem Bankrott. Sein Name  Zur schönen Aussicht verspricht maximal einen schönen Blick in die Natur, die Zukunft sieht eher düster aus. Das Hotel, sonst Ort des Durchgangs und der Erholung, ist hier Heimat für gescheiterte Existenzen. Allen voran die Baronin Ada Freifrau von Stetten, die nicht nur einziger Gast des Etablissements ist und somit den Betrieb am Laufen hält, sondern zugleich alle Angestellten in der Hand hat, und dies nicht nur auf geschäftlicher Ebene. Die wohlig eingerichtete &amp;bdquo;Familie&amp;ldquo; gerät ins Wanken, als plötzlich die ehemalige Stenotypistin Christine auftaucht. Mit ihr hatte Hoteldirektor Strasser im Jahr zuvor eine Affäre, aus der ein Kind hervorgegangen ist. Die Hotelgemeinschaft ahnt nichts Gutes und schmiedet einen perfiden Plan: Weil jeder Mann behauptet, mit ihr eine Liaison gehabt zu haben, kann die Vaterschaft nicht belegt werden. Was die versammelten Männer nicht wissen ist, dass Christine längst den &amp;bdquo;lieben Gott&amp;ldquo; getroffen und ganz andere Dinge im Sinn hat. Das Biotop implodiert, wenn am Ende jeder ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes egoistisches Ziel verfolgt. In der vorgeblich gemeinsamen Sache liegt letztlich das materialistische Grundprinzip: Jeder ist sich selbst der Nächste. 



In vergnüglicher, zugleich brutaler Art und Weise zeichnet Ödon von Horváth in seiner frühen Komödie Zur schönen Aussicht aus dem Jahr 1926 ein soziales Sammelbecken des Kleinbürgertums, in dem er dieses als Hort spießiger Kleingeistigkeit, verkommener Moral, brüchiger Identitäten, vor Selbstmitleid triefender Männer und von Materialismus Getriebener entlarvt. Der Zustand des Hotels ist letztlich nichts anderes als ein Sinnbild für die Bankrotterklärung der bürgerlichen Gesellschaft, ihrer Wirtschaft, Politik und Moral. Von der einstigen Pracht ist nur eine &amp;bdquo;verstaubte und verwahrloste&amp;ldquo; Hotelhalle geblieben.


