© Anke Neugebauer
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  • Großes Haus
  • Premiere 26.05.2017
  • Stückdauer 1 Std. 10 Min.

Johannes-Passion

Passion nach dem Evangelisten Johannes von 1784 · Szenische Aufführung // Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach, der zweite Sohn von Johann Sebastian Bach, der in Weimar 1714 das Licht der Welt erblickte, war zu seinen Lebzeiten berühmter als sein Vater. Selbst ein großer Verehrer der Musik seines Paten Georg Philipp Telemann, prägte er mit seinem ›empfindsamen Stil‹ maßgeblich die Wiener Klassik. So schrieb Wolfgang Amadeus Mozart über ihn: »Er (Emanuel Bach) ist der Vater; wir sind die Bubn. Wer von uns was Rechts kann, hats von ihm gelernt.« Oder Joseph Haydn: »Wer mich gründlich kennt, der muss finden, dass ich dem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihn verstanden und fleißig studiert habe.«

Von 1768 bis zu seinem Tode im Jahr 1788 wirkte er in Hamburg als städtischer Musikdirektor und Kantor am Johanneum, was zu einem enormen Arbeitspensum führte – und Bach dazu verpflichtete, sich stärker der Kirchenmusik zuzuwenden. Bach begegnete den umfangreichen kompositorischen Verpflichtungen mit einer ›Pasticcio‹-Technik: Er griff auf vorhandene Kompositionen zurück, teils eigene, teils erprobte Werke seiner Kollegen, überarbeitete diese, fügte Sätze hinzu oder bearbeitete die Rezitative.

So auch in der hier vermutlich zum ersten Mal seit Bachs Zeiten in Deutschland aufgeführten Johannes-Passion. Als sicher gilt, dass die Arien vom Meister selbst verfertigt wurden. Die übrigen Teile der Komposition sind in ihrer Herkunft noch nicht erforscht. Dennoch ist die Komposition (im Sinne von ›Zusammenstellung‹) der Musiknummern seine ganz eigene künstlerische Leistung.

Der Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits, hat in Kiew im Archiv der Universitätsbibliothek den Nachlass der Berliner Singakademie erforscht und die Noten dieser Johannes-Passion entdeckt und selbst transkribiert. Das Werk kam im Rahmen der »Kirchentage auf dem Weg«, mit dem Weimar und Jena das 500-jährige Jubiläum der Reformation feierten, zur Aufführung und wurde nun ins Repertoire der aktuellen Spielzeit übernommen.

Holger Reinhardt (Musikalische Leitung)
Philipp Harnouncourt (Regie und Bühne)
Friederike Lettow (Kostüme)
Bahadir Hamdemir (Video)
Candy Welz (Live-Fotografie)
Hans-Georg Wegner (Dramaturgie)

BESETZUNG
Emma Moore (Sopran)
Thaisen Rusch (Evangelist)
Klaus Wegener (Pilatus)
Jens Schmiedeke (Petrus)
Daeyoung Kim (Bass)
Oliver Luhn (Jesus (1))
Yong Jae Moon (Jesus (2) / Knecht / Diener)
Chang-Hoon Lee (Jesus (3))
Chong Ken Kim (Jesus (4))
Karine Minasyan (Magd)  

Pressestimmen

»Ein Kirchenmusikwerk, das absolut tauglich für die Theaterbühne ist. Das ist die erste Erkenntnis aus dieser ungewöhnlichen Premiere. Die zweite: Eine Passionsgeschichte, die so klar, frisch und intensiv klingt, als sei sie gerade erst entstanden. Dabei wurde sie bislang nur einmal, 1784 in Hamburg, aufgeführt: Die >Johannes-Passion< von Carl Philipp Emanuel Bach. (…) Es ist eine vielstimmige und vielschichtige Passionsgeschichte, eine lohnende Wiederentdeckung, im Nationaltheater lange bejubelt.«
(Die deutsche Bühne, 26.05.2017, Ute Grundmann)

»(Es) gelingt (...) dem Regisseur, Intensität herzustellen, die Menschen im Saal schaudern zu lassen über (un-)menschliches Verhalten. Wenn etwa der homogen klingende, beredt phrasierende Chor Pilatus gierig-gaffend gleichsam anschreit, Jesus ans Kreuz zu nageln, kann einem schon anders werden, wird die Stärke einer szenischen Aufführung von Passionen offenkundig: Aus dem kirchlich Göttlichen entsteht theatral Menschliches.«
(Opernwelt, Nora Sophie Kienast) 

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