Leitlinien für ein klimaneutrales Theater

Auf der UN-Klimakonferenz in Paris wurde bereits 2015 das Ziel definiert, die globale Erwärmung auf möglichst 1,5 °C im Vergleich zum vorindustriellen Level zu begrenzen. Dies hat die UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021 (COP 26) bestätigt. Im Bundesklimaschutzgesetz ist geregelt, dass die Treibhausgasemissionen gemindert und bis zum Jahr 2045 Treibhausgasneutralität erreicht wird.

 


Leitgedanken:

1. Das DNT strebt an, für sein Publikum und seine Beschäftigten und für die gesamte Theaterlandschaft in Thüringen eine Vorreiterrolle als „Klimaschutztheater“ einzunehmen.

2. Das DNT verpflichtet sich, mit konkreten Maßnahmen einen kontinuierlichen und nachweisbaren Beitrag zu diesem Ziel zu leisten.

3. Zum Erreichen der Klimaziele vernetzt sich das DNT mit den Akteur*innen der Stadt Weimar und des Freistaates Thüringen.

4. Geschäftsführung, Führungskräfte, Mitarbeiter*innen und Gäste arbeiten gemeinsam, eigenständig und nachhaltig an der Umsetzung definierter Klimaschutzziele.

5. Unternehmerische Entscheidungen in den Bereichen von Bau und Sanierung, Energieversorgung, im Bereich der Mobilität sowie der Beschaffung sind unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf Klimaschutz zu treffen.

 


Was bedeutet Klimaneutralität?

Für ein klimaneutrales Theater müssen die CO2-Emissionen eingeschränkt und mit Konsequenz vermieden werden.

Die Treibhausgasemissionen des DNT bestehen im Wesentlichen aus CO2. Diese Emissionen werden im DNT vor allem durch die Gebäudebewirtschaftung, den Spiel- und Probenbetrieb, die Mobilität von Publikum, Mitarbeiter*innen und für Gastspiele und Transporte sowie im Bereich Einkauf und Beschaffung verursacht.

 


Handlungsfelder:

Die zur Erreichung einer möglichen Klimaneutralität 2030 maßgeblichen vier Handlungsfelder werden im Folgenden konkret beschrieben.

 

1.    Energieversorgung

Das Handlungsfeld beinhaltet die Verringerung des Energieverbrauchs durch:

  • Steigerung der Energieeffizienz,
  • Ausbau emissionsarmer Energieerzeugungsformen, primär der erneuerbaren Energien unmittelbar am Ort des Verbrauchs,
  • weiterhin den Bezug CO2 neutraler Energie (Gas und Strom)

 

2.    Gebäudeentwicklung

Die unterschiedlichen vom DNT genutzten Einzelgebäude sind einer energetischen Optimierung zu unterziehen. Hierzu gehört die Einführung von Energiemanagementsystemen. Zentrales Aktionsfeld für eine Erhöhung der Energieeffizienz ist die anstehende Generalsanierung.

 

3.    Mobilität

Dieses Handlungsfeld beinhaltet ein Mobilitätskonzept, das einen entscheidenden Beitrag zur Zielerreichung leisten kann. Hier ist insbesondere die Umstellung auf alternative Antriebe im Fuhrpark und die Nutzung des ÖPNV und der Deutschen Bahn zu nennen.

 

4.    Beschaffung/Materialverbrauch

Alle Mitarbeiter*innen sind schon jetzt angehalten, bei Beschaffungen auf Ressourcenschonung und Energieeffizienz sowie auf die Weiterverwertung von entsorgten Materialien zu achten.

 


Organisation / Klimaschutzmanagement:

Klimaschutz ist eine gemeinschaftliche, vielseitige Aufgabe, die in allen Bereichen des Theaters verankert werden muss. Neben den strukturellen Maßnahmen kommt es für eine Zielerreichung auf die Mitwirkung jedes*r einzelnen Beschäftigten an. Diese Arbeit wird koordiniert und unterstützt durch ein zu implementierendes Klimaschutzmanagement.

 


Zielkategorien:

1. Konkrete und eindeutige Ziele mit präziser Formulierung (z.B. eine jährliche Einsparung von 10% des Ausstoßes an CO2)

2. messbare Ziele mit jährlicher Überprüfung der Zielerreichung

3. positive und aktionsorientierte Formulierung der Ziele

4. erreichbare, realistische Ziele

5. klare Terminsetzungen

 

 

Diese Leitlinien wurden durch die Arbeitsgruppe Klimaneutralität des DNT aufgestellt und durch die Geschäftsführung bestätigt.
Stand Januar 2022.