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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>15.06.2012, 19:30 Uhr: Winterreise</title>
		<description>Winterreise ist Elfriede Jelineks persönlichstes Stück. Alle Themen, denen sie sich die letzten Jahre mittels ihrer Schreibwut stellte, spricht sie noch einmal an und verhandelt sie neu.Wie der Wanderer in Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus geht dem Stück das Motto voran: &amp;bdquo;Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh&amp;rsquo; ich wieder aus.&amp;ldquo; JelineksGegenwartsstück istmit seiner beeindruckenden Klarheit und Dichte eine schonungslos-ironische Abrechnung der Autorin mit sich selbst auf der Suche nach Sinn. Fremdheit dem eigenen Leben gegenüber ist ihr ein nur allzu bekanntes Thema. Ihre Textreise ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität sowie der Gefahr, sich selbst fremd zu sein und zu bleiben. Jelineks Passionsweg beginnt in unserer unmittelbaren Gegenwart und zerpflückt aktuelle Themen wie Bankenkrise, Skandale, Kapital, berühmte Entführungsopfer, gleichzeitig aber auch die persönliche Beziehung Jelineks zu ihren Eltern. Jedes Thema für sich ist eine eigene kleine, aber nicht minder existentielle Reise. Wo Schubert mit der Frage &amp;bdquo;Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh&amp;rsquo;n?&amp;ldquo; endet, resümiert Jelinek ihre eigene Person selbstkritisch: &amp;bdquo;Ihre Leier leiertweiter&amp;ldquo;. Siewird uns also nicht in Ruhe lassenmit ihren schonungslosen Fragen, Verstörungen, Widersprüchlichkeiten und Unruhestiftungen. Zum Glück.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>16.06.2012, 18:00 Uhr: Chowanschtschina</title>
		<description>&amp;bdquo;Chowanschtschina!&amp;ldquo;, zu deutsch: &amp;bdquo;Chowanski-Schweinerei!&amp;ldquo;, soll der noch unmündige Zar Peter im Jahr 1682 ausgerufen haben, als er von den Machtbestrebungen des Strelitzenführers Iwan Chowanski hörte, der seinen Sohn Andrej zum neuen Zaren machen wollte. In Modest Mussorgskis großer Choroper geht es umdie Frage,wie und ob Russland zu regieren sei, &amp;ndash;eine Frage, die sich auch heute noch stellt. Der genialische Komponist lässt in ungeschliffener, roher, quasi dokumentarischer Form die Interessengruppen der russischenGeschichte des 17. Jahrhunderts in einem gigantischen Tableau aufeinander prallen. Er zeigt mit einer großen Portion Defätismus, wie alle potentiellen, realen und angemaßten Führer des heiligen Russlands das Volk in die Katastrophe führen. Mussorgski: &amp;bdquo;Solange das Volk nicht mit eigenen Augen nachprüfen kann, was man aus ihm zusammenbraut, solange es nicht selbst den Willen hat, dass dieses oder jenes aus ihm zusammengebraut werde &amp;ndash; so lange bleibt es auf dem gleichen Fleck stehen! Allerlei Wohltäter und Volksbeglücker verstehen es geschickt, Ruhm einzuheimsen und ihre Berühmtheit noch dokumentarisch zu besiegeln; das gemeine Volk aber stöhnt, und um nicht zu stöhnen, besäuft es sich und stöhnt nur noch mehr: Wir sind am gleichen Fleck stehengeblieben!&amp;ldquo;</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>17.06.2012, 16:00 Uhr: Die Troerinnen</title>
		<description>Der Tag nach der Zerstörung Trojas, die Männer sind tot und die gefangenen Frauen wissen, dass sie als Beute unter den Siegern aufgeteilt werden. Ein Abgrund des Leids und der Sinnlosigkeit tut sich auf. Jede Ordnung ist vernichtet. Wie soll man trauern angesichts dieses unendlichen Leids? Was ist göttlicher Wille, was menschliche Verfügung? Euripides stellt das Unglück der Besiegten dar, er beschreibt genau den Moment der Spannung zwischen der Befürchtung des Äußersten und seinem Eintreten. Die Schicksale der Frauen Hekabe, Andromache, Kassandra und Helena sind entsetzlich, Euripides stellt sie jedoch nicht nur als Leidende und Leidtragende dar, sondern sie werden zu Anklägerinnen gegen den Wahnsinn des Kriegs. Im antiken Drama sind die Toten genauso präsent wie die Lebenden, es gibt keinen Unterschied, denn &amp;bdquo;ohne seine Toten kann kein Volk leben&amp;ldquo; (Heiner Müller). Für jede Gesellschaft ist es lebensnotwendig ihrer Toten zu gedenken, denn ohne Geschichte, ohne Erinnerung würden wir im luftleeren Raum leben. Den Text von Euripides nimmt Konstanze Lauterbach zum Ausgangspunkt, um die Geschichten der Frauen weiterzuverfolgen.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>17.06.2012, 19:30 Uhr: Die Krönung der Poppea</title>
		<description>Im Mittelpunkt dieser 1642/43 in Venedig uraufgeführten, wohl berühmtestenOper des 17.Jahrhunderts steht ein Intrigengeflecht am Hofe Kaiser Neros: Unterstützt von Amor gelingt es der schönen Poppea, den Kaiser derart zu umgarnen, dass er nicht nur seine rechtmäßigeGattin verstößt und seinen &amp;ndash; dieserMaßnahme kritisch gegenüber stehenden&amp;ndash; Prinzenerzieher Seneca zumSelbstmord zwingt, sondern die nicht standesgemäße Geliebte zuletzt sogar zur Kaiserin krönen lässt. Busenello entwirft eine heillose Welt, in der die Tugend keinen Platz mehr hat &amp;ndash; alle, die an Poppeas Aufstiegmitwirken oder ihn zu verhindern suchen, sehen sich gezwungen, amoralischeMittel anzuwenden. Der bereits hochbetagte und auf der Höhe seines Ruhms stehende Claudio Monteverdi entwickelte diese zwielichtigen Figuren zu plastischen und vielschichtigen Charakteren und schenkte ihnen seine vielleicht schönste, bis heute fesselnde Musik. Dabei erhielt er &amp;ndash; zumindest was den überlieferten Notentext angeht &amp;ndash; kräftigeUnterstützung von den aufstrebenden Opernkomponisten der Generation nach ihm.



Das eigens für diese erste Produktion einer Oper des 17. Jahrhunderts am DNT zusammengestellte Instrumentalensemble aus hochkarätigen Barockspezialisten wird im Sinne der &amp;bdquo;historisch informierten Aufführungspraxis&amp;ldquo; auf historischen Instrumenten spielen.



