© Candy Welz
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  • e-werk weimar (Maschinensaal)
  • Premiere 30.11.2018
  • Alter ab 16 Jahren

Der Auftrag / Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl

Heiner Müller / Johann Nestroy

Jamaika 1799. Debuisson, Sohn hiesiger Sklavenhalter, der französische Bauer Galloudec und Sasportas, einst selbst Sklave, sollen im Auftrag Frankreichs auf der Karibikinsel einen Sklavenaufstand initiieren. Ihr Zweckbündnis zerbricht, als Napoleon in Paris als erster Konsul die Macht übernimmt. Sasportas und Galloudec wollen den Kampf fortsetzen. Debuisson aber giert nach Verrat. 1979 entstanden, beschreibt »Der Auftrag« das Scheitern einer Revolution und die Unmöglichkeit ihres sinnvollen Exports.

Eine anachronistische Fortsetzung zu Müllers Text findet sich in Nestroys Burleske »Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl« von 1862: Ein kleines Fleckchen Erde, bei dem es sich ebenso gut um ein hiesiges friedliches Nachbardorf handeln könnte. Hier haben es sich sie Häuptlinge Abendwind und Biberhahn als kannibalistische und gleichermaßen reaktionäre Kolonisatoren bequem gemacht.

In diesem Doppelabend versinnbildlicht Regisseur Christian Weise das Dilemma: Wer die Wahl hat, zieht nicht selten das Stück vom »Kuchen der Welt« der revolutionären Auflehnung vor.

Der Musiker Jens Dohle übernimmt das Arrangement von Jacques Offenbachs Melodien, die Nestroy für seine Bearbeitung des »Abendwind« beibehielt, und komponiert darüber hinaus für »Der Auftrag« eine eigene Musik.

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»Weise sucht mit Nestroy das Chaos in einer Ordnung auf, mit Müller die Ordnung im Chaos. Sein Ensemble spielt, singt und tanzt sich erst den Wolf und muss ihn dann zähmen. (...) Dem siebenköpfigen Ensemble gebührt hoher Respekt für seinen tollkühnen Auftritt.«

(TLZ, 03.12.2018, Michael Helbing)

 

»Ein wenig ist es, als bilde dieser dreistündige Abend mit seiner ästhetischen Heterogenität etwas von unserer geteilten Welt ab: Die schreiende Totalität der Just-for-fun-Gesellschaft hier und die in sich gekehrte, nur sich selbst beflüsternde Debatten-Gemeinschaft.«

(Freies Wort, 03.12.2018, Henryk Goldberg)

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