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Ensemble

Rafael David Kohn

Rafael Kohn arbeitete zunächst als Beleuchter und Bühnentechniker am Théâtre du Centaure in Luxemburg. Danach studierte er an der Universität der Künste Berlin. 2009 wurde Bushmeat in Gera uraufgeführt. 2010 inszenierte er sein Stück Flaschenbrand in Luxemburg. Lupenrein wurde 2011 vom Theater 89 uraufgeführt. Waffensalon wurde von der ETC (European Theatre Convention) für die Liste der 119 best contemporary European plays 2012, ausgewählt. Bisher wurden 17 seiner Stücke in Deutschland, Luxemburg, Rumänien und Togo aufgeführt. In der Spielzeit 2018/19 war er Hausautor am Théâtre National du Luxembourg. Als Regisseur arbeitet er sowohl an freien Bühnen als auch Stadt- und Nationaltheatern. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur und Dramatiker schreibt er auch Hörspiele und Drehbücher, außerdem veröffentlicht er Artikel, Essays, Kolumnen und Kurzgeschichten.
2017 erschien sein erster Roman »Che Guevara war ein Mörder«.

»Alle Stücke von Kohn verhandeln die Auswirkungen der politischen Radikalisierung Einzelner auf die menschliche Kommunikation und auf Formen sozialer Zusammengehörigkeit. Kohn versteht in seiner Rede vom Theater, einem programmatischen Text über die Aufgaben des Theaters, das Theater als politisches Wirkungsmedium und als Ort, in dem das Mögliche, nicht das Wahrscheinliche verhandelt wird und in dem der Mensch in archetypischen Konstellationen beschrieben wird. Gegen das Regietheater gewandt orientiert er sein dramatisches Schaffen am Schauspieler und am Publikum, das die in seinen Stücken verhandelten Strukturen der Opfer-Täter-Rollen kritisch hinterfragen soll.«

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