22 | 05 | 18

Ensemble

Thaisen Rusch

Thaisen Rusch wurde in Sri Lanka geboren und wuchs in Deutschland auf. Er sammelte erste musikalische Erfahrungen am Institute of Music Tapiola in Helsinki (Finnland), erhielt Unterricht in Stimmbildung bei Christian Hauschild & Maaria Virmavirta, später bei Karl-Heinz Lampe vom NDR-Chor in Hamburg. Sein Studium des Bühnen- und Konzertgesangs begann er 2007 zunächst an der Musikhochschule Lübeck, ab 2010 setzte er seine Studien an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Scot Weir und Júlia Várady fort. Im Bereich Liedgestaltung prägte ihn das Studium in der Liedklasse von Wolfram Rieger. 2014 schloss er seine Ausbildung mit einem Master of Music erfolgreich ab. Weitere wichtige Impulse erhielt er vom Heldentenor Reiner Goldberg und durch die Teilnahme an Meisterkursen bei Christine Schäfer, Irwin Gage und Peter Berne. Thaisen Rusch ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Richard-Wagner-Verbandes Würzburg.​

Erste Bühnenerfahrungen sammelte der junge deutsche Tenor bereits während seiner Studienzeit, so u.a. 2009/10 am Theater Kiel in der Neuproduktion von Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«, 2012 bei der Uraufführung »Neue Szenen« an der Deutschen Oper Berlin sowie als regelmäßiger Gast an der Staatsoper Unter den Linden im Schillertheater. Dort war er u.a. in der Titelrolle der Märchenoper »Das Tapfere Schneiderlein«, in Cuis' »Der Gestiefelte Kater« und 2015/2016 in Strauss' »Ariadne auf Naxos« zu hören. Von der Spielzeit 2016/17 an war er Ensemblemitglied am Theater Gera / Landestheater Altenburg in Thüringen und sang dort u.a. Ernesto in Donizettis' Don Pasquale  (Regie: Axel Köhler). 

Im Sommer 2017 debütierte Thaisen Rusch als Evangelist am Deutschen Nationaltheater Weimar mit C.P.E. Bachs »Johannes Passion« (Regie: Philipp Harnoncourt) und der Staatskapelle Weimar, unter Leitung von GMD Kirill Karabits. Ab der Spielzeit 2017/18 ist Thaisen Rusch für die kommenden Jahre als festes Ensemblemitglied am Theater Augsburg (Bayern) engagiert. ​Aktuell singt er dort u.a. in Paul Abrahams Fussball-Operette »Roxy & Ihr Wunderteam« (Regie: Martin G. Berger) die Hauptrolle des Phillip Gjurka. Der Bayerische Rundfunk vergab kürzlich für diese Produktion eine Auszeichnung.​

Thaisen Rusch ist insbesondere im Konzert- und Liedfach erfolgreich tätig. Seine Engagements führten ihn u.a. zum Bayerischen Staatsorchester, den Münchner Philharmonikern, der Staatskapelle Weimar, der Staatskapelle Berlin, den Augsburger Philharmonikern, dem Beethoven Academy Orchestra Kraków, dem Neuen Züricher Orchester, dem Philharmonischen Orchester Kiel, dem Philharmonischen Orchester Lübeck, dem Brandenburgischen Konzertorchester sowie den  Barockorchestern l`arte del mondo, La Banda & der Lautten Compagney Berlin. Als Solist sang er bei verschiedenen internationalen Festivals wie dem Shanghai Performing Art Festival, dem Copenhagen Opera Festival, der International Week Graz, dem Impuls Festival Graz, dem Kulturwald-Festival, dem Festival Musik im Pfaffenwinkel sowie den Musikfestspielen Potsdam. Tourneen unternahm er nach Skandinavien,  in die Schweiz sowie in die Volksrepublik China. 

Zusammen mit dem renommierten Liedbegleiter Trung Sam (Bonn) präsentierte er bereits diverse Liederabende, darunter Schumanns Dichterliebe, Schuberts Winterreise sowie Hanns Eislers Hölderlin-Fragmente und trat als Liedssänger u.a. im Kulturcasiono Bern (Schweiz) in Erscheinung. Sein breites Solo-Repertoire umfasst J. S. Bachs Weihnachtsoratorium, die Johannes- & Matthäus Passion, die Hohe Messe in h-moll sowie Brittens Serenade, Bruckners Te Deum, Haydns Cäcilienmesse, Mozarts Requiem, Orffs Carmina Burana, Ramírez‘ Misa Criolla, Puccinis Messa di Gloria und Rossinis Petite messe solenelle.

Als Akademist sowie Freier Mitarbeiter des Grammy-prämierten Rundfunkchores Berlin sammelte Thaisen Rusch unter der Leitung von Gijs Leenaars & Simon Halsey Ensembleerfahrung und wirkte in diesem Zusammenhang regelmäßig an Konzertprojekten mit den Berliner Philharmonikern  (unter Sir Simon Rattle), dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin mit.​

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