31 | 05 | 16

Das DNT

E-Werk

Maschinen- und Kesselsaal

Im Jahr 1897 wurde am Weimarer Kirschberg mit dem Bau eines Elektrizitätswerkes begonnen, das ein Jahr später zum ersten Mal Strom an die Stadtbewohner lieferte. Kurz nach der Errichtung des Werkes entstand im Sommer 1899 ein Straßenbahnnetz, das ebenfalls vom Kirschberg aus mit Energie versorgt wurde. Erhalten hat sich aus der nur kurzen Tram-Phase Weimars das alte Straßenbahndepot, das inzwischen zum Programmkino geworden ist: dem Lichthaus Kino. Bis 1996 liefen die Heizkessel des Elektrizitätswerkes, dann waren auch diese nur noch Geschichte und das Industriedenkmal begann eine zweite Karriere als Kunst- und Kulturstätte.

Bereits seit der Spielzeit 2000/2001 dient der Gebäudekomplex mit ehemaligem Maschinen- und Kesselsaal als Nebenspielstätte für Schauspiel und Musiktheater des DNT. Mit seinem Charme des Provisorischen hat sich das E-Werk vor allem bei einem jungen Publikum zu einem kulturellen Anziehungspunkt entwickelt; Regisseuren, Choreographen und Musikern bietet das E-Werk einen variablen Spiel-Raum.

Ab der Spielzeit 2013/14 werden dort neben Stücken und Romanbearbeitungen zeitgenössischer Autoren und Stückentwicklungen auch Klassikerinszenierungen sowie im Musiktheater regelmäßig kammermusikalische Bearbeitungen des klassischen Opernrepertoires zu sehen sein. Der Kesselsaal soll darüber hinaus auch weiterhin als Raum für unkonventionelle Gesprächsreihen und Veranstaltungsformate genutzt werden.