Vorstellungsdauer: 3 Std. 
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>19.06.2012, 19:30 Uhr: Das Wirtshaus im Spessart</title>
		<description>Immer noch populär sind die oftmals unheimlichen Märchenfiguren Wilhelm Hauffs, wie der Holländer Michel, das Glasmännlein und Peter Munk aus Das kalte Herz oder der kleine Muck, Kalif Storch und Zwerg Nase. Die mythischen Abgründe, in die diese Märchenfiguren durch ihre maßlose Gier nach Gold und Geld gerissen werden, gehören auch heute noch zu unserer Welt. Gespiegelt in diesen Monster-Figuren der Frühmoderne befragen wir unsere Situation nach einer lebenswerten Zukunft. Gelingt es uns die grenzenlose Gier und den verinnerlichten Egoismus in die Maßverhältnisse des Humanen zurück zu holen? Verwandelt sich unsere Welt doch unmerklich und unheimlich mehr und mehr in ein grausames Märchen, aus dessen Zwängen es kein Entkommen zu geben scheint. Ein hoch abstrakter Finanzmarkt, die Allgegenwart der elektronischen Medien und die Veränderungen im Übergang von Epochen bringen uns in eine ähnliche Lage wie die Reisenden im Wirtshaus im Spessart: Sie ahnen, dass die Katastrophe bevorsteht, dass die Räuber unterwegs sind und sie stellen sich der Angst entgegen, mit Geschichten, Gesängen und Gedanken. Was hilft aber alles, wenn wir am Ende erkennen müssen: Die Räuber sind wir selbst!</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>22.06.2012, 20:00 Uhr: the tempest replica</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
</description>
		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1530&amp;rss=3048</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>23.06.2012, 20:00 Uhr: the tempest replica</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.06.2012, 16:00 Uhr: Chowanschtschina</title>
		<description>&amp;bdquo;Chowanschtschina!&amp;ldquo;, zu deutsch: &amp;bdquo;Chowanski-Schweinerei!&amp;ldquo;, soll der noch unmündige Zar Peter im Jahr 1682 ausgerufen haben, als er von den Machtbestrebungen des Strelitzenführers Iwan Chowanski hörte, der seinen Sohn Andrej zum neuen Zaren machen wollte. In Modest Mussorgskis großer Choroper geht es umdie Frage,wie und ob Russland zu regieren sei, &amp;ndash;eine Frage, die sich auch heute noch stellt. Der genialische Komponist lässt in ungeschliffener, roher, quasi dokumentarischer Form die Interessengruppen der russischenGeschichte des 17. Jahrhunderts in einem gigantischen Tableau aufeinander prallen. Er zeigt mit einer großen Portion Defätismus, wie alle potentiellen, realen und angemaßten Führer des heiligen Russlands das Volk in die Katastrophe führen. Mussorgski: &amp;bdquo;Solange das Volk nicht mit eigenen Augen nachprüfen kann, was man aus ihm zusammenbraut, solange es nicht selbst den Willen hat, dass dieses oder jenes aus ihm zusammengebraut werde &amp;ndash; so lange bleibt es auf dem gleichen Fleck stehen! Allerlei Wohltäter und Volksbeglücker verstehen es geschickt, Ruhm einzuheimsen und ihre Berühmtheit noch dokumentarisch zu besiegeln; das gemeine Volk aber stöhnt, und um nicht zu stöhnen, besäuft es sich und stöhnt nur noch mehr: Wir sind am gleichen Fleck stehengeblieben!&amp;ldquo;</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>24.06.2012, 20:00 Uhr: trust treats truth</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>25.06.2012, 20:00 Uhr: trust treats truth</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<title>27.06.2012, 19:30 Uhr: Die Troerinnen</title>
		<description>Der Tag nach der Zerstörung Trojas, die Männer sind tot und die gefangenen Frauen wissen, dass sie als Beute unter den Siegern aufgeteilt werden. Ein Abgrund des Leids und der Sinnlosigkeit tut sich auf. Jede Ordnung ist vernichtet. Wie soll man trauern angesichts dieses unendlichen Leids? Was ist göttlicher Wille, was menschliche Verfügung? Euripides stellt das Unglück der Besiegten dar, er beschreibt genau den Moment der Spannung zwischen der Befürchtung des Äußersten und seinem Eintreten. Die Schicksale der Frauen Hekabe, Andromache, Kassandra und Helena sind entsetzlich, Euripides stellt sie jedoch nicht nur als Leidende und Leidtragende dar, sondern sie werden zu Anklägerinnen gegen den Wahnsinn des Kriegs. Im antiken Drama sind die Toten genauso präsent wie die Lebenden, es gibt keinen Unterschied, denn &amp;bdquo;ohne seine Toten kann kein Volk leben&amp;ldquo; (Heiner Müller). Für jede Gesellschaft ist es lebensnotwendig ihrer Toten zu gedenken, denn ohne Geschichte, ohne Erinnerung würden wir im luftleeren Raum leben. Den Text von Euripides nimmt Konstanze Lauterbach zum Ausgangspunkt, um die Geschichten der Frauen weiterzuverfolgen.</description>
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>27.06.2012, 20:00 Uhr: je.sans.paroles+traverse</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
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		<title>28.06.2012, 20:00 Uhr: je.sans.paroles+traverse</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<title>29.06.2012, 17:00 Uhr: schneewittchen</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<title>29.06.2012, 19:30 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg</title>
		<description>Der Prinz Friedrich von Homburg ist ein Mondsüchtiger, ein Schlafwandler, der alles, wovon er träumt, innerhalb kürzester Zeit wie in Trance erringt: den Sieg auf dem Schlachtfeld, Ruhm, Macht und die Liebe Nataliens. Aber genauso schnell geht ihm alles wieder verloren. Kleist erzählt zwei Geschichten, die unversöhnlich nebeneinander stehen. Obwohl der Prinz die Schlacht mit seinem eigenmächtigen Eingreifen entscheidet und die Feinde verjagt, wird er unnachgiebig mit dem Gesetz konfrontiert. Ihm droht die Todesstrafe, die er nur als unangemessene Willkür und Grausamkeit empfinden kann. Ermuss sich dem Gesetz unterwerfen, denn der Eintritt in die symbolische Ordnung, das Erwachsenwerden, erfolgt nur über die Anerkennung von Schuld. Kleist erzählt aber gleichzeitig dieGeschichte von derUmgehung oderÜberwindung desGesetzes.Der Angriff auf dasGesetz und seine Infragestellung ist bei ihm immer gekoppelt mit der Sehnsucht nach &amp;bdquo;guten&amp;ldquo; Gesetzen, nach einer starken Ordnung, die Sicherheit gibt. Damit zeigt er ihre Widersprüche auf: Haben Gesetze überhaupt das Recht, die Subjekte zu binden, kann man Unterwerfung unter sie überhaupt fordern? Immer kurz vor der Katastrophe, versucht Homburg in einer anarchischenGesellschaft seine eigenenWidersprüche durchWachträume zu verdrängen: &amp;bdquo;Ist es ein Traum?&amp;ldquo;.



Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min.
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		<title>29.06.2012, 20:00 Uhr: animal</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<title>30.06.2012, 17:00 Uhr: schneewittchen</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<title>30.06.2012, 19:30 Uhr: Edith Piaf</title>
		<description>Das Problem einer Kunstfigur besteht darin, dass sie stets zwei Seiten besitzt: Jene, die der Zuschauer sehen soll und zu sehen wünscht, und die, welche den Menschen hinter der Figur zeigt. Mit zehn Jahren steht das von den Eltern verlassene und vernachlässigte Kind Giovanna Gassion auf den Straßen von Paris und kennt nichts anderes, als den Lebensunterhalt durch singen zu verdienen &amp;ndash; bis das Schicksal ihr hilft und sich die Chance für ein ganz anderes Leben auftut. Als umjubelte Bühnenkünstlerin Edith Piaf steht sie wenig später auf den Bühnen von Paris und der ganzen Welt. Aber was bleibt von einem Menschen, den das Leben wie einen Spatz auf den Rinnstein setzt und ausgrenzt, um ihn schließlich ins grelle Licht des Ruhmes zu zerren? Nur 147 Zentimeter groß erobert sie das Kabarett, wird Widerstandskämpferin, Weltstar, liebt Affären und rasante Autos, flüchtet sich in Exzesse und Entziehungskuren, um ein Leben zu ertragen, das es immer wieder in seiner Ausweglosigkeit einholt. 

Der junge Regisseur Dirk Schattner erzählt in einer Collage aus eigenen Texten und den großen und gleichzeitig melancholischen Chansons der Diva einen Abend über das Leben von Edith Giovanna Piaf, die sich durch schwindelerregende Höhen und Tiefen bewegte und schließlich zum Mythos wurde.


