© Matthias Horn
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  • Foyer

Kammerkonzert

»Aus tiefster Seele«

Anton Arensky Streichquartett Nr. 2 op. 35
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110

Zu einer Änderung des ursprünglich für den 25. Oktober im DNT-Foyer geplanten Kammermusik-Programms kommt es, weil der Pianist Jean Redon aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen leider zum Konzert nicht nach Weimar kommen kann. Die Matinee wechselt deshalb von der Gattung Klavierquartett zum Streichquartett (in zwei verschiedenen Besetzungsvarianten) – und von »launischer« Virtuosität zu Bekenntniswerken »aus tiefster Seele«.

Das Außergewöhnliche am a-Moll-Quartett des Russen Anton Arensky ist die Besetzung mit nur einer Violine und dafür zwei Celli, was die melancholische Färbung der Musik noch verstärkt. In unserem Fall wird die 2. Cellostimme sogar in die Kontrabass-Lage verlegt. Arensky schrieb das bewegende Werk mit dem extravaganten Klang »In memoriam Peter Tschaikowsky« und bindet darin russische Volkstöne wie auch Kirchenmusik ein.

Dmitri Schostakowitsch, der unter der Unfreiheit der Menschen wie der Kunst im sowjetischen Regime litt, hat sein Streichquartett c-Moll op. 110 »Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft« gewidmet und bannt hier die brennende Trauer auf einzigartige Weise in Klänge, Melodien und Harmonien. Mit der Tonfolge D-Es-C-H ziehen sich zugleich Schostakowitschs eigene Initialen mottoartig und durch das Werk. Persönlicher kann Musik nicht empfunden sein.

Mit: David Castro-Balbi (Violine), Jiwon Lim (Violine), Neasa Ní Bhriain (Viola), Alexandre Castro-Balbi (Violoncello), Michael Kogan (Kontrabass)

 

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ℹ️ Ein Beitrag über das gemeinsame Musizieren in Zeiten von Corona erschien in unserem unserem Theater- und Konzertmagazin »SCHAUPLATZ« (September bis November 2020), welches kostenlos in unserem Theater mitgenommen oder hier als PDF heruntergeladen werden kann.

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