© Matthias Eimer
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  • Weimarhalle

Sinfoniekonzert

Dirigiert von Dominik Beykirch / Solistin: Ragnhild Hemsing (Violine/Hardangerfiedel)

Max Bruch Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Geirr Tveitt Konzert Nr. 2 für Hardangerfiedel und Orchester op. 252 »3 Fjorde«
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

In den hohen Norden entführt uns das Programm des 10. Sinfoniekonzerts, in dem wir – maximal authentisch! – mit der Hardangerfiedel das norwegische Nationalinstrument par excellence vorstellen. Heute vor allem in der Folk-Musik ihres Heimatlandes präsent, hat ihr unverwechselbarer, eigenwillig reizvoller Klang zuletzt auch im Rahmen der Filmmusik zu »Herr der Ringe« Popularität gewonnen. Er entsteht durch vier mitschwingende Resonanzsaiten, die der Musik eine Art sphärische Aura verleihen. Geirr Tveitt hat für die Hardangerfiedel zwei herrliche Solo-Konzerte geschrieben, in deren zweitem das Instrument tonmalerisch das glitzernde Lichterspiel auf den Fjorden nachzeichnet. Die norwegische Geigerin Ragnhild Hemsing stellt dem Werk einen der absoluten Klassiker des Repertoires auf der »normalen« Violine gegenüber: Max Bruchs g-Moll-Konzert, das schon zu Lebzeiten des Komponisten so populär war, dass Bruch drohte, es zu »verbieten«, damit auch seine anderen Werke endlich mehr zur Geltung kämen.

Inbegriff »nordischer Sinfonik« ist zuallererst der Finne Jean Sibelius, dessen »Zweite« eine charakteristische Mischung aus grüblerischer Schwermut und optimistischem Freiheitsdrang verkörpert – und das obwohl die ersten Ideen zum Werk, zweifellos von Heimweh durchtränkt, im sonnigen Italien entstanden. Die Sinfonie fasziniert mit ihrem weitgespannten, rhapsodischen Gestus und mit warmem, vollem Klang. Suchteffekt garantiert! 

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