© Marco Borggreve
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© Felix Broede
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  • Weimarhalle

5. Sinfoniekonzert

Dirigiert von Olari Elts / Solistin: Baiba Skride

Anatoli Ljadow »Aus der Apokalypse« op. 66
Ludwig van Beethoven Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Ob Schostakowitschs 10. Sinfonie tatsächlich ein Porträt Stalins und der historischen Epoche seines Regimes darstellt, wie es die in ihrer Echtheit angezweifelten Memoiren des Komponisten behaupten, ist umstritten. Dass er in dem legendären Werk, das 1953 unmittelbar nach dem Tod des Diktators entstand und noch im selben Jahr seine Uraufführung erlebte, persönliches Leid und damit auch die Regimekritik unter Stalin verarbeitet hat, steht jedoch außer Zweifel. Schostakowitschs Initialen jedenfalls ziehen sich in Gestalt der Tonfolge D-Es (S)-C-H wie ein roter Faden durch die Sinfonie um drücken ihr den Stempel tiefer Betroffenheit auf. Für den Komponisten dürfte jene Zeit künstlerischer Restriktionen und menschlicher Grausamkeiten in der Tat einer persönlichen Hölle geglichen haben, so dass der musikalische Bogen zu Ljadows Fragment »Aus der Apokalypse« aus dem Jahr 1912 nicht allzu fern ist. Musik voll drastischer Ausdruckskraft – Weltuntergangsstimmungen in Tönen.

Beethovens Violinkonzert hat die Gattung revolutioniert, indem es den Solisten in engem Dialog mit dem Orchester verband. Virtuose Show tritt in den Hintergrund zugunsten einer dichten motivischen Vernetzung. Was die Zeitgenossen eher ratlos zurückließ, macht das Werk heute zu einem Meilenstein der Gattung.

 

Öffentliche Generalprobe am Sonntag, 11 Uhr in der Weimarhalle
Karten: 10,50 Euro, limitiertes Kontingent

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So 09.01.2022 // 19.30 Uhr

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Mo 10.01.2022 // 19.30 Uhr

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