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		<title>30.06.2012, 20:00 Uhr: animal</title>
		<description>Festival für zeitgenössischen Tanz

22. Juni bis 30. Juni 2012

Künstlerische Leitung: Estefania Miranda



Weimar hat ein eigenes Tanzfestival mit individuellem Profil und das ist ein Grund zum Feiern, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Internationale Tanzfestival Weimar wird zum zweiten Mal vom DNT ausgerichtet und auch 2012 sollen herausragende internationale Produktionen, darunter Deutschlandpremieren, Einblicke in die aktuelle zeitgenössische Tanzszene bieten. Im Vordergrund steht die Entdeckung und Förderung neuer Talente. Die Reihe Emerging Choreographer stellt einen Nachwuchschoreografen vor, dessen Arbeit dem Publikum durch zusätzliche Angebote nähergebracht wird. Das Rahmenprogramm lädt das Weimarer Publikum wieder zum Mitmachen ein. Es fordert mit Workshops zum Tanz auf, sucht den Diskurs in Gesprächsrunden und amüsiert mit Kurzfilmen. Außerdem gibt es eine Ausstellung und natürlich Partys! Das abwechslungsreiche Festivalprogramm bringt unterschiedlichste Menschen und Generationen im Tanz zusammen. Es erlaubt allen ab vier Jahren, diese Kunstform aktiv zu erleben und einen eigenen Zugang zum Tanz zu finden. Freuen Sie sich auf Choreografien, die sich durch eine individuelle künstlerische Handschrift, hohes tänzerisches und choreografisches Vermögen und Zugänglichkeit auszeichnen. Rechnen Sie mit Überraschungen und reflektieren Sie mit uns künstlerische und gesellschaftliche Prozesse im Kontext zeitbezogener Themen. Lassen Sie sich von der kraftvollen Sinnlichkeit des Tanzes verführen und durch emotional Dichte, dynamische und genreübergreifende Choreografien bewegen. Und tanzen Sie mit, denn: &amp;bdquo;Dance first, think later. It&amp;rsquo;s the natural order.&amp;ldquo; (Samuel Beckett)
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		<title>01.07.2012, 11:00 Uhr: Kammermusik-Matinee der Staatskapelle Weimar</title>
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		<title>06.07.2012, 19:00 Uhr: Elektra</title>
		<description>Die Umarbeitung des großen antiken Tragödienstoffs begründete die kongeniale Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Uraufgeführt wurde die Oper im Jahr 1909 in Dresden, mitten in der Epoche des Expressionismus. Am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde Elektra zuletzt im Jahr 1937 gespielt; nach über siebzig Jahren kehrt Richard Strauss&amp;rsquo; Meisterwerk nun in der Regie des Generalintendanten Stephan Märki mit Catherine Foster als Elektra und Leandra Overmann als Klytämnestra auf die Weimarer Bühne zurück.  



Schuld gebiert Schuld gebiert Schuld. Dieses Generalthema der griechischen Antike steht im Mittelpunkt der Oper von Richard Strauss. Elektra hat das Beil vergraben, mit dem ihr Vater Agamemnon nach der Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg von Elektras Mutter Klytämnestra und deren Liebhaber Aegisth erschlagen wurde. Elektra lebt seit Jahren nur noch für die Rache. Ihr Bruder Orest tötet schließlich die eigene Mutter und Aegisth. Elektras Verlangen nach Rache wird durch weitere Morde und damit durch ebenso große neue Schuld gestillt. Nunmehr steht Orests Abschlachtung seiner Mutter ungerächt im mythologischen Raum. 

Die Figur der Elektra ist eine der beunruhigendsten Partien des Musiktheaters, da sie gänzlich vor jeder vermittelnden Psychologie, vor jeder abwägenden Zivilisiertheit angesiedelt ist. Elektras ganzes Sein wird von Rachelust bestimmt. Vergebung, Verhandlung, Kompromiss, Politik erscheinen angesichts dieser archaischen Figur lächerlich. In Elektra erleben wir Pathologie als Qualität. Theater ist hier plötzlich wieder nah am vorreligiösen Opferritual, das Blutbad ist die Katharsis.



Richard Strauss stürzte sich in der aufgewühlten Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs in diesen Stoff und hat der Innenwelt der Figuren auf beeindruckende Weise die gänzlich adäquate Außenwelt seiner Partitur gegenübergestellt. Der Schrei nach einer Zerschlagung der bürgerlichen Welt, das expressionistische Verlangen nach einer wirklich großen Lösung der Probleme der Menschheit hallt auf beunruhigende Weise durch dieses epochale Musiktheaterwerk.





Vorstellungsdauer: 1 Std. 45 Min.
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		<link>http://www.nationaltheater-weimar.de/frontend/index.php?page_id=52&amp;v=repertoire_detail&amp;pi=1236&amp;rss=2995</link>
		<author>Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar &lt;info@nationaltheater-weimar.de&gt;</author>
</item>
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		<title>07.07.2012, 20:00 Uhr: Eine Nordische Nacht</title>
		<description>Sattgrüne Wiesen und stille Fjorde, Tänzer unter Birken und wirbelnde Trolle, flirrendes Nordlicht und endlose Nächte: Unter dem Motto Eine Nordische Nacht krönen die Staatskapelle Weimar und die weimar GmbH den Konzertsommer 2012 mit einem spektakulären Open Air im stimmungsvoll illuminierten Weimarhallenpark. Musikalische Highlights, die von der lichtdurchfluteten Weite der skandinavischen Landschaft schwärmen, stehen dabei ebenso auf dem Programm wie in Weimar bislang &amp;bdquo;unerhörte&amp;ldquo; Geheimtipps, aus denen Sehnsucht, Melancholie, aber auch die Lebensfreude der langen Nächten rund um Mittsommer klingen. 

GMD Stefan Solyom hat jede Menge Musik aus seiner skandinavischen Heimat im Gepäck und lädt Sie ein, gemeinsam mit der Staatskapelle Weimar in die sagenhafte Welt nordischer Mythen einzutauchen, sich von der energiegeladenen Vitalität der alles andere als unterkühlten Nordlichter inspirieren zu lassen.

Den Auftakt macht das phänomenale Tongedicht &amp;bdquo;Finlandia&amp;ldquo; des großen Finnen Jean Sibelius, aus dessen Feder später am Abend noch der berühmte &amp;bdquo;Schwan von Tuonela&amp;ldquo; atmosphärisch seine Kreise auf dem Weimarhallen-See ziehen wird. Edvard Griegs Peer Gynt-Suite steht ebenso auf dem Programm wie tänzerische Mittsommernachtsklänge von Hugo Alfvén und Oskar Merikanto sowie weitere hörenswerte Entdeckungen von Skandinaviern wie Johann Halvorsen, Carl Nielsen oder Esa Pekka Salonen.

Landestypische Snacks und Getränke krönen den Abend zu einem nordischen Fest der Sinne, in das das Publikum auf den angestammten Terrassenplätzen oder flanierend durch den Park genüsslich eintauchen kann.



Karten können Sie telefonisch unter 03643 755 334, per email an service@nationaltheater-weimar.de oder in der Tourist Information Weimar unter 03643/745 745 reservieren.


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		<title>08.07.2012, 16:00 Uhr: Chowanschtschina</title>
		<description>&amp;bdquo;Chowanschtschina!&amp;ldquo;, zu deutsch: &amp;bdquo;Chowanski-Schweinerei!&amp;ldquo;, soll der noch unmündige Zar Peter im Jahr 1682 ausgerufen haben, als er von den Machtbestrebungen des Strelitzenführers Iwan Chowanski hörte, der seinen Sohn Andrej zum neuen Zaren machen wollte. In Modest Mussorgskis großer Choroper geht es umdie Frage,wie und ob Russland zu regieren sei, &amp;ndash;eine Frage, die sich auch heute noch stellt. Der genialische Komponist lässt in ungeschliffener, roher, quasi dokumentarischer Form die Interessengruppen der russischenGeschichte des 17. Jahrhunderts in einem gigantischen Tableau aufeinander prallen. Er zeigt mit einer großen Portion Defätismus, wie alle potentiellen, realen und angemaßten Führer des heiligen Russlands das Volk in die Katastrophe führen. Mussorgski: &amp;bdquo;Solange das Volk nicht mit eigenen Augen nachprüfen kann, was man aus ihm zusammenbraut, solange es nicht selbst den Willen hat, dass dieses oder jenes aus ihm zusammengebraut werde &amp;ndash; so lange bleibt es auf dem gleichen Fleck stehen! Allerlei Wohltäter und Volksbeglücker verstehen es geschickt, Ruhm einzuheimsen und ihre Berühmtheit noch dokumentarisch zu besiegeln; das gemeine Volk aber stöhnt, und um nicht zu stöhnen, besäuft es sich und stöhnt nur noch mehr: Wir sind am gleichen Fleck stehengeblieben!&amp;ldquo;</description>
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