ENSEMBLE

Baldur Brönnimann

Baldur Brönnimann ist Chefdirigent des Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música sowie der Basel Sinfonietta. International zähl er zu den gefragtesten und versiertesten Dirigenten Neuer Musik. Er arbeitete mit hochkarätigen Komponisten wie John Adams, Saariaho, Birtwistle, Chin, Lachenmann, Lindberg und Haas zusammen und leitete vielbeachtete Aufführungen großer Werke von Komponisten wie Ligeti, Romitelli, Boulez, Vivier und Zimmermann bei Festivals wie den BBC Proms, Wien Modern, Darmstadt und Mostly Mozart am Lincoln Center.

Als ausgesprochen flexibler Dirigent mit einem extrem offenen und breitgefächerten Zugang zur Programmgestaltung und zum Musizieren an sich, richtet sich sein Interesse in besonderem Maße auch auf die Education-Arbeit und auf Outreach-Programme, deren Anliegen es ist, – oft durch das Hinterfragen und gegebenenfalls Überwinden traditioneller Grenzen »klassischer« Musik – Menschen unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft Zugänge zur Musik zu eröffnen.

Höhepunkte seiner Saison 2018/19 waren und sind die Wiedereinladung zum Seoul Philharmonic Orchestra sowie die Debüts beim Orchestre Philharmonique de Luxembourg im Rahmen des »Rainy Days« Festivals für Zeitgenössische Musik, bei der Staatskapelle Weimar, beim Norwegischen Rundfunkorchester, den Orchestern von Valencia, Galizien und Asturien sowie bei der Tapiola Sinfonietta (Finnland). Er ist zudem Künstlerischer Leiter des Festivals »Avanti!« 2019 in Finnland. In den vorangegangenen Saisons zählten u.a. Konzerte mit dem Oslo Philharmonic, Royal Stockholm Philharmonic, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony und dem Bergen Philharmonic zu den Höhepunkten seiner Arbeit, zudem kürzlich die Debüts beim Rundfunkorchester des ORF in Wien, HR Rundfunkorchester Frankfurt, Danish National Symphony, WDR Sinfonieorchester, Aurora Kammerorchester und Münchner Kammerorchester. Regelmäßig arbeitet er sowohl vor Ort als auch auf Tourneen mit dem Klangforum Wien.

Im Musiktheater-Bereich hat Baldur Brönnimann Ligetis »Le Grand Macabre« an der English National Opera, an der Komischen Oper Berlin und am Teatro Colon (Buenos Aires) in Inszenierungen von La Fura dels Baus und von Barrie Kosky dirigiert. Er leitete John Adams’ »Death of Klinghoffer« an der English National Opera, Saariahos »L’amour de loin« beim Bergen Festival und an der Norwegischen Staatsoper sowie Romitellis »Index of Metals« mit Barbara Hannigan am Theater an der Wien. Im Teatro Colón in Buenos Aires stand er zudem für Schönbergs »Erwartung« am Pult, er dirigierte Szymanowskis „Hagith“, Zimmermanns „Die Soldaten“ und Lachenmanns »Mädchen mit den Schwefelhölzern« mit dem Komponisten selbst als Erzähler.

Als Chefdirigent des Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música und der Basel Sinfonietta konzipiert und dirigiert Brönnimann bevorzugt Programme, die zeitgenössische Werke auf unerwartete Weise in Bezug zu Musik des Standardrepertoires setzen. 2011 bis 2015 war er Künstlerischer Direktor des  bedeutendsten norwegischen Ensembles für zeitgenössische Musik »BIT20«, von 2008 bis 2012 Musikdirektor des National Symphony Orchestra of Colombia in Bogotá.

Geboren in der Schweiz erhielt Baldur Brönnimann seine Ausbildung an der Musik-Akademie Basel und am Royal Northern College of Music in Manchester, wo er in der Folge mehrfach auch als Gastdozent im Fach Dirigieren engagiert war. Er lebt in Madrid.