20 | 05 | 18

Ensemble

Corby Welch


Corby Welch, geboren in Minneapolis (USA), erhielt seine sängerische Ausbildung an der University of Minnesota bei Lawrence Weller und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim / Heidelberg bei Rudolf Piernay. Seine Karriere begann er als lyrischer Tenor mit Engagements u.a. an der Hamburgischen Staatsoper, am Aalto Theater in Essen, am Nationaltheater Mannheim, am Staatstheater Nürnberg sowie in Lissabon, Ferrara und Modena. Zudem trat er beim Schleswig Holstein Musik Festival, bei den Schwetzinger und den Ludwigsburger Schlossfestspielen auf.

Von 2003 bis 2018 gehörte der Tenor zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitete von Partien wie Belmonte, Tamino, Tito, Don Ottavio hin zum jugendlich-dramatischen Fach wie der Fürst in »Rusalka«, Pinkerton (»Madama Butterfly«), Matteo (»Arabella«), Kaiser (»Die Frau ohne Schatten«), Peter Grimes, Tambourmajor (»Wozzeck«) und Bacchus (»Ariadne auf Naxos«). Seit 2011 hat er sich mit Rollen wie Erik (»Der fliegende Holländer«) in Düsseldorf, an der Nationaloper Riga, der Opéra Royal de Wallonie Liège und am Staatstheater Braunschweig, Lohengrin in Düsseldorf, Magdeburg und konzertant im Schloss Neuschwanstein, als Loge (»Das Rheingold«) am Grand Théâtre de Genève und mit seinem umjubelten Rollendebüt als Tannhäuser 2017 an der Nationaloper Riga auch im Wagner-Fach einen Namen gemacht. Anfang des Jahres feierte Corby Welch einen überwältigenden Erfolg als Siegmund (»Walküre«) im neuen Ring von Dietrich Hilsdorf an der Deutschen Oper am Rhein, wo er 2018/19 auch sein Debüt als Siegfried (»Siegfried« und »Götterdämmerung«) geben wird.

Vor kurzem beeindruckte er auch in der Titelrolle von William Bolcoms »McTeague« am Landestheater Linz. Außerdem war er in Loriots »Der Ring an einem Abend« in der Philharmonie am Gasteig München, als Pylades (»Iphigénie en Tauride«, Gluck) in Hong Kong, als Peter Quint (»Turn of the Screw“) in Taiwan und als Zen in Elliot Carters Oper »What Next« zu erleben. Im Konzertbereich sang er zuletzt u.a. Mahlers »Das Lied von der Erde« in Buffalo, New York und Basel, Liszts »Faust-Sinfonie« in Giuyang, China, Beethovens »Missa Solemnis« und 9. Sinfonie in der Kölner Philharmonie, Brittens »War Requiem« in Aachen und Kassel sowie Dvoráks »Requiem« in Darmstadt.

Sein Konzertrepertoire reicht von Johann Sebastian Bachs Passionen und Händels Oratorien über klassische und romantische Werke von Mozart, Beethoven, Schumann und Mahler bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen von Krzysztof Penderecki, Sofia Gubaidulina, Bruno Maderna, und Moritz Eggert. Und auch im Liedbereich ist der Sänger ein gefragter Interpret.

Corby Welch trat mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem WDR Sinfonieorchester, dem Rundfunkorchestern Hannover und Berlin, dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester, dem Orchester der Accademia di Santa Cecilia, der Internationalen Bachakademie, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Lahti Sinfonie Orchester, dem RIAS Kammerchor, dem Balthasar- Neumann- Ensemble und dem Kammerchor Stuttgart auf.
Er arbeitete mit namenhaften Regisseure wie Stefan Herheim, Dieter Dorn, Christoph Loy, Tatjana Gürbaca, Christoph Nel, Karoline Gruber, Immo Karaman und Falk Richter, und Dirigenten wie Peter Schreier, Sir Neville Marriner, Jonathan Darlington, Dennis Russell Davies, Helmuth Rilling, Marek Janowski, John Fiore, Steven Sloane, Wolfgang Sawallisch, Axel Kober, Hans-Christoph Rademann, Ingo Metzmacher, Stefan Soltesz, Alessandro de Marchi, und Thomas Hengelbrock zusammen.

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