© Sarah Methner
© Sarah Methner
  • e-werk weimar (Maschinensaal)
  • Premiere 10.09.2021
  • Alter ab 14 Jahren

Plattenbauten – Inseln der Gegenwart

Theaterperformance von Maximilian Hanisch und Sarah-Marleen Methner · Uraufführung

In der DDR lebte jede:r Vierte im Plattenbau. Und wer nicht dort lebte, kannte jemanden aus der »Platte«. Galt sie zu DDR-Zeiten noch als begehrter, moderner Wohnraum, verschlechterte sich deren Ruf in Deutschland spätestens mit den im kollektiven Gedächtnis eingeschriebenen Bildern der rechtsextremen Anschläge in Rostock und Hoyerswerda. Für die einen stehen Plattenbauten heute für Tristesse und sozialen Abstieg. Die anderen verteidigen diese Art zu wohnen und damit auch die eigenen Biografien und Erinnerungen. Wegen der Einfachheit des modularen Bauens sind die Anlagen weltweit verbreitet. Kann die häufig als hässlich diskreditierte Art zu Bauen daher eine Art ästhetisches Bindeglied zwischen Erfahrungen an verschiedenen Orten sein? Könnte der Plattenbau ein Tor zur Welt sein, in der es möglich ist, Geschichte als etwas Gemeinsames zu begreifen? Die Koproduktion widmet sich dieser modernen Bau- und Lebensform im Rahmen einer Theaterperformance. Auf der Bühne kommen vier Performer*innen aus vier Ländern zusammen. Ihre Begegnung bildet die Grundsituation der Inszenierung, die Tanz und Schauspiel miteinander verbindet. Das internationale Ensemble erzählt gemeinsam die verwobene Geschichte von Orten, die für die Idee des Plattenbaus relevant sind: Moskau, Basel, Sansibar City, Hong Kong und Weimar.

Koproduktion von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, DNT Weimar, Kunstfest Weimar und ROXY Birsfelden, in Kooperation mit dem TD Berlin und dem Hong Kong Arts Centre, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, des Fachausschusses Tanz & Theater BS/BL, der Ernst Göhner Stiftung, dem Migros-Kulturprozent und des Goethe Institutes Hong Kong

                 

 

Künstlerische Leitung: Maximilian Hanisch, Sarah Marleen Methner
Regie: Max Hanisch
Bühne & Kostüme: Sarah-Marleen Methner
Choreografie: Jeremy Nedd
Video: Nefeli Chrysa Avgeris
Sounddesign: Fabrizio Di Salvo
Technische Leitung, Lichtdesign: Thomas Giger
Dramaturgie: Katharina Germo / Carsten Weber

 

ℹ️ Gleich vier Projekte der Spielzeit 2021/2022 widmen sich miteinander verwobenen Themenkomplexen der jüngeren und jüngsten deutschen Geschichte, die gleichzeitig auf internationale Kontexte verweisen: »438 Tage NSU-Prozess« (Premiere: 25.8.2021), »Plattenbauten – Inseln der Gegenwart« (Premiere: 10.9.2021), »Hannibal« (Premiere: 30.9.2021) und »Treuhandkriegspanorama« (Premiere: 20.1.2022)

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