21 | 05 | 18

Ensemble

Marek Janowski

Marek Janowski

Gastdirigent

Sowohl 2016 als auch 2017 hat Marek Janowski Wagners „Ring“-Zyklus bei den Bayreuther Festspielen dirigiert. In der Saison 2017/18 ist er am Pult der Berliner Philharmoniker, der Bamberger Symphoniker, des hr-Rundfunkorchesters, der Dresdner Philharmoniker, des WDR Sinfonieorchesters Köln, des Philharmonischen Orchesters Hamburg, der Staatskapelle Weimar, des Orchestre National de France, Orchestre Philharmonique de Radio France, Budapest Festival Orchestra, Teatro Regio di Torino, NHK Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra Washington und des Chicago Symphony Orchestra zu erleben.

In Warschau geboren, aufgewachsen und ausgebildet in Deutschland, führte sein künstlerischer Werdegang Marek Janowski als musikalischer Assistent zunächst nach Aachen, Köln, Düsseldorf und Hamburg. Seine erste Position als Generalmusikdirektor hatte er von 1973 bis 1975 in Freiburg i.Br. inne; Dortmund folgte von 1975 bis 1979, eine Zeit, in der sein Ruf enorm anwuchs und in der er von diversen führenden Opernhäusern Europas als Dirigent eingeladen wurde. In keinem der weltweit bedeutendsten Opernhäuser ist Marek Janowski seit den späten 70er Jahren nicht zu Gast gewesen; seine Stationen reichen von der Metropolitan Opera New York bis zur Bayerischen Staatsoper München, von Chicago über San Francisco bis Hamburg, von Wien über Berlin bis Paris.
Aus dem Opernmetier hat Marek Janowski sich in den 1990er Jahren weitgehend zurückgezogen, um sich stattdessen auf das bedeutende Repertoire der deutschen sinfonischen Literatur zu konzentrieren. Er genießt heute einen herausragenden Ruf bei den bedeutendsten Orchestern Europas und Nordamerikas und wird insbesondere für seine Fähigkeit gerühmt, Orchester von herausragendem internationalem Format zu formen.

Von 1984 bis 2000 war Marek Janowski Musikdirektor des Orchestre Philharmonique de Radio France und führte das Orchester in dieser Zeit zu einer Vorreiter-Position unter den französischen Orchestern und weit darüber hinaus. Von 1986 bis 1990 war er neben seiner Position in Paris auch Chefdirigent des Gürzenich Orchesters Köln und 1997 bis 1999 Erster Gastdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Zwischen 2000 und 2005 war Janowski Music Director des Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, 2001 bis 2003 zusätzlich Chefdirigent der Dresdner Philharmonie.

Marek Janowski hat im Laufe der vergangenen 30 Jahre eine ebenso vielschichtige wie ausgewählte Diskographie erarbeitet, die Einspielungen diverser kompletter Opern- und Sinfoniezyklen umfasst, von denen viele mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Seine Aufnahme des „Ring“-Zyklus von Richard Wagner mit der Staatskapelle Dresden (1980-83) zählt bis heute zu den meistbeachteten und musikalisch interessantesten, die von diesem Werk entstanden sind. Sein Bruckner-Zyklus mit dem Orchestre de la Suisse Romande, aufgenommen für Pentatone, wurde mit ähnlich umfassendem Lob gewürdigt, und über Bruckners 3. Sinfonie schrieb Resmusica in diesem Zusammenhang: „Nach der außerordentlichen Gefühlsexplosion des 1. Satzes präsentiert der höchst inspirierte Marek Janowski einen zweiten, der vor Farbigkeit nur so sprüht. Mit Hilfe einer großartigen Streicherformation bietet der deutsche Dirigent Musik von überwältigender Emotionalität. Welche Intensität, welche Schönheit und welche außerordentliche Klarheit in der Kontinuität des musikalischen Diskurses, den Janowski entfaltet!“ (Jacques Schmitt).

 

Foto: © Felix Broede

wirkt mit bei