ENSEMBLE

Fabrice Bollon

Fabrice Bollon, geboren in Paris, ist ein international sehr geschätzter und vielseitiger Dirigent. Er studierte bei Michael Gielen und Nikolaus Harnoncourt in Paris und am Mozarteum in Salzburg. Im Anschluss bildete er sich bei Georges Prêtre und Mauricio Kagel weiter.

Er war Assistent bei den Salzburger Festspielen bis 1998, stellvertretender GMD der Oper Chemnitz (2000-2004) und Chef des Sinfonieorchesters von Flandern (1996-2000) und entwickelte so früh ein breit gefächertes Repertoire. Parallel gastierte er u.a. beim Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Orchestra Sinfonica Nazionale RAI, MDR Sinfonieorchester, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Konzerthausorchester Berlin, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Residentie Orkest, hr-Sinfonieorchester und bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

Seit 2008/2009 Generalmusikdirektor der Stadt Freiburg, erfahren das Orchester und die Opernsparte seither unter seiner Leitung eine ausgesprochen positive Entwicklung: So ist Bollon beim Freiburger Publikum äußerst beliebt; zudem wurde die Stellenzahl des Orchesters in zwei Phasen erhöht. In September 2016 verlängerte Bollon seinen Vertrag und startete darüber hinaus eine Zusammenarbeit des Freiburger Orchesters mit dem internationalen Label Naxos, in deren Rahmen CDs und DVDs, Opern- wie reine Orchesterproduktionen entstehen.

Auch international erhält Bollons Arbeit in Freiburg Anerkennung: Gastspiele mit der Opernsparte (u.a. „Tannhäuser“ und „Parsifal“) wurden bis über deutschland hinaus beachtet und gelobt, die CDs bei cpo und Naxos wurden mit begehrten Preisen ausgezeichnet. 2015 erhielt er einen Diapason d‘or und ein Grammophone Editor’s Choice für die Einspielungen von „Francesca da Rimini“ von Zandonai sowie 2017 einen Editor‘s Choice für Goldmarks „Königin von Saba“. In Deutschland wurde seine Arbeitin Freiburg, die auf Kontinuität und Qualität setzt, u.a. mit drei Nominierungen als Dirigent des Jahres 2010 im Ranking der Zeitschrift Opernwelt für seine Interpretation von Wagners „Götterdämmerung“, mit acht Nominierungen zum Orchester des Jahres zwischen 2011 und 2017, für das beste Konzertprogramm für die Spielzeit 2012/13 und die beste Opernausgrabung 2016 für „I Gioielli della Madonna“ von Wolf-Ferrari belohnt.

Fabrice Bollons Gastiertätigkeit umfasst Dirigate u.a. am Stanislavsky Theater Moskau (mit Wagners „Tannhäuser“), an der Ungarischen Staatsoper Budapest („Aida“), beim Belgrad Philharmonic Orchestra und beim Rundfunkorchester Ljubljana. Regelmäßig dirigiert er auch u.a. in Ungarn, Japan, der Schweiz, Belgien, Holland, Dänemark, Österreich und Monte Carlo.

Bollon arbeitet außerdem als Komponist. Seine Werke werden von der Edition Peters verlegt und u.a. vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, MDR Sinfonieorchester und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern sowie in verschiedenen Ländern gespielt. Seine Familienoper „Oscar und die Dame in Rosa“ wurde von der Kritik als eine der wenigen gelungenen Beispiele dieser Gattung gepriesen und erlebte zwölf ausverkaufte Vorstellungen.