ENSEMBLE

Hartmut Haenchen

Hartmut Haenchen ist einer der vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit und sowohl in der Oper als auch im Konzertleben außerordentlich erfolgreich.

In Dresden geboren, war Hartmut Haenchen zunächst Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Nach einem Dirigier-und Gesangsstudium an der dortigen Hochschule für Musik sowie anschließenden Hospitanzen bei Pierre Boulez und Herbert von Karajan sowie weiterführenden Studien bei Arvid Jansons und Evgeni Mrawinski, wurde er Dirigent der Robert-Franz-Singakademie und der Staatskapelle Halle.

Nach Dirigaten an kleineren und mittleren Häusern folgten rasch sein Debüt an der Berliner Staatsoper mit Boris Godunow sowie die Anstellung als Dirigent der Dresdner Philharmonie, die er von 1973 bis 1976 innehatte und während derer er zudem ständiger Gast der Dresdner Semperoper war. Von 1976 bis 1979 leitete er die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin und das Staatstheater als Musikdirektor, gefolgt von einer Periode als freischaffender Künstler. 1986 wurde er zum Chefdirigenten des Nederlands Philharmonisch Orkest und Nederlands Kamerorkest ernannt, gleichzeitig begleidete er die Position des Generalmusikdirektors der Dutch National Opera, an der er ein weites Opernrepertoire von Glucks Alceste bis B.A. Zimmermans Soldaten zur Aufführung brachte.

Für beinahe 35 Jahre (1980-2014) war er Leiter des Kammerorchesters »Carl Philipp Emanuel Bach«, mit dem er zahlreiche prämierte CDs und DVDs aufnahm.

Opernengagements führten ihn an die wichtigsten Häusern, darunter das Teatro alla Scala, Royal Opera House Covent Garden, Theater an der Wien, die Opéra National de Paris, Bayerische Staatsoper München, die drei Opernhäuser in Berlin, das Théâtre Royale de la Monnaie Brüssel, Teatro Real de Madrid, die LA Opera, New National Theatre Tokyo sowie die »Bayreuther Festspiele«, der »Warschauer Herbst« und das »Kirishima Festival« in Japan.

Er stand am Pult der renommiertesten Orchester, darunter die Berliner und Münchner Philharmoniker, Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, Concertgebouw Orchester Amsterdam, alle großen Orchester in Paris wie das Orchestre de Paris und Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre symphonique de la Monnaie Brüssel, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom, Orquesta Sinfónica de Madrid, Royal Danish Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Oslo Philharmonic, Helsinki Philharmonic Orchestra und Japan Philharmonic Orchestra.

In der Spielzeit 21/22 führten seine Engagements ihn u.a. zum Royal Opera House Covent Garden, die Opéra de Paris sowie Amsterdam's Concertgebouw und zum BOZAR in Brüssel. In der Spielzeit 22/23 dirigiert Haenchen Sinfoniekonzerte mit dem Staatsorchester Halle mit Nederlands Philharmonisch Orkest im Concertgebouw in Amsterdam, und weitere Konzerte an der La Fenice in Venedig und mit dem Belgian National Orchestra. Zudem dirigiert er Salome am Teatro Petruzelli in Bari.

Eine Vielzahl seiner Aufnahmen, die bei Labels wie Deutsche Grammophon, Sony Classical, Pentatone und Philips erschienen, wurde prämiert, so erhielt er den »Grand Prix de la Critique« und 2011 den »Diapason d'Or« für die DVD mit Mahlers »6. Sinfonie«. 2017 wurde er von der Zeitschrift Opernwelt zum »Dirigent des Jahres« ernannt und erhielt im Jahr darauf den Leipziger Richard Wagner-Preis von der Richard-Wagner-Gesellschaft. Ferner tritt er auch als Buchautor in Erscheinung.

Für seine Verdienste wurde Hartmut Haenchen mehrfach ausgezeichnet, so wurde er u.a. durch die Königin der Niederlande in den Stand des Ritters im Orden der Niederländischen Löwen erhoben, der höchsten Würdigung des Landes und erhielt das Bundesverdienstkreuz sowie den Ehrenpfennig der Stadt Amsterdam